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Thema: Eine einzelne Megabakterie...

  1. #1

    Gast

    Standard Eine einzelne Megabakterie...

    Hallo zusammen,

    ...wohnt nun auch bei uns. Sie wurde im Kot eines Wellensittichweibchens gefunden.
    Keine Ahnung, wie das Viech hier reingekommen ist, sämtliche Eingangschecks waren immer unauffällig. Blöderweise ist der Erreger ja nicht immer nachweisbar.

    Da aktuell kein Vogel an den Viechern erkrankt ist, lasse ich sie so weiterleben, wie bisher. Mein Schwarm ist gesundheitlich relativ stabil. Sie bekommen ab jetzt gelegentlich Thymiantee verabreicht.

    Macht es eigentlich Sinn, in bestimmten zeitlichen Abständen Kotproben auf Megabakterien untersuchen zu lassen?

  2. #2

    Mutzie
    Ist Futterfest Benutzerbild von Mutzie


    Ein Aktivitätssterne

    2 Wellensittiche


    Standard

    Zitat Zitat von sepiaschale Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ...wohnt nun auch bei uns. Sie wurde im Kot eines Wellensittichweibchens gefunden.
    Keine Ahnung, wie das Viech hier reingekommen ist, sämtliche Eingangschecks waren immer unauffällig. Blöderweise ist der Erreger ja nicht immer nachweisbar.

    Da aktuell kein Vogel an den Viechern erkrankt ist, lasse ich sie so weiterleben, wie bisher. Mein Schwarm ist gesundheitlich relativ stabil. Sie bekommen ab jetzt gelegentlich Thymiantee verabreicht.

    Macht es eigentlich Sinn, in bestimmten zeitlichen Abständen Kotproben auf Megabakterien untersuchen zu lassen?
    Hallo,

    es kommt häufig vor, dass Wellensittiche Träger von Megabakterien sind, die Krankheit aber nicht ausbricht. Du solltest aber auf jeden Fall generell, auch wenn es dem Schwarm gut geht, komplett auf Zucker sprich auch auch Fruktose verzichten, da die Megabakterien sich davon ja ernähren - und sicherlich sind mehr als eine in dem Vogel - dann vermehren sie sich rasch.

    Wir haben Megabakterien im Schwarm, deshalb lasse ich aber keine regelmäßigen Kot-Proben nehmen. Aber ich achte generell gut auf die Vögel, gewogen wird auch einmal die Woche (da man oft an der Gewichtsabnahme schon erkennen kann, wenn wirklich ein Schub kommt). Und wenn es einem Vogel nciht gut geht, gehe ich sofort zum Arzt und da wird dann natürlich direkt auch der Kot untersucht.

    Viele Grüße
    Mutzie

  3. #3

    Emila
    Frisch geschlüpft Benutzerbild von Emila


    Keine Aktivitätssterne

    Besitzt keine Vögel


    Standard

    Hier noch ein informativer Link: http://www.welli.net/megabakteriose.html

    Eine vorbeugende Kur mit PT12 (Laktobazillen) kann ich dir sehr empfehlen.

    Alles Gute!

    Liebe Grüße

    Emila

    PS: Zur Verabreichung ein Tipp: Reis gut abkochen und ins PT12 tunken. Meine Wellis nehmen das so sehr gerne an.

  4. #4

    Gast

    Standard

    Hallöle,

    Zitat Zitat von Mutzie Beitrag anzeigen
    es kommt häufig vor, dass Wellensittiche Träger von Megabakterien sind, die Krankheit aber nicht ausbricht.
    Das habe ich ja jetzt gemerkt. Ich habe die Viecher jetzt seit mindestens vier Monaten im Bestand.

    Zitat Zitat von Mutzie
    Du solltest aber auf jeden Fall generell, auch wenn es dem Schwarm gut geht, komplett auf Zucker sprich auch auch Fruktose verzichten (...)
    Natürlich.
    Meine Tiere bekommen selten Grünfutter und Frischkost, aber Obst finden sie im Allgemeinen weniger toll, als diverse Gemüsesorten. Grünfutter steht hingegen ganz hoch im Kurs. Also ist Obst ab jetzt gestrichen...

