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Thema: Ernährung bei Wellensittichen mit Gicht

  1. #1

    Gast

    Standard Ernährung bei Wellensittichen mit Gicht

    Hallo ihr Lieben,

    mich interessiert die Wirkung von Kräutern bei Gicht. Kann ich denn davon ausgehen, dass Estragon und Schnittlauch auch beim Welli gegen Gicht helfen? Die Wirkungen sind ja sicher normalerweise auf den Menschen bezogen.

  2. #2

    Gast

    Standard

    Hier hab ich eine Frage zum Fonio Paddy. Ich gebe es auch, meine lieben es, aber Rosi hat Gicht.
    Und in einem bekannten Online Shop habe ich gelesen, dass Fonio sehr viel Methionin enthält. Da steht, fast doppelt so viel wie ein Hühnerei.

    Das hab ich mal bei Google eingegeben und gefunden, dass Menschen mit Gicht kein (sehr wenig?) Methionin zu sich nehmen dürfen.

    Kann man das so auf die Gicht bei Wellis übertragen und sollte Fonio dann weglassen?

    LG
    Susanne

  3. #3

    Ive84
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    Album von Ive84

    Standard

    Hallo Susanne

    Ich achte schon darauf, dass die Wirkweisen verbessere oder erkläre, wenn sie nicht direkt übertragbar sind. Sicher wirken manche Sachen bei einem Vogel je nach Inhaltsstoff ein wenig stärker oder weniger stark. Aber bei dem Inhaltsstoff Campher z.B. kannst du davon ausgehen, dass er von Wellis gut aufgenommen wird und soch somit auch gegen die Gicht auswirken kann.
    Sicher sind das keine Alleintherapien, die man dadurch erreichen kann, aber es sind unterstützende Inhaltsstoffe.

    Bei Gicht z.B. ist ja das primär verantwortliche Organ die Niere. Deshalb würd ich bei einem Gichtwelli schon bei den Körnchen anfangen... sprich, eine eiweißärmere (purinarm) Saatenmischung zu geben, mit z.B. weniger Gras. Auch würde ich einem Gichtwelli nur sehr selten Keimfutter anbieten. Als Ergänzung würd ich einen dünnen, grünen Tee anbieten zum trinken, und unter das Futter regelmäßig die genannten Campherhaltigen Kräuter zählen und auch Zwiebel anbieten, hin und wieder. Denn die Inhaltsstoffe sind allesamt senkend auf die Harnsäure. Und das spielt auch bei der Welligicht, eine Rolle.

    Ich weiß, das alles ist ganz schön komplex. Aber ich find es super spannend. Und man kann echt viel tun.
    Liebe Grüßle, Ive

    PS: Bis auf den Grüntee und die Mischung der Körner, kann dein Vogel bei den Kräutern aber selbst entscheiden, was und wie viel er davon annehmen möchte

  4. #4

    Gast

    Standard

    ok, danke. Ich werde sehen, was ich für sie tun kann. Dass es bloß unterstützt und keine Haupttherapie ist, ist schon klar.

    Was ich überhaupt nicht verstehe: Rosi (mein Gichtwelli) hat wirklich perfekte Kotbällchen mit weißem Urinanteil. Man kann die Nierenkrankheit überhaupt nicht am Kot erkennen.

    Hoffe, ich bin nicht zu weit ab vom Thema.

  5. #5

    Ive84
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    Album von Ive84

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    Hallo Susanne

    Ne, nicht jede Erkrankung der Niere muss sich zwingend an der Optik des Urinanteils zeigen. Bzw. am Kot selbst.
    Eine erhöhte Harnsäure erkennst du somit nicht wirklich. Ausnahmen gibt es. Aber in aller Regel sieht der Kot normal aus.
    Gicht ist ja praktisch gesehen eine Erkrankung, die zwar von der Niere ausgeht, aber mit dem Stoffwechsel verbunden ist und sich jetzt nicht als ne klassische Nierenerkrankung äußert. Man könnte es Purin-Stoffwechselerkrankung nennen.
    Das heißt, dass durch die unzureichende Verstoffwechslung von Purin, der Harnsäurewert ansteigt und sich diese Harnsäurekristalle an den Gelenkflächen ansammeln/ablagern und dort für die Schmerzen sorgen. Jetzt mal so bisschen vereinfacht erklärt. Mit dem Urin an sich hat das nicht zwingend was zu tun. Somit siehst du es auch nicht.

