So verlockend es auch ist - man sollte im Interesse der Tiere niemals einfach
draufloszüchten. Es tauchen immer wieder Probleme auf, auf die man vorbereitet
sein muss, damit es nicht zum Schlimmsten kommt.
Bevor man es zur ersten Brut kommen lässt, sollte man sich ganz gründlich
mit der Materie befassen: Bücher lesen, Internetseiten und Foren besuchen.
Um Wellensittiche (bzw. Krummschnäbel überhaupt) zu züchten,
muss man in Deutschland eine Zuchtgenehmigung besitzen, auch wenn diese Zucht
nur eine einmalige Vermehrung der süßen Stubenvögel
im heimischen Wohnzimmer sein soll. Ohne die Zuchtgenehmigung kann man nicht
die erforderlichen Ringe beziehen.
Sowohl die Kosten als auch die Anforderungen sind von Region zu Region, ja
sogar von Stadt zu Stadt unterschiedlich: Oftmals wird eine schriftliche Prüfung
verlangt.
Wir empfehlen, beim Ordnungsamt anzufragen, was verlangt wird und wie hoch
die Kosten sind, da man hierüber unmöglich eine allgemeingültige
Aussage treffen kann.
Es sollte sich jedoch niemand von dem bisschen Bürokratie abhalten lassen
und die Wellensittiche ohne Genehmigung brüten lassen. Die Beringungspflicht
macht durchaus Sinn: Hat ein Wellensittich Psittakose, läßt sich
anhand des Ringes die Herkunft des Vogels bestimmen, und alle anderen Vögel
können daraufhin auf die Krankheit untersucht werden. Psittakose ist
auch für Menschen sehr gefährlich, unbehandelt kann sie tödlich
enden.
Wer ohne Zuchtgenehmigung züchtet, macht sich strafbar und kann im Wiederholungsfalle mit Ordnungsgeldern bis 10.000 € rechnen.
SHe