    Zitat Zitat von Mutzie
    Wir haben Megabakterien im Schwarm, deshalb lasse ich aber keine regelmäßigen Kot-Proben nehmen.
    Meine Frage zielte auch eher auf eine Sammelkotprobe ab. Macht das Sinn?

    Zitat Zitat von Mutzie
    Aber ich achte generell gut auf die Vögel, gewogen wird auch einmal die Woche (da man oft an der Gewichtsabnahme schon erkennen kann, wenn wirklich ein Schub kommt).
    Haben sich die Schübe bei Deinen Vögeln nur durch Gewichtsabnahme, oder auch durch allgemeine Krankheitsanzeichen (Apathie, Erbrechen... usw.) geäußert? Wurden jedes Mal beim TA Megabakterien nachgewiesen?

    @Emilia:
    Danke für den Link!

    Ich habe ein ähnliches Präparat wie PT12, allerdings müsste ich mal nachschauen, inwiefern dort Zucker enthalten ist.

    Eine ganz allgemeine Frage:
    Besteht jemals die Chance, dass die Viecher komplett aus einem Bestand verschwinden können?
    Ich habe hierzu bislang leider keine Informationen finden können.

  5. #5

    Emila
    Frisch geschlüpft Benutzerbild von Emila


    Keine Aktivitätssterne

    Besitzt keine Vögel


    Standard

    Zitat Zitat von sepiaschale Beitrag anzeigen

    Ich habe ein ähnliches Präparat wie PT12, allerdings müsste ich mal nachschauen, inwiefern dort Zucker enthalten ist.

    Eine ganz allgemeine Frage:
    Besteht jemals die Chance, dass die Viecher komplett aus einem Bestand verschwinden können?
    Ich habe hierzu bislang leider keine Informationen finden können.
    Du meinst bestimmt BirdBeneBac. Das enthält Zucker (siehe http://www.tiershop.de/hauptseit_top...id,827,kd.html).

    Die Krankheit ist unheilbar, noch. Man kann den Krankheitsverlauf verlangsamen, gänzlich kann man den Bestand davon nicht befreien. Das gängigste und wirksamste Mittel bei Wellensittichen ist das Ampho Moronal, das aus der Humanmedizin kommt. Es kommt dann zum Einsatz, wenn die Krankheit ausbricht (Würgen, Durchfall, Gewichtsverlust). Manche Vögel sind infiziert, werden aber nicht krank, viele jedoch schon.

    In einer Dissertation habe ich gelesen, dass viele Ärzte bzw. Forscher abraten, den gesamten Bestand zu behandeln. Die Pilze gehen eh nie weg, man kann nur die Anzahl eindämmen. So macht es wenig Sinn einen beschwerdefreien Vogel Medizin zu verabreichen, die zB. stark der Leber schaden kann/schadet.

    Wichtig ist, dass du wichtige Maßnahmen ergreifst (siehe Artikel). Es muss nicht heißen, dass deine Vögel jetzt krank werden. Wenn sie krank werden, musst du zum Tierarzt und die Behandlung mit Ampho absprechen. Oft haben solche Vögel Probleme mit Sekundärinfektionen. Da muss eventuell noch mit anderen Medikamenten behandelt werden.

  6. #6

    Gast

    Standard

    Nein, BirdBeneBac meine ich nicht. Das Zeug nennt sich Liviferm. Dort sind Fructooligosaccharide enthalten - also wohl doch eine Art Zucker. Heißt im Endeffekt, ich werde auf PT12 umsteigen. Gut zu wissen.

    Und nein, ich werde definitiv keinen gesunden Vogel behandeln, da stimme ich Dir zu. Das widerstrebt mir, weil ich von prophylaktischen Behandlungen nicht wenig halte.

