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Thema: George, der Galgo

  1. #1

    budgie-4-ever
    Welli.netTeam Benutzerbild von budgie-4-ever

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    Album von budgie-4-ever

    Standard George, der Galgo

    Hallöchen zusammen,

    wie an anderen Stellen schon erwähnt, bereichert nun auch ein Vierbeiner mein Leben. Damit ging für mich ein Lebenstraum in Erfüllung. Meine Grosseltern hatten immer Hunde, und so gehörten sie immer mit zu meinem Leben dazu.

    Im Tierheim meiner vorherigen Wohngegend gibt es den Hundespazierdienst, da habe ich mich gerne engagiert und die Vierbeiner ausgeführt. So kam ich über die Jahre mit ganz verschiedenen Hunderassen und Charakteren in Berührung.

    Mein Traum war schon immer ein Windhund. Mein Vater wuchs mit einem Grehound auf, die sind in England ziemlich verbreitet, aber hier auf dem Kontinent kommt man kaum zu einem. Dem Greyhound ist der Galgo Espagnol sehr ähnlich, von allen Windhunderassen sogar am ähnlichsten. Wie der Name schon andeutet, kommen sie in Spanien vor. Dort werden sie noch heute nicht als Heim- sondern als Nutztiere gehalten und zur Hasenjagd gezüchtet und eingesetzt. Wenn dann die Jagdsaison vorbei ist, erleiden viele der Galgos ein schreckliches Schicksal und schaffen es noch nicht einmal ins Tierheim.

    Dank meinem Engagement im erwähnten Tierheim und dem regelmässigen Lesen der HP kam ich schon vor ein paar Jahren auf eine verlinkte Schweizer-Organisation, die in Zusammenarbeit mit einer spanischen Organisation Galgos in die Schweiz bringen lässt, entweder selber in der Hundepension bis zur Endvermittlung behält oder auf dazu gehörende Pflegestellen platziert, bis ein endgültiges Zuhause gefunden wird. Dank diesem netzartigen Geflecht wird gewährleistet, dass kein Hund, der in die Schweiz kommt, je wieder nach Spanien zurück muss. Und wenn es mal Probleme auf einer Endstelle gibt, sich die Lebensumstände so geändert haben, dass man dem Tier nicht mehr gerecht werden kann, dann kommt es wieder auf eine der Pflegeplätzen für die Weitervermittlung, ohne im Tierheim zu landen.
    Dieses gut durchdachte Konzept ermutigte mich, mich für einen Hund aus dem Ausland zu entscheiden. Und das tolle ist, dass die, die die Hunde vermitteln, auch wirklich wissen, was für einen Hund sie da vermitteln, denn sie kennen ihn und seine evtl. Baustellen, können abschätzen, was für ein zukünftiges Zuhause das Tier braucht.

    Ja, und da werden nun also auf der HP der Orga die Tiere mit Bild und Video vorgestellt, zum einen auf der HP von Spanien, zum anderen auf der HP der Schweiz. Da bekommt man shcon einmal einen guten Einblick. Dann kann man sich bei Interesse melden und um ein Bewerbungsformular bitten, das man ausfüllen muss, ehe man das gewünschte Tier kennenlernen kann.
    Ja, und so kam es dann, dass George, seine Fotos, die Berichte von ihm und die Videos mein Interesse weckten, ich das Formular ausfüllte, zweimal lange mit ihm spazieren war und ihn dann schliesslich zu mir nahm.
    George ist ein Rüde, ca. 2 1/2 Jahre alt, etwa 60cm gross (für einen Rüden ist das eher klein), war schon über ein Jahr in einem spanischen Tierheim ehe er zur spanischen Partnerorgansiation kam und dann letzten November in die Schwiz ausgereist ist. Wahrscheinlich wurde er für eine Jagsaison verwendet und dann abgegeben. Das würde auch erklären, weshalb in Federvieh überhaupt nicht interessiert, hingegen Mäuse, Eichhörnchen, Hasen und auch Katzen in sofort in Jagsmodus versetzen. Bei ihm ist der Jadtrieb aber nicht allzu stark ausgeprägt, da er auch da jederzeit ansprechbar ist.

    Ich muss sagen: Es passt einfach. Er ist absolut problemlos, nicht ängstlich, voller Lebensfreude, neugierig und aufgeschlossen und doch in sich ruhend. Im Haus galgo-typisch kaum hörbar, verschmust und viel am Schlafen, draussen dafür umso aufgeweckter unterwegs, ohne Probleme Menschen oder anderen Hunden gegenüber.

