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Thema: Einer meiner Wellis ht Megabakterien

  1. #1

    Gast

    Standard Einer meiner Wellis ht Megabakterien

    Moin zusammen,

    ich bin (hier) neu, aber einigen doch sicher noch bekannt...

    Folgendes ist mein Problem:

    Einer unser lebhaftesten Vögel hat seit langer Zeit einen ziemlich zerstörten Schwanz, liegt meiner Meinung nach daran, das er der "Chef" ist, und deswegen immer mal angegangen wird, da sein Gefieder ansonsten in Takt ist.
    Ein paar Tage nun (genau läßt sich das nicht eingrenzen) ist er ziemlich träge geworden und kommt kaum noch raus, sitzt aufgeplustert in oder auf der Voliere und putzt sich sehr viel. Einzigst mir seiner Partnerin beschäftigt er sich. Uns ist dann aufgefallen, das er wohl Probleme mit dem fliegen hat und quasi nur noch Strecken von unter einem Meter zurücklegen kann.
    Heute morgen war ich dann mit ihm beim Doc. Der hat ihn sich genau angeschaut (kein Röntgen o.ä.) und meinte seine Muskulatur wäre i.O., das mit dem Schwanz würde von den anderen kommen, die ihn annagen. Sie hat den Kot unters Mikroskop gelegt und stellte, Oh mein Gott, fest: Megabakterien.
    Laut ihren Informationen soll das nun heißen, das ich von allen einzelnen Vögeln eine Kotprobe abliefern soll und bis diese untersucht wurde, sie einzeln halten muss. Die kranken nach links, die gesunden nach rechts und dann den nächsten Schwung untersuchen, bis man irgendwann diagnostiziert habe, wer alles befallen ist und wer nicht. Eine ziemlich aufwendige Prozedur bei 16 Tieren, der nur als Alternative gegenüber stand, alle Vögel täglich zweimal zu greifen und ihnen das Medikament zu geben (Name entfallen, war was oranges). Dies wäre noch viel schwieriger, da unsere Vögelchen nicht zahm sind, jedenfalls nicht so zahm, das sie sich mühelos in die Hand nehmen lassen.
    Keine der beiden Möglichkeiten halte ich für schick, weil ich gar nicht weiß wie ich die Vögel sortieren soll, da ich weder ein Dutzend Käfige, noch zwei so große Käfige habe, wo ich gesunde/ungesunde unterbringen kann.

    Die Frage die sich mir aufdrängt ist, ob sie mit der Diagnose überhaupt richtig gelegen haben muss. Mir wurde gesagt, im Stuhl wurden mehrere "Megas" gefunden.
    Nun habe ich natürlich auf diversen Seiten die man so kennt (auch diese) diverses gelesen. Diverses, was sich, wie wahrscheinlich immer, in einzelnen Teilen widersprach.

    Das ganze Thema Magabakterien ist mir zwar seit Jahren ein Begriff, jedoch wenn es einen nicht selber betrifft, behandelt man es natürlich oberflächlich und nicht so ernt, als wenn man es plötzlich selber im Schwarm hat.

    Ich hoffe für unsere gefiederten Freunde, das ich nicht zu schwarz sehen muss.

    Danke fürs lesen und ggf kommende Antworten

  2. #2

    Canette
    Ist Futterfest Benutzerbild von Canette


    Ein Aktivitätssterne

    Besitzt keine Vögel


    Standard

    Hallo Andreas

    erst mal willkommen hier!

    Bei mir im Schwarm wurden vor kurzem auch Megas festgestellt; "zum Glück" betraf es akut einen meiner Nichtflieger, so dass die Behandlung relativ unproblematisch war.

    Er bekam 5 Wochen Amphomoronal (das orange Zeug), hätte aber an sich nur während der Behandlung separiert werden müssen. Wie die Ansteckung (wenn überhaupt) im Schwarm von statten geht, ist nicht ganz klar; Tatsache ist aber, das Oskar bei mir der einzige mit Anzeichen (plustern, würgen, Gewichtsverlust) war und immer noch ist.

    Laut meiner TÄ ist es nicht nötig gewesen, alle zu behandeln, ich musste auch keine anderen Kotproben bringen. Prophylaktisch sollte Ampho auch nicht gegeben werden, da das Medikament belastend für die Leber ist.

    Oskar hat seinen Schub gut überstanden, alle anderen haben immer noch nichts (das ganze ist nun etwa knapp 2 Monate her seit Beginn). Bei ihm wurden die Megas übrigens auch im Kot entdeckt.

    Ich würde ihn an Deiner Stelle während der Behandlung separieren; den anderen vorbeugend und/oder unterstützend Apfelessigwasser geben - das mache ich nun auch dauerhaft.