    Ich bin nach wie vor nicht begeistert, Megabakterien im Bestand zu haben, allerdings glaube ich, dass wir das schon irgendwie hinbekommen werden. Maßnahmen, die ich ergreifen werde, ist das Streichen von Obst, sowie gelegentliche PT12-Kuren (Wie lange?) und die Verabreichung von Thymiantee.
    Die Tatsache, dass ich einen gesundheitlich relativ stabilen Schwarm habe und nur selten beim TA bin, gibt mir Hoffnung, dass die Viecher weiterhin nur Untermieter bleiben...

  7. #7

    Emila
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    Standard

    Wichtig ist das Reichen von verdaulicher Nahrung. Du solltest öfters grüne Hirse und Keim- bzw. Koch- bzw. Quellfutter anbieten. Damit entlastet du die Verdauung. Grit solltest du nur selten geben (obwohl es sehr wichtig ist für die Verdauung), weil die scharfen Kanten bei einem schon eh gereizten Verdauungstrakt (insbesondere in Zeiten eines Schubs) reizen können.

    Thymiantee würde ich nicht oft anbieten. Persönlich habe ich keine gute Erfahrung gemacht. In der Zeit, wo ich Thymiantee in Verbindung mit Keimfutter angeboten habe, spuckte der Vogel überdurchschnittlich viel Schleim. Von einer vk TA habe ich gehört, dass dieser tatsächlich schleimfördernd ist. Manche sagen, dass er eher schleimlösend ist. Ich weiß nicht, wie man diesen Sachverhalt beurteilen kann. Vielleicht meldet sich jemand zu Wort?!

    Beachte deine Vögel vor allem während der Mauser gut im Auge. Jede Schwächung des Immunsystems könnte einen Schub verursachen. Alle Maßnahmen, die das Immunsystem stärken, sind wünschenswert.

  8. #8

    Gast

    Standard

    Hi Emilia,

    das Reichen von leicht verdaulicher Nahrung ist insbesondere bei einem Schub sehr wichtig, oder?
    Ich gebe meinen Tieren ehrlich gesagt ungerne Keimfutter (Krankheit ist was anderes), weil das den Bruttrieb steigert und die Tiere dann wieder voll in Wallung kommen. Halbreife Hirse ist kein Problem, die gibt's hier sowieso gelegentlich (aus eigenem Anbau :-)).

    Zu Thymiantee habe ich bislang noch nichts Negatives gelesen. Eventuell weiß ja noch jemand etwas dazu...

    Was sagst Du denn zu der PT-12 Kur bezüglich der Dauer? Das würde mich noch interessieren. Ich hielte eine Woche im Abstand von sechs Wochen beispielsweise für angemessen. Ansonsten bekommen meine Tiere natürlich das Übliche zur Immunsystemstärkung - viel Freiflug, frische Zweige, frische Luft und wenig Stress.

  9. #9

    Emila
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    Standard

    Zitat Zitat von sepiaschale Beitrag anzeigen
    das Reichen von leicht verdaulicher Nahrung ist insbesondere bei einem Schub sehr wichtig, oder?
    Stimmt. Da solltest du es wirklich jeden Tag machen, sogar 2 Mal täglich. Ansonsten wäre es sicher eine große Unterstützung. Ich hab nur Männchen zu Hause, bei mir ist das kein Problem. Das musst du abwägen. Wenn sie in irgendeiner Weise geschwächt sind (ZB. Mauser), dann würde ich es auch anbieten.

    Zur Verabreichung: habe jetzt nachgeschaut. Erstanwendung 10 bis 14 Tage Anwendungszeitraum, Folgeanwendung 2 Mal im Monat bzw. 1 Mal wöchentlich zur Prophylaxe. Bei Durchfall (bakterieller oder mykotischer Art --> Pilze!) mind. 14 bis 21 Tage lang. Bei Megas!!! Behandlungszeitraum von 3-4 Wochen. Später regelmäßig 2Wochenkur. Während und nach Medigabe vor allem, bei vorhersehbaren Stressituationen (TRansport, Urlaub, usw.) ist eine Anwendung ratsam.

    Anwendung: direkt über Körnerfutter, Weichfutter, Keimfutter.

