Das Angebot an absolut ungeeigneten und nicht artgerechten Käfigen ist immer noch riesig. Viele Käfige im Handel sind schlichtweg zu klein, unsinnig konstruiert (z. B. pagodenförmig oder Rundkäfige) und mit einer Farbe beschichtet, die schnell abblättert, gefressen wird und zu Vergiftungen führen kann.
Einige Firmen scheinen sich regelrecht darauf spezialisiert zu haben, an
den Bedürfnissen unserer Federbällchen vorbei zu produzieren.
Die Firma Ferplast bietet nach wie vor eine große Auswahl von Rundkäfigen,
obwohl diese schon lange als tierschutzwidrig eingestuft sind. Der neueste
Schrei scheinen futuristisch anmutende Käfige mit Plastikverkleidung
zu sein, die an die ebenfalls nicht artgerechten gängigen Vollplastik-Hamsterheime
erinnern. Ob dieses spacige Design gefällt, ist die eine Frage - von
artgerechter Unterbringung sind die Modelle jedenfalls meilenweit entfernt.

Dieser Käfig zeigt nahezu alle Fehler, die man machen kann, auf einmal:
Viel zu klein, weiße Gitterstäbe, die Beschichtung löst sich
und Rost entsteht, Einhängenäpfe von außen, die zur tödlichen
Falle werden können, Sitzstangen aus Plastik, als Spielzeuge Spiegel
und Plastikvogel.
Modelwelli Jamali schien ziemlich erleichtert, als er diesen Käfig wieder
verlassen durfte.
Warum diese Modelle, die die Bezeichnung Voliere eigentlich gar nicht verdient
haben, in Wellihalterkreisen "Hubschrauber-Volieren" genannt werden,
ist schnell klar: Fliegen ist hier nur von oben nach unten möglich. Dabei
fliegen Vögel naturgemäß viel lieber und häufiger horizontal.
Die meisten Wellensittiche halten sich am liebsten so weit oben wie möglich
auf, so dass der hier vorhandene Platz gar nicht ausgenutzt werden kann. Darüber
hinaus ist es bei solchen "Vertikalvolieren" kaum möglich,
die Sitzäste so anzubringen, dass die unteren nicht zwangsläufig
vollgeschietert werden.
Diese Art Volieren gibt es in den verschiedensten Ausführungen - von
sehr schmalen 54 cm Breite über ca. 70 cm bis hin zu einem Meter. Die
ganz schmalen Modelle eigenen sich bestensfalls für ein Pärchen.
Da es aber in dieser Preisklasse wesentlich geeignetere Käfige gibt,
raten wir von der Anschaffung einer solchen schmalen Voliere ab.
Da die breite Variante mit einem Meter Seitenlänge hingegen durchaus
akzeptabel ist, ist sie mit dem Begriff "Hubschrauber-Voliere" nicht
mehr gemeint.
Was fast allen Volieren dieser Bauart gemeinsam ist, ist das schräge
Blechdach. Es nimmt nicht nur viel Licht, sondern macht es auch unmöglich,
Gegenstände wie Schaukeln oder Hängespielzeuge anzubringen. Wer
also eine solche Voliere schon hat oder sie unbedingt anschaffen will, dem
sei dringend empfohlen, das vorhandene Dach durch Volierendraht auszutauschen.
So wird das Dach auch gleichzeitig ein abrutschfester Landeplatz.
... sind ein trauriges Relikt aus der Vergangenheit - und leider stellenweise
immer noch erhältlich. In einem runden Käfig haben Vögel keinen
Orientierungspunkt und können sich nicht zurückziehen. Außerdem
bieten sie zu wenig Bewegungsraum.
Rundkäfige wurden von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz
e. V. (TVT) als tierschutzwidrig eingestuft.
Es bleibt zu hoffen, dass runde Käfige eines Tages nur noch im Museum
zu sehen sein werden.
SHe