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    Ich kann Dir dieses Produkt für Deine Wellis empfehlen:

  3. #3

    Gast

    Standard

    Hallo Andreas,

    ich kann mich Canette anschliessen, wir hatten auch Megas im Schwarm
    und haben den akut erkrankten Vogel damals nur während der Ampho-
    Eingabe seperiert . Unsere anderen Vögel ( 10 st.) hatten keine Anzeichen
    der Krankheit und sind auch nicht vorsorglich mitbehandelt worden.
    Was die Ansteckungsgefahr angeht gibt es laut meiner VK ärzte bis heute
    noch keine richtige Erkenntniss.Bis heute hat sich keiner meiner anderen
    Wellis angesteckt , das ganze liegt etwa knapp 3 Jahre zurück.

    Liebe Grüße,
    Hilde

  4. #4

    Gast

    Standard

    Ok,

    das hört sich auf jeden Fall besser an als das was mir heute morgen mitgeteilt wurde.
    Separiert heiß in einem anderem Zimmer oder nur in einem Käfig im selben Zimmer?

    Wie sich jeder vielleicht denken kann, ist es für einen Vogel (hier spreche ich aus Erfahrung) schwer plötzlich ein paar Wochen alleine zu sitzen, vernab von seinen Artgenossen, mit denen er noch Tage zuvor täglich seinen ganztägigen Ausflug hat machen können, abgesehen davon würde er, egal wie viele Türen ich schließe, die anderen IMMER hören, das dürfte ihn doch verrückt machen...

    Jaja, ich bin 'n Weichei

  5. #5

    Canette
    Ist Futterfest Benutzerbild von Canette


    Ein Aktivitätssterne

    Besitzt keine Vögel


    Standard

    Hi,

    also, in den ersten Tagen, als es Oskar schlecht ging, hatte ich ihn in einem anderen Zimmer; kurz darauf habe ich ihn dann aber mit seinem Käfig ins Vogelzimmer gestellt.

    Dass er häufiger Besuch auf dem Käfig hatte, hat ihm auch ganz gut gefallen - allerdings kann ich jetzt nicht sagen, was stressiger ist: Die Vögel SEHEN und nicht mit ihnen spielen können oder sie nur zu HÖREN. Das kommt wahrscheinlich auf den jeweiligen Vogel an. Und Stress ist halt bei Megas Gift...

    Oskar lebt inzwischen mit einem anderen Nichtflieger im Wohnzimmer, weil er von den Nymphen immer von der Stange geschmissen wurde - das hatte ihm einen Rückfall beschert.

  6. #6

    Gast

    Standard

    Hi Andreas,

    ich hatte unseren Willi damals erst mal in ein anderes Zimmer gestellt,
    da es ihm grottenschlecht ging . Erst nachdem er zugenommen hatte
    und einigermassen stabil war habe ich den Käfig ins Vogelzimmer gestellt .
    Die Gesellschafft der anderen hat ihm gutgetan .
    Aber das musst Du selber je nach Zustand des Vogels entscheiden .

    Liebe Grüße,
    Hilde

  7. #7

    Gast

    Standard

    Hallo Andreas,

    ich selbst hatte - zum Glück! - noch nie eine wirklich schlimme Megabakterien-Erkrankung im Schwarm. Als kürzlich bei einem meiner Neuzugänge ein paar Megabakterien nachgewiesen wurden, musste Nisha vier Wochen lang mit Amphomoronal behandelt werden, das war's. Kein anderer Vogel musste die Therapie über sich ergehen lassen. Übrigens hat Nisha überhaupt keine Symptome gezeigt. Das ist das wirklich Tückische an Megabakterien. Sie können vorhanden sein, ein Vogel kann ein Ausscheider sein, aber man merkt es nicht, weil er gesund wirkt.

    Ich finde es offen gestanden sehr erstaunlich, dass Du eine so völlig andere Therapie bei Deinen Tieren durchführen sollst, als es meine Vorrednerinnen hier geschildert haben. Insbesondere wundert mich die kurze Dauer der Therapie. Vielleicht magst Du das Ganze ja mal mit der behandelnden Ärztin besprechen.

    Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass mir solch gewaltige Unterschiede in Bezug auf die Therapiedauer und -durchführung zu Ohren gekommen sind. Ist schon interessant, dass es unter Tierärzten scheinbar keine wirklich einheitliche Linie gibt.