  10. #10

    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Emila Beitrag anzeigen
    Ich hab nur Männchen zu Hause, bei mir ist das kein Problem.
    Ich habe doppelt so viele Hähne wie Hennen. Wenn hier die Brutstimmung ausbricht, kann das chaotisch werden.

    Wie sieht es bei Dir hinsichtlich der Schübe aus - hatten Deine Tiere schon welche? Magst Du ein bisschen über deren Verlauf erzählen? Bislang wusste ich nur grob über Megabakterien Bescheid, aber jetzt, wo ich die Teile selber im Schwarm habe, sauge ich Infos darüber auf wie ein Schwamm...

  11. #11

    Emila
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    Standard

    Ich habe auch einen Hahn, der permanent "scharf" ist, weil er mich ständig anbalzt und "besteigen" möchte *gg*

    Den Beitrag (http://www.welli.net/megabakteriose.html) samt Erfahrungsbericht habe ich geschrieben. Da kannst du meine Geschichte lesen. Seit Feb. 2009 weiß ich mit 100%iger Sicherheit, dass ich Megas im Schwarm habe. Ende Mai 2010 fing der erste Schub an, weil mein Welli eine schwere Mauser hatte. Der Schub dauerte sehr lange an. Mittlerweile gehts im wieder sehr gut. Insg. habe ich 3 Wellis und nur 1 ist nach über einem Jahr erkrankt.

    Der Schub war zunächst sehr schwach. Der Vogel flog nicht mehr so oft, plusterte ein bisschen, schlief vermehrt und würgte öfters mal trocken. Körner gespuckt haben sie nie. Mit PT12 habe ich den Zustand halten können. Gemüse hatte ich damals vom Speiseplan gestrichen. Als es ihm besser ging, bot ich wieder Grünzeug an. Gleich am ersten Tag als ich nach Hause kam, dachte ich, mich trifft der Schlag. Das Gefieder war voller Schleim, der Kot sehr dünnflüssig. Ich dachte, dass er die Nacht nicht übersteht. PT12 habe ich sofort direkt in den Schnabel verabreicht und am nächsten Tag mit der Behandlung mit Ampho begonnen.

    Insgesamt habe ich ca. 3 1/2 Wochen behandelt. Seitdem gehts ihm super. Als ich mit Ampho begonnen habe, gings ihm schlagartig besser. Kein Spucken, kein Schleim, besserer Kot, aber trocken würgen. Dann wieder schlechter, auch mit Körnern im Kot. Wichtig ist, dass man regelmäßig Ampho verabreicht und sicherstellt, dass der Vogel die Dosis bekommt. Da ich nie Medis verabreichen musste, hat das am Anfang nicht so gut geklappt. Die Schwankungen bzw. die lange Zeit bis es ihm wieder besser ging erkläre ich mir so, dass er nicht immer die ausreichende Dosis bekommen hat. Nach einer Woche hatten wir aber mit dem Einfangen und Verabreichen überhaupt keine Probleme mehr. Nach 2 Minuten war die Sache erledigt und es ging ihm wieder besser.

    Jetzt mache ich eine 3 Wochen-Aufbaukur mit PT12, verabreicht auf Reis. Mit dem Gemüse gehe ich sparsam um. Ich will den Darm noch schonen. Keimfutter gibts täglich, noch. Eine halbe Kolbenhirse gibts auch. Er wiegt wieder normal.

  12. #12

    Mutzie
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    Zitat Zitat von sepiaschale Beitrag anzeigen
    Meine Frage zielte auch eher auf eine Sammelkotprobe ab. Macht das Sinn?


    Haben sich die Schübe bei Deinen Vögeln nur durch Gewichtsabnahme, oder auch durch allgemeine Krankheitsanzeichen (Apathie, Erbrechen... usw.) geäußert? Wurden jedes Mal beim TA Megabakterien nachgewiesen?

    @Besteht jemals die Chance, dass die Viecher komplett aus einem Bestand verschwinden können?
    Ich habe hierzu bislang leider keine Informationen finden können.
    Hallo,

    ich gebe auch keine Sammelprobe ab.Weiss ja, dass wir die Megas haben, was soll ich da noch Sammelproben abgeben. Die Viecher werden wohl nie komplett aus dem Bestand verschwinden, davon gehe ich wenigstens von aus.

