Keimfutter ist sehr gesund, aber auch leicht verderblich. Daher muss man bei der Zubereitung und Verfütterung auf größtmögliche Hygiene achten.
Zur Herstellung von Keim- und Quellfutter kann ganz normales Wellensittichfutter verwendet werden. Man sollte nur beachten, dass geschälter Hafer nicht keimen kann und daher eine Futtermischung ohne diesen zum Keimen verwenden. Es gibt aber auch speziell für das Keimen zusammengestellte Mischungen.
Zuerst werden die Körner mit lauwarmem Wasser gründlich durchgespült
und dann mit Wasser bedeckt einen halben Tag (oder auch über Nacht) stehen
gelassen. Danach gibt man die Körner in ein Küchensieb, spült
sie wieder gründlich durch und lässt sie gut abtropfen. Dieses Quellfutter
kann man schon jetzt verfüttern.
Um Keimfutter zu bekommen, hängt man das Sieb über eine Schale und
deckt es mit Küchenpapier ab. Nun sollte das Futter mindestens alle sechs
bis acht Stunden erneut durchgespült werden.
Am liebsten mögen die Vögel Keimfutter, das zwischen einem und eineinhalb
Tagen alt ist. Danach werden die Keime größer, enthalten weniger
Vitamine und schmecken wohl auch nicht mehr so gut. Direkt vor dem Anbieten
wird das Futter noch einmal durchgespült und mit etwas Küchenpapier
abgetupft, denn nasses Keimfutter mögen die meisten Vögel nicht
so gern.
Keimfutter verdirbt sehr rasch; Reste sollte man nach spätestens sechs Stunden wieder aus dem Käfig entfernen und wegwerfen. Bei großer Hitze muss man noch vorsichtiger sein und das Keimfutter noch früher entfernen.
Es bietet sich an, pro Vogel etwa einen Teelöffel voll vorzubereiten.
Zwar kann man fertiges Keimfutter auch im Kühlschrank lagern (maximal
zwei Tage), aber hier muss man unbedingt darauf achten, dass das Futter Zimmertemperatur
erreicht hat, bevor es angeboten wird.
Ein- bis zweimal pro Woche kann Keimfutter gereicht werden. Bei schwächlichen,
unterversorgten Vögeln kann es auch als Kur zwei Wochen lang täglich
verfüttert werden.
Gesunde Vögel können auf die tägliche Gabe von Keimfutter mit
gesteigerter Brutlust reagieren. Bemerkt man dies, sollte die Gabe gekürzt
werden.
SHe