    Viele liebe Grüße,
    Gaby

  8. #8

    Gast

    Standard

    Im Grunde ist es aktuell so, das ich keinem unserer gesammelten Tierärzte mehr traue und jede Diagnose erstmal in Frage stelle. Egal wo ich gewesen bin, überall bin ich schon derbst enttäuscht worden. Damals wurde bei mir die Trichos nicht erkannt, was mindestens fünf Vögeln das Leben kostete. Ein anderes Mal wurde einem kranken Geier das falsche Medikament verabreicht und er ist quälend eine Stunde später gestorben, nun wieder mal eine (zumindest) nicht ganz richtige Diagnose.

    Heute Nachmittag ruft mich ein Kunde von mir an, der ist Papageienzüchter und will mir eine Adresse eines wirklich guten Docs geben, der jedoch von mir aus nicht gerade um die Ecke wohnt, schauen wir mal.

    Deswegen bin ich nicht sicher ob ich nochmal nach "Sasel" fahre um über die Diagnose zu sprechen. Ich denke das ist mir der Aufwand nicht wert. Meine Zeit ist momentan recht eingeengt und da wird eh niemand sagen "oh ja, da habe ich was falsches gesagt". Denn das außer der Jung- und Alttiere niemand behandelt werden muss, scheint ja im Internet ziemlich einstimmig festzustehen. Den Weg spare ich mir also.

    Wir haben erstmal mit Thymiantee angefangen zu "behandeln", da es keinem der Süßen erkennbar schlecht geht. Keiner zeigt irgendwelche starken Schwächen. Scotty (9 Jahre) und Strizzi (7.5 Jahre), unsere beiden ältesten, haben zwar in den letzten Wochen ein wenig abgenommen und Scotty will einfach aus der Mauser nicht rauskommen, aber ansonsten benehmen sie sich normal, bei Strizzi kann man fast sagen das er aktiver denn je ist, auch wenn er manchmal das Weite sucht um ein wenig vor sich hin zu schnattern.

    Ich hoffe hier kommt ggf noch die eine oder andere Antwort, ich versuche mich heute auch mal ein wenig zu belesen, was ich gestern leider nicht geschafft habe, jedoch Sabine.

    muchos gracias

  9. #9

    Canette
    Ist Futterfest Benutzerbild von Canette


    Ein Aktivitätssterne

    Besitzt keine Vögel


    Standard

    Thymiantee ist auf jeden Fall schon mal gut. Und manchen Geiern - darunter auch meine - schmeckt das Zeug scheinbar wirklich, auch wenn andere Schwärme darüber unisono die Wachshaut rümpfen.

    Ute z.B. macht auch ihr Quellfutter in Thymiantee.

  10. #10

    Gast

    Standard

    Hallo,
    ich habe auch schon leidige Erfahrung mit den Megas gehabt.
    Innerhalb von 7 Monaten habe ich 3 Wellis daran verloren.
    Bei mir wurde so behandelt :
    6 Wochen Ampho aber nur der akut erkrankte Welli. Apfelessig ins Trinkwasser. Quellfutter, hergestellt aus Thymiansud.
    Allerdings hat der letzte Welli nix anderes gefuttert außer seine Kolbenhirse. Die Wellihenne hat auch ständig an Gewicht verloren.

    Die Megas konnten aber bei meinen nie über Kot nachgewiesen werden. Es wurde nach Ausschlußverfahren diagnostiziert.
    Nach dem Tod der Wellis habe ich sie immer obduzieren lassen und die Megas wurden nur im Drüsenmagen nachgewiesen.
    Nur bei der letzten Wellihenne waren die Megas im Kot nachzuweisen, da sie einen starken Befall hatte und schon an GLS litt.

    Der eine Wellihahn ist bei mir nachweislich an einem Tumor gestorben und hat die Megas nicht gehabt, obwohl er sehr engen Kontakt zu seinem erkrankten Partner hatte ( Schnäbeln )
    Von daher denke ich, das nicht zwangsläufig, jeder Welli sich ansteckt.

    Ich drück dir die Daumen für deinen Piepser.

    Liebe Grüße
    Andrea

  11. #11

    Gast

    Standard

    Das mit dem Quellfutter habe ich mir angenommen und das funktioniert auch um einiges besser als den Tee als Trinkwasser zu reichen. Ich denke da ist niemand dran gewesen, zumindest nicht aufmerksam.

    Wie ist die Dosierung mit dem Apfelessig am optimalsten aus Euren Erfahrungen? Ich habe auch da wieder viel über die Zusammensetzung gelesen, welche Aussagen sich aber oft nicht decken.

  12. #12

    Canette
    Ist Futterfest Benutzerbild von Canette


    Ein Aktivitätssterne

    Besitzt keine Vögel


    Standard

    Hallo Andreas,

    ich dosiere 1 Esslöffel Essig auf 500 ml Wasser und verteile das in die Näpfe.

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