    Bei meinen Vögeln hat sich bisher die Megabakteriose bei jedem einzelnen anders gezeigt. Ohne Begleiterscheinungen nur Gewichtsabnahme. Mit Durchfall und Gewichtsabnahme. Ohne Gewichtsabnahme, dafür aber Sekundärkrankheiten wie Colibakterien etc.. Unsere Lucy hat damals immer gewürgt mit und ohne Körner aussspucken, aber ohne Gewichtsabnahme. Bei ihr wurden damals die MEgas nicht nachgewiesen, aber sie hatte laut TA alle Anzeichen dafür und wurde dann auch mit Ampho Moronal (erfolgreich) behandelt. Bei einer späteren Kotprobe konnte man dann aber Megas sehen.

    Wenn wir in Urlaub fahren dann bekommen meine Hennen oft Durchfall durch den Stress, Mausern dann und nehmen dann auch oft ab. Es ist wirklich sehr unterschiedlich.

    Drücke Dir die Daumen, dass Du die Krankheit in den Griff bekommst.

    Viele Grüße
    Mutzie

  13. #13

    Gast

    Standard

    Hallo zusammen,

    ich habe sehr oft gelesen, dass die Megabakterien im Verdauungstrakt der Vögel gehörigen Schaden anrichten können. Könnte mir eventuell irgendjemand erklären, wie genau die Megabakterien da ''wirken''?

    Seit gut sechs Monaten weiß ich, dass hier auch Megabakterien hausen - Gott sei Dank sind sie auch nach wie vor ''inkognito'' unterwegs, sprich meine Tiere sind allesamt ohne Auffälligkeiten und haben auch die ein oder andere stärkere Mauser problemlos überstanden (ich füttere lediglich Körnerfutter, sowie gelegentlich Knaulgrassamen und manchmal ein wenig Grünzeug... Obst und Gemüse sehr selten, keine Futterzusätze). Trotz dieser offensichtlichen Beschwerdefreiheit - können die Megabakterien trotzdem physiologische Schäden hervorrufen, ohne, dass diese mit Krankheitsanzeichen einhergehen? Das würde mich einmal sehr interessieren...

    Zudem würde mich interessieren, welche Alternativmethoden als ''Vogel fangen und rein mit dem Zeug'' in Betracht kämen. Ich las bereits davon, das Amphomoronal auf Kolbenhirse zu geben. Wie sinnig ist das?
    Zugegeben, ich gehöre nicht gerade zu den Optimisten, aber ich versuche derzeitig, mit einem Vogel für den Ernstfall zu üben - das Ziel soll sein, dass er freiwillig aus einer Spritze trinkt. Mal sehen, wie uns das gelingt.

  14. #14

    Bettry
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    Album von Bettry

    Standard

    Huhu,

    also mir wurde erklärt, dass die Pilze den pH-Wert im Magen verändern, so dass die Verdauungsenzyme nicht mehr mehr optimal wirken können bzw. mit zunehmender Parasitenbelastung immer schlechter. Meine Vögel sind auch beide betroffen, aber *auf holz klopf* bis jetzt ohne akuten Schub. Kleine, tickende Zeitbomben sind das...

    Die Symptome sind halten sich in Grenzen. Hin und wieder Körnchen im Kot oder Trockenwürgen. Kontrolliere Gewicht und Verhalten genau und hoffe, dass der kleine Körper die fiesen Pilze in Schach hält. Bin auch hin und her gerissen, ob ich einfach behandeln soll oder nicht.

    PRO: Schäden des Verdauungstraktes verringern, Wohlbefinden steigern und geringe Aussicht auf vollständige Heilung

    KONTRA: Bildung von Resistenzen gegen Ampho wenn kein Schub vorliegt, Stress für Vögel und vor allem Frauchen

    Bin auch ratlos...

