Nachdem wir uns nach dem letzten Infostand Mitte Mai für diesen weniger Wind und mehr Sonne gewünscht hatten, war uns das Wetter tatsächlich am 01.08.2010 zum Falkenberger Familiensonntag gewogen und schickte nur vereinzelt ein paar verirrte Regentropfen – ansonsten konnten wir uns über Sonnenschein freuen.
Thematisch sehr passend ;) befand sich unser Stand diesmal
direkt gegenüber vom Katzenhaus, aber da wir natürlich
auch ein Herz für Fell-Tiere haben, hat uns der Anblick der
Mini-Tiger durchaus erfreut und wir mussten uns den einen oder
anderen unbedingt einmal näher anschauen.
Bei einem obligatorischen Rundgang über das Gelände
konnten wir dann feststellen, dass dieses Mal nur ganze drei
Wellensittich-Hennen in der Vermittlung auf ein neues Zuhause
warteten.
Natürlich kamen wieder viele Besucher an den Infostand, die
uns mit ihren Fragen löcherten. Neben den üblichen Themen
wie Frischkostverweigerern
und der Unsicherheit bei der Bestimmung des
Geschlechts von Wellensittichen, machte sich in den
Gesprächen schnell bemerkbar, dass sowohl Sommer- als auch
zusätzlich Ferienzeit war. Mehr als ein Besucher berichtete
uns von einem im Freien gefundenen
Wellensittich, der zum Glück eingefangen werden konnte und
nun gut versorgt wurde.
Leider entwischen
gerade in der warmen Jahreszeit immer wieder Stubenvögel beim
Lüften oder werden sogar, findet sich keine passende
Urlaubsbetreuung, einfach in die ‚Freiheit’ entlassen
– wo sie allerdings, werden sie nicht von fürsorglichen
Menschen aufgelesen, zu einem relativ raschen Tod verurteilt
sind.
In den Gesprächen um die Fundvögel konnten wir
hilfreiche Tipps geben und mit verschiedenen Vorurteilen
aufräumen. Zum Beispiel hatte ein Besucher gehört, ein
Fundvogel müsste erst sechs Monate in Quarantäne sein,
bevor er zu anderen Wellensittichen dürfe. Dass eine solche Dauer doch übertrieben ist und während
dieser Zeit ein Besuch beim vogelkundigen
Tierarzt angebracht wäre, davon wusste er jedoch
nichts.
Allerdings ist es – wie bei jedem Neuzugang – gerade
bei einem Wellensittich, der unbestimmte Zeit in der freien Natur
herumgeirrt ist, wichtig, ihn so bald wie möglich einem
vogelkundigen Tierarzt vorzustellen. Denn bei seinem meist
unfreiwilligen Aufenthalt in der vermeintlichen Freiheit kann er
sich verschiedene Krankheiten und Parasiten eingefangen haben, an
denen er verenden kann, werden diese nicht rechtzeitig erkannt und
behandelt.
Wie schon bei den Infoständen zuvor hatten die meisten
Besucher unseres Standes mehr als nur einen Wellensittich Zuhause,
was uns natürlich sehr freute.
Leider waren jedoch nicht alle bereit, ihrem Vogel dieses absolute
Grundbedürfnis zu erfüllen und so gab es unter anderem
einen Besucher, der fest davon überzeugt war, sein
Wellensittich wäre mit einem Nymphensittich als Partner sehr
glücklich.
Auch an dieser Stelle möchte ich noch einmal betonen, dass dem
nicht so ist. Es mögen zwar beide Arten australische Sittiche
sein, allerdings mit völlig verschiedenen Weisen der
Kommunikation. Sicher vertragen sie sich miteinander – aber
verstehen können sie sich nicht, dazu sind sie einfach zu
verschieden.
Eine Vergesellschaftung
von Wellen- und Nymphensittichen ist, hat man genügend
Platz, damit sich beide Arten aus dem Weg gehen können, zwar
zumeist relativ unkompliziert, allerdings sollte jedem Vogel immer
mindestens ein artgleicher Partner an die Seite gestellt werden,
denn ansonsten sind die Tiere auch in einem gemischten Schwarm sehr
einsam.
Unser häufigster Besucher des Standes an diesem Tag kam direkt von nebenan immer wieder zu uns herrüber, um zu schauen, was es Schönes gibt und ob denn etwas Leckeres dabei wäre. So haben wir Candy-Mauseschwänzchen auch gern einmal länger bei uns behalten.
Für den nächsten Infostand werden wir uns allerdings wahrscheinlich eigene tierische Unterstützung mitnehmen – zwar nicht in Form von Wellensittichen, aber nicht weniger süß.
Wir bedanken uns herzlich bei den Besuchern unseres Standes und
freuen uns schon auf das nächste Mal!
Liebe Grüße von Astrid, Jessy und Bea.
BLu