    So, genug geschwafelt, hier ein paar Bilder.

    Draussen gibt es viel zu entdecken




    Ein Sonnenplätzchen geniesst man immer


    Neues Kennenlernen ist ja sooo anstrengend, da bleibt nicht einmal genug Kraft, das Geschirr und die Leine los zu machen...


    Schlafen ist schööön (gut, ich gebe zu, den Bären hab' ich so platziert fürs Foto )


    So, das war ein kleiner Einblick, wie ich zu meinem Hund kam.

    Liebe Grüsse
    Lena


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  2. #2

    Pezzy
    ForenTeam Benutzerbild von Pezzy

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    Album von Pezzy

    Standard

    Hallo Lena,

    danke für den ausführlichen Bericht. Wirklich toll, dass es solche Organisationen gibt und natürlich, dass du so einen vom Schicksal gebeutelten Hund aufgenommen hast. Leider haben noch viel zu viele Menschen, falsche Meinungen über Hunde aus dem Tierheim oder aus den Ausland, von wegen diese Hunde sind gestört und werden nie zahm und ähnliches.

    Dein George sieht sehr lieb und zufrieden aus. Ich selbst mag eher kleine und dickere Hunde und bin mit yorkies aufgewachsen, aber man muss einen Hund einfach sehen und entweder es passt oder nicht. Bei dir ist der Funke scheinbar da gewesen und ich beglückwünsche dich zu George.

    Ich wünsche dir eine lange schön Zeit mit ihm, und in deinem schönen Urlaubsparadies kann das Gassigehen nur Spaß machen.

    Wünsche euch alles Gute.

  3. #3

    Kleiner Prinz
    Wohnt hier Benutzerbild von Kleiner Prinz

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    Standard

    Liebe Lena,

    es ist immer so schön, von einem Happy End bei Tieren (oder Menschen) zu lesen, die in der großen Lotterie der Geburt zunächst kein gutes Los gezogen hatten. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie gerade Hunde trotz schlechter Erfahrungen mit dem Menschen vertrauensvoll in ihr neues Leben starten können. George liegt auf dem Sofa, wie wenn er nie etwas anderes gekannt hätte!

    Zweimal war ich Flugpatin für spanische Tierheimhunde, die die entsprechende Organisation aus den Tötungsstationen geholt und nach Deutschland vermittelt hatte: Es waren ganz gesunde liebe Kerlchen, der letzte noch ein Welpe, der mit ins Handgepäck durfte...

    Erstaunlich finde ich ja, dass er sich jagdmäßig für alles außer Vögel interessiert. Habe ich so noch nie gehört.

    Ich wünsche George ein langes glückliches Leben bei dir und dir viel Freude mit deinem ersten Vierbeiner !

  4. #4

    Cami
    ForenTeam

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    Hallo Lena,

    danke, dass du Georges Geschichte mit uns teilst und auch über das Schicksal dieser Hunderasse berichtest.
    Mich macht es immer sehr traurig und wütend wie Menschen mit Tieren umgehen, sie benutzen und danach ihrem Schicksal überlassen.
    Aber es gibt Menschen wie dich und die Menschen der Organisation, die dem etwas entgegensetzen.

    Dein George hat es gut getroffen und ihr scheint ein super Team zu sein.
    Ich wünsche ihm ebenfalls ein langes und glückliches Leben.

    LG, Carmen

  5. #5

    Stubenfalke
    Welli.netTeam Benutzerbild von Stubenfalke

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    Album von Stubenfalke

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    Nu ist die Lena also auf den Hund gekommen und auch noch auf einen Windhund .
    Toll das Du dich für einen Hund aus einem Tierheim entschieden hast, ja diese Galgos haben in einigen Spanischen Regionen ein sehr trauriges Schicksal.
    Da hast Du dich ja vor seiner Anschaffung sehr ausführlich über ihn informiert und Dich beschäftigt, George wird es bei Dir gut haben und es Dir bestimmt danken.
    Ihr Beide seit bestimmt ein super Team und werdet allerbeste Freunde.

    S.G.
    Enno

  6. #6

    budgie-4-ever
    Welli.netTeam Benutzerbild von budgie-4-ever

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    Album von budgie-4-ever

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    Huhu,

    @Yvonne: Ich mag kleine und grosse Hunde, nebst den Windhunden mag ich die Papillons sehr gerne, das ist der kontinentale Zwergspaniel mit den fliegenden Ohren. Yorkies sind auch toll, wobei die auch echt ihren eigenen Kopf haben können.