  15. #15

    Gast

    Standard

    Hallo,

    Zitat Zitat von Bettry Beitrag anzeigen
    also mir wurde erklärt, dass die Pilze den pH-Wert im Magen verändern, so dass die Verdauungsenzyme nicht mehr mehr optimal wirken können bzw. mit zunehmender Parasitenbelastung immer schlechter.
    Geht man davon aus, dass wirklich etwas an den Gegebenheiten im Verdauungstrakt verändert wird, müsste sich das auch im Verhalten bzw: Gesundheitszustand des Vogels bemerkbar machen. Heißt also: Fitte Vögel - Megabakterien werden von Immunsystem in Schach gehalten; kranke Vögel - Immunsystem hält sie nicht in Schach. So erscheine mir das logisch, es ist nur die Frage, ob das auch wirklich so ist.

    Zitat Zitat von Bettry Beitrag anzeigen
    Bin auch hin und her gerissen, ob ich einfach behandeln soll oder nicht.
    Einfach behandeln, ohne dass ein Tier Symptome zeigt, würde ich nicht. Das kollidiert nämlich stark damit, dass bei Megabakterien im Schwarm versucht werden sollte, das Immunsystem aufrecht zu erhalten bzw. zu stärken. Einfangen und Medikamente geben ist ja jetzt doch keine unbedingt stressfreie Prozedur. Von der unnötigen Belastung der Organe mal abgesehen...

  16. #16

    Bettry
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    Album von Bettry

    Standard

    Zitat Zitat von sepiaschale Beitrag anzeigen
    Einfach behandeln, ohne dass ein Tier Symptome zeigt, würde ich nicht.
    Naja ganz symptomfrei sind sie bei mir nicht. Pitri frisst mehr, als sein Kumpel und ist trotzdem leichter. Außerdem finde ich Körner oder Teile davon im Kot, wenn ich danach suche. 5 Häufchen sind das schon pro Tag ... Das Allgemeinbefinden ist jedoch super und der Zustand hat sich in den letzten 4 Monaten weder zum positiven noch zum negativen verändert.

  17. #17

    cerise
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    Zitat Zitat von Bettry Beitrag anzeigen
    Außerdem finde ich Körner oder Teile davon im Kot, wenn ich danach suche. 5 Häufchen sind das schon pro Tag ...
    Deine Wellis haben seit Monaten täglich Körner im Kot? Das klingt für mich schon ziemlich krass... Aber andererseits nehmen sie nicht ab, habe ich das richtig verstanden? Was sagt denn der vkTA dazu?

  18. #18

    Bettry
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    Album von Bettry

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    Ja so ist das. Nachts leg ich öfter Küchenrolle aus um den Kot beider Tiere einzeln zu beurteilen ... da habe ich noch nie Körner gefunden. Eher tagsüber und dann kann ich den Vogel nicht ausmachen, von dem die Körner stammen. Ein akuter Schub ist bis jetzt aber ausgeblieben. Ich kontrolliere das Gewicht wöchentlich und es ist völlig OK. Über diesen Zeitraum (Juli) wurden beim vkTA bereits mehrere Kotproben untersucht, die letzte vor 3 Wochen. Bis jetzt war der Pilz nur einmal vereinzelt bei einem Welli nachweisbar. Beide waren nach einer Fehlbehandlung mit einem immunsystem-hemmenden Mittel vom Normalo-TA 5 Tage in der Vogelklinik und wurden mit Ampho behandelt. Auch beim Kloakenabstrich wurde nix festgelstellt. Da ich beide akribisch kontrolliere, hab ich auch den Segen der Klinik. Wenn ich eine sukzessive Gewichtsabnahme sehe, dann kann ich sie sofort auf Station geben und dann werden sie durchgecheckt. Vielleicht schafft es der kleine Körper ja alleine mit den Parasiten zurecht zu kommen. PT-12 gebe ich zur Unterstützung und achte auch sonst sehr auf einen gesunden Speiseplan.

  19. #19

    Jackymama
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    Besitzt keine Vögel


    Standard

    Hallo zusammen,

    das mit den Körnern im Kot ist nicht immer einfach rauszufinden...wenn sie nicht auf der Küchenpapierauslage zu sehen sind, dann sinds vielleicht nur Körner die runtergefallen sind...das sehe ich auch immer wieder!

