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Macrorhabdiose / Megabakteriose / Going Light Syndrom (GLS)

Vorwort: GLS ist die Abkürzung für Going Light Syndrom, oder auch Megabakteriose genannt.
Die Megabakteriose ist ein Pilz der sich im Drüsenmagen des Vogels ansiedelt. Durch den Pilz kann der Magen die Körner nicht mehr richtig verdauen und der Vogel verhungert trotz Nahrungsaufnahme.

GLS-Symptome

Würgen, unverdaute Körner im Kot drastische Gewichtsabnahme, übermäßiges Schlafbedürfnis.

GLS-Behandlung

GLS ist chronisch und bis heute nicht heilbar.
Man kann die Krankheit nur zum Stillstand bringen.Um die Krankheit zum Stillstand zu bringen, verabreichen die meisten vogelkundigen Tierärzte Ampho-Moronal .
Die Dosierung sollte immer mit dem behandelten TA abgesprochen werden! Wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird, kann der Vogel lange Jahre mit der Krankheit leben. Wichtig ist Stress zu vermeiden, da Stress der Auslöser für einen neuen Mega Schub sein kann. Regelmässiges Wiegen ist sehr wichtig, um zu kontrollieren, ob der Vogel wieder Gewicht verliert.
Viele Tierärzte raten, alle paar Monate eine Apfelessigkur durchzuführen. Ein paar Tropfen ins Trinkwasser genügen - oder ein Esslöffel Essig auf 1 Liter Wasser.
Auf Süsses wie Äpfel oder Naschstangen sollte ganz verzichtet werden. Alles andere wie Grünfutter darf verfüttert werden. Kolbenhirse ist auch gut verdaulich für den erkrankten Vogel.

Ansteckung

Darüber scheiden sich die Geister. Unser TA behauptet, dass nur Jungvögel oder sehr alte besonders gefährdet sind.

Unsere Erfahrung mit GLS: Wir sind 2004 zum ersten Mal mit der Krankheit konfontiert worden.
Unser Willi magerte drastisch ab, fraß ständig und schlief sehr viel. Damals hatten wir noch keinen vogelkundigen Tierarzt. Willi wurde von Anfang an
falsch behandelt. Was GLS ist, wussten wir damals auch nicht.
Willi wog nur noch 24 Gramm und mir war klar, dass ich ihn erlösen musste. Mit wenig Hoffnung sind wir auf Empfehlung zu einem vogelkundigen Tierarzt gefahren. Dieser machte uns auch kaum Hoffnung, aber er wollte Willi noch eine Chance geben und behielt ihn stationär dort. Das Wunder geschah, wir konnten Willi nach drei Tagen wieder abholen. Er hatte sieben Gramm zugenommen.
Danach mussten wir Willi noch vier Wochen mit Amphomoronal behandeln und den Freiflug reduzieren, damit er mehr Gewicht zulegte. Die Zeit im Krankenkäfig gefiel ihm nicht so, er hatte sich vor lauter Frust den Ring abgeknabbert. Nach vier Wochen ging es ihm blendend, und er dürfte endlich wieder zu den anderen in den Schwarm.
Lange Zeit ging es Willi bis auf einen leichten Rückfall sehr gut. Leider starb Willi im Februar 06 an einer Sekundärerkrankung.

Bei unserem Neuzugang Felix wurden auch Megas festgestellt, er ist bis heute symptomfrei. Bis dato hat sich keiner unserer anderen zehn Wellis nachweislich angesteckt.

Anbei ein Bild von Willi.

HAx

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