    @Kleiner Prinz: Was man von dir imme wieder Neues erfährt... Da hast du also schon zwei Spanier nach Deutschland begleitet. Da musst du mir mal mehr berichten von...
    Ah ja, und Schafe interessieren ihn auch nicht, wie ich gestern festgestellt habe. Ich denke, das liegt daran, dass man sonst, wenn man sich nicht spezialisiert, nicht effizient auf der Jagd sein kann.

    @Carmen: Es ist einfach eine andere Kultur, gerade was das Verständnis der Tierhaltung angeht... Deshalb ist Aufklärungsarbeit vor Ort auch so wichtig; Besuche in Schulen etc.

    @Enno: Ich hätte nie einen Hund aufgenommen, ohne mich vorher eingehend mit ihm zu beschäftigen und ihn kennen zu lernen. Dazu ist der Charakter des Tieres m.M.n. viel zu entscheidend, damit es dann im Alltag klappt und sowohl Hund als auch Halter entspannt und zufrieden sein können. Mensch und Hund leben einfach viel enger zusammen, als das bei Kleintieren der Fall ist, und da muss man dann doppelt schauen, dass es passt. Die unterschiedlichen Charaktere nehmen wir ja schon bei unseren Wellis voll und ganz wahr.

    Ich denke, wenn man dem (Tierschutz-)Hund die Chance und Möglichkeit gibt, einfach zu sein, dann kann er sich auch entspannen und das Hier und Jetzt geniessen. So erlebe ich das auf alle Fälle bei George.
    Und mit seiner Übernahme habe ich wahrlich keine Heldentat vollbracht, er ist ja kein "Problemhund", bei dem man gezielt an Auffälligkeiten arbeiten müsste, sondern einfach ein toller Hundebub. (was laut dem Pflegefrauchen wohl mit ein Grund war, warum er fast ein Jahr auf sein endgültiges Zuhause warten musste... Man kann sich nicht rühmen, einen Hund gerettet zu haben, da dies ja bereits andere getan haben... Traurig, aber leider noch oft der Grund, um so ein Tier auf zu nehmen, ohne sich dann der Folgen bewusst zu sein...)

    Auf alle Fälle geniesst George auch mit Regen (so wie heute) seine Spaziergänge, das ist echt toll, gewisse Langnasen wollen bei Regen kaum eine Pfote vor die Tür setzen...

    Liebe Grüsse
    Lena

  7. #7

    Ive84
    UltimateUser Benutzerbild von Ive84

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    Album von Ive84

    Standard

    Hallo liebe Lena

    Was freu ich mich einfach mit dir. Es ist schön, dass es George gibt und ich freu mich riesig, dass er genau bei dir ein Plätzchen gefunden hat.

    Die Bilder sind mir zwar ja schon z.T. bekannt, aber sie begeistern mich stets neu
    Alles Liebe, Ive

  8. #8

    mäxchen2009
    Fühlt sich wie zu Hause Benutzerbild von mäxchen2009

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    Album von mäxchen2009

    Standard

    Hallo Lena,

    ich hätte mich auch sofort in Georg verliebt, mir gefällt er auch sehr gut.

    Schön, dass du einem Tierheimhund ein Zuhause bietest.

    Ich habe auch einen Hund aus dem Tierschutz und es noch nie bereut.

    Alles Gute für euch alle.

    LG Mäxchen

  9. #9

    Alula
    Wohnt hier Benutzerbild von Alula

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    Standard

    Schön, dass er sich wohlfühlt.
    Und wie du auch schriebst in den südlichen Ländern gibt es ein anderes Verhältnis zu Hunden und auch bei anderen Tieren.
    Wir haben unseren Hund auch aus so einer änlichen Organisation, da war er aber noch 10 Wochen alt.

    Du hast sicher noch Kontakt, zu den Leuten die sich zuerst um George gekümmert hatten und die Vermittlung organisiert haben, oder?
    Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann ein Treffen mit den anderen Hunden, die sie schon vermittelt hatten? So ein Treffen ist wirklich schön.

    Jetzt hat George ein schönes Leben, was er vorher leider bestimmt nicht gehabt hätte.

    Liebe Grüße
    Alula

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