    Ansonsten: nicht soooviel Angst vor den Megas! Zumindest akutell, wenn kein Schub, keine Anzeichen von Symptomen da sind!!! Bleibt alles beim Alten!!!!
    Außer: es hilft absolut auf Zucker usw. zu verzichten, Apfelessig zu geben!!!!!
    Ich gebe hin und wieder Gurke und ansonsten nur Kräuter usw. alles natürliche, aber keine süßen Gemüsesorten.

    Und super positiv: kein STRESS für die Vögel!!! In meinen Augen die beste Prävention...

    Bei uns alles im Griff aktuell, gott sei dank nur eine Kur mit Ampho war notwendig.
    Aktuell: ohne großen Nachweis im Kot.
    Meine vkTä hat jedoch empfohlen: alle 4 Wochen zu untersuchen! Zumindest, bis es über längere Zeit NEGATIV war!

    Alles Gute!!!

  20. #20

    Gast

    Standard

    Hallo zusammen,

    beim Durchforsten dieses Thema ist mir diese Frage aufgefallen, die noch nicht wirklich beantwortet wurde:

    Zitat Zitat von sepiaschale
    Zudem würde mich interessieren, welche Alternativmethoden als ''Vogel fangen und rein mit dem Zeug'' in Betracht kämen. Ich las bereits davon, das Amphomoronal auf Kolbenhirse zu geben. Wie sinnig ist das?
    Es wäre wirklich toll, wenn mir jemand dazu etwas sagen könnte - und sei es nur die eigene Einschätzung. :-)

    Übrigens: Meine Vögel sind - nach mindestens neun Monaten mit nachgewiesenen Megabakterien im Bestand - immer noch symptomfrei - kein verändertes Verhalten, keine Körner im Kot, keine Gewichtsabnahme, nichts. In der Zeit bin ich mit zwei Vögeln beim TA gewesen, aber ihre Unpäßlichkeiten hatten nichts mit Megabakterien zu tun (Da lasse ich immer drauf untersuchen).

  21. #21

    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von sepiaschale Beitrag anzeigen
    Es wäre wirklich toll, wenn mir jemand dazu etwas sagen könnte - und sei es nur die eigene Einschätzung. :-)
    Du kannst ja dann nicht garantieren, dass genau die notwendige Menge aufgenommen wird. Und ich finde das könnte eine ziemliche Sauerei geben.

    lg Jule

  22. #22

    Bettry
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    Album von Bettry

    Standard

    Ich freu mich, dass es deinen Piepsern gut geht und dass sie noch keinen Schub hatten. Das lässt einen ja hoffen!

    Zur Frage:

    Ich denke, Nune hat Recht. Bei so einem starken Medikament sollte die Dosierung schon genau eingehalten werden, damit die Aufnahme der richtigen Menge gewährleistet wird. Vor allem auch unter den Vögeln ... es sei denn, der Patient kommt in einen extra Käfig. Da reicht es schon, wenn's zwei zu behandelnde Vögel sind und der eine frisst mehr und der andere weniger. Die Gafahr, dass alles andere orange gefärbt wird (einschließlich Vogel, Käfig und Tapete) ist glaube nicht zu verachten

    Ich weiß auch gar nicht wie das Medikament gelagert wird und ob sie Wirksamkeit noch gewährleistet ist, wenn es ein paar Stunden im Käfig hängt. Ist ja mit dem PT-12 das Gleiche ... keine Ahnung ob meine Wellis überhaupt noch lebende Lactobazillen mit dem Futter aufnehmen, wenn das Zeug bei -20°C oder max. 4 Wochen bei 4°C gelagert werden soll.

