Seite 1 | Seite 2
Fortsetzung:
Schwierig wird es, wenn ein Vogel aus einem größeren Schwarm scheuer
Tiere heraus gefangen werden soll. Hierbei kann ein Kescher nützlich
sein. Sofern dieser ein feinmaschiges, weiches Netz hat (damit der Vogel sich
weder verheddern noch verletzen kann), kann der Wellensittich so recht schnell
eingefangen werden.
Wer noch keine Erfahrung im Umgang mit einem Kescher hat, sollte zunächst
ein paar Trockenübungen machen - aber bitte nicht in Sichtweite der Wellensittiche,
denn das würde sie natürlich erschrecken. Ein Kescher muss mit zielsicheren,
aber nicht zu schnellen Bewegungen geführt werden. Trifft man mit einer
zu heftigen Bewegung den Wellensittich mit dem Kescherrand, kann das zu Verletzungen
führen. Diese Gefahr besteht besonders bei zu kleinen Keschern. Je größer
der Durchmesser des Keschers, desto einfacher ist die Handhabung.
Sind die Wellensittiche schließlich sicher "verstaut", ist
das Schlimmste geschafft. Es empfiehlt sich, den Käfig zum Transport
mit einem leichten Tuch abzudecken, damit die Tiere nicht von plötzlichen
Bewegungen erschreckt werden und außerdem vor Zugluft geschützt
sind. Bei großer Kälte dürfen die Vögel nur sehr kurz
draußen bleiben und müssen vor allem gut abgedeckt werden!
Manche Vögel finden es aber auch beunruhigend, wenn sie nicht sehen,
weshalb der Käfig ruckelt. Für sie ist es besser, nur die Seiten
abzudecken (damit sie nicht durch überholende Autos erschreckt werden)
und einen "Sichtspalt" zu lassen.
Bei großer Hitze kann ein feuchtes Tuch auf dem Käfigdach gute
Dienste erweisen, denn durch die Verdunstung wird die Umgebung gekühlt.
Dass die Vögel dabei nicht nass getropft werden, versteht sich von selbst.
Am unkompliziertesten ist der Transport im Auto, den die meisten Wellis auch bei einer längeren Fahrt gut überstehen. Hier sollte unter Umständen eine Futterpause eingelegt werden. Kolbenhirse oder ein Stück Gurke für die Flüssigkeitszufuhr können auch gut im Käfig bleiben. Über kürzere Strecken kann man den Käfig natürlich auch einfach tragen. Bus und Bahn sind nur bedingt geeignet, wenn die Fahrt nicht zu lange dauert und es im Verkehrsmittel nicht zugig oder allzu überfüllt ist.
Seite 1 | Seite 2
LHa