  23. #23

    Gast

    Standard

    Hallo zusammen,

    anlässlich eines merkwürdigen Verhaltens bei einem meiner Vögel und einem pathogenen Röntgenbefund, wird nun genau dieser Vogel auf Verdacht mit Amphomoronal behandelt, da der leicht vergrößerte Drüsenmagen durchaus auf Megabakterien hinweisen kann, ohne dass die Dinger nachgewiesen wurden (war gestern wieder nicht der Fall).
    Wenn sich durch die Behandlung nichts großartig bessern sollte, haben wir zumindest die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Sammys merkwürdige Eigenart (einer Partnerfütterung ähnlich sehende Würgebewegungen nach der Nahrungsaufnahme) nicht von den Megabakterien erzeugt wurde.
    Vom Allgemeinzustand her ist der Vogel stabil und vom Gewicht her ebenfalls.

    Nun erwarten uns einige unschöne Tage. Mein TA sagte, dass wenn sich nichts bessert im Verhalten, müsste ich die Behandlung nicht komplett durchziehen. Ich halte das für durchaus sinnhaft. Der Vogel wird mich nach der Behandlung sicherlich hassen. (-:

  24. #24

    Bettry
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    Album von Bettry

    Standard

    Das tut mir leid, dass ihr jetzt mit der Behandlung beginnen müsst
    Wurde denn auch ein Kropfabtrich gemacht? Ich hab bei meinem Joshy im Oktober/November das gleiche Verhalten beobachtet: es würgte öfter, als wäre ihm übel. Oft nach dem Fressen oder wenn er sehr aufgeregt war. Mir ist aufgefallen, dass meine beiden Jungs sich in dieser Zeit sehr oft gefüttert haben. Und diese permanente mechanische Reizung kann auch Übelkeit verursachen. Ich hab sie sicherheitshalber beide in die Klinik geschafft und es wurde eine mykologische und parasitologische Untersuchung von Kot und Kropfabstrich über 2 Tage durchgezogen: ohne Befund. Joshy hat dort auch nicht einmal gewürgt. Aber als er mich gesehen und gehört hat, als wir sie wieder abholen wollten gab es ein riesiges Spektakel. Ich war total gerührt, weil mich meine (scheuen) Wellis wohl doch irgendwie als vertraute Person erkannt haben. Jedenfalls hat der Joshy vor den Augen beider Tierärzte mit tierisch mit Würgen angefangen ... vor Aufregung wahrscheinlich.

    Ohne sicheren Befund würd ich mir das mit der Ampho-Behandlung überlegen. Die Nebenwirkungen können wirklich schlecht abgeschätzt werden. Das Würgen hat bei uns wieder aufgehört. Ich hab diese Woche wiedermal ne Kotprobe abgegeben: negativ. Obwohl das ja die Infektion nicht mit Sicherheit ausschließt. Aber bei einem mittelgradigen oder hohem Befall sollte man es sehen. Wenn er geringer ist sollte man beobachten, ob das Immunsystem sich nicht von alleine mit dem Eindringling arrangiert.

    Bin grad selber bissl verunsichert, weil ich mir nicht sicher bin ob damals auch der frische Kropfabstrich auf den Pilz untersucht wurde. Bei der Kultivierung geht das ich glaube nicht, weil er sich nicht oder nur sehr schwer anzüchten lässt.

    Alles Liebe!

  25. #25

    Gast

    Standard

    Hallöle,

    Klinik und Befund müssen bei Megabakterien nicht immer identisch sein, aber angesichts der erkennbaren Veränderungen auf dem Röntgenbild scheiden Megabakterien als Verursacher nicht mehr 100%ig aus. Deswegen die Behandlung auf Verdacht. Wenn sich nach der Gabe von Amphomoronal nichts ändert, dann kann man die Megabakterien ausschließen, denke ich. Bleibt letzten Endes eventuell noch ein psychischer Grund für das Würgen. Es handelt sich hierbei nicht um ein Würgen, wie man es sonst kennt - es ist das Hochwürgen, welches beobachtet werden kann, wenn die Tiere einander füttern. Der Vogel hat noch nie Körner dabei erbrochen.

    Kot ist bereits mehrfach untersucht worden. Einen Kropfabstrich inklusive dem Anlegen einer Kultur erfolgte auch schon, allerdings nicht gestern. Das wurde beim letzten Mal gemacht, da war aber nichts zu finden.

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