    Bekommt Rosi noch ein Medikament bzw. wie weit ist bei ihr die Gicht schon fortgeschritten? Unzureichend behandelt verläuft sie ja wirklich in fiesen Schüben.

    Liebe Grüßle, Ive

  6. #6

    Gast

    Standard

    Ich versuch es mal kurz zu fassen, weil das Thema hier ja eigentlich ein anderes ist.
    Rosi erhält eine homöopathische Therapie durch eine bekannte Tierheilpraktikerin.
    Diese schlägt im Moment sehr gut an. Erstaunlicherweise.
    Sie äußert derzeit keine Schmerzen, soweit ich das durch Beobachten beurteilen kann.
    Sie mausert sogar und ihr wachsen neue Schwanzfedern. Rosi hatte das Mausern komplett eingestellt und war seit Monaten ohne Schwanzfedern.
    Die Gichtknoten am Füßchen haben sich verkleinert und sehen nicht mehr so entzündet aus.

    Der vk TA wollte sie auf der Stelle einschläfern, weil er keine Therapie für sie hatte.
    Zu diesem Zeitpunkt war es nach meiner Ansicht absolut hirnrissig (tut mir leid für den Ausdruck, aber ich hab diese Situation mit dem TA immer noch nicht verdaut) und übereilt, Rosi einzuschläfern.

    Die Tierärzte sehen sich selbst als auf dem neuesten vogelmedizinischen (schulmedizinischen) Stand, was ich auch glaube aufgrund der Art der "Einrichtung". Kann ja hier nichts Näheres dazu sagen.

    Also ist sie veterinär-schulmedizinisch nicht therapierbar.
    Die Gicht haben wir im Moment gut im Griff. Rosi wirkt im Augenblick manchmal, als ob ihr Herz-Kreislaufsystem labil ist.
    Sie wird bald 11.
    Ich hoffe, dass sie hier eines fernen Tages friedlich an Altersschwäche und ohne Schmerzen einschlafen darf.

  7. #7

    Ive84
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    Album von Ive84

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    Hallo Susanne

    Ich hab daraus jetzt einfach damit wir in Ruhe weiter "reden" können über dieses wichtige Thema, einen eigenen Thread daraus gemacht Dann kannst du gesondert und auch gern ausführlich fragen. Ich versuch dann soweit ich das kann, gezielt zu antworten Schon die Tage hab ich irgendwo gelesen von dir, dass du eine alternative Therapie bei einem Tierheilpraktiker ausprobiert hast. Das ist übrigens kein Tabuthema. Ich kann dich nur ermutigen, davon zu schreiben. Sicher mag es da unterschiedliche Ansichten zu geben, aber ich finde, alles hat seinen Platz, auch alternative Medizin für Tiere. Zudem sind hier sicher User, die das interessiert und auch in unserer Mediliste finden sich Homöopathika, die natürlich nur nach Absprache gegeben werden sollten. Nicht in Eigenregie. Immer mehr vk´s entwickeln dafür auch eine offenere Haltung. Mit Ausnahmen natürlich

    Zunächst mal zu Rosi und der Therapie. Ich finde es sehr gut, dass du den Weg ausprobiert hast. Auch wenn es sicherlich ein anderer ist als der schulmedizinische. Ich muss sagen, dass ich bzgl. Homöopathie vor vielen Jahren eine sehr skeptische Meinung hatte, die aber nachdem ich in einer Klinik arbeitete, die sich sehr detailiert damit befasste, da auch einen neuen Einblick erhielt. Ich finde zudem, dass es in keiner Konkurrenz zueinander steht, wie es oft leider gesehen wird. Denn das eine, schließt das andere nicht aus. Auch wenn es in beiden Lagern entsprechende Fanatiker gibt Die Schulmediziner, die nur ihres für die einzig wahre Medizin halten und umgekehrt. Davon halte ich nichts. Ich halte mich an drei Kriterien bei der Auswahl einer Therapie:

    1. Hilft es?
    2. Ist es plausibel für mich
    3. Alles andere ist mir getrost "Kotbombenegal"

    Deshalb finde ich es nach dem Weg den ihr bisher so gehen musstet, inkl. der Aussage des TA die kleine Rosi einschläfern zu wollen, für mich umso verständlicher, dass du diesenWeg gewählt hast. Einen Vogel einzuschläfern, wenn es dazu keine deutliche Indikation gibt, das ist ein Weg der Verzweiflung oder aber manchmal, und das meine ich allgemein, auch des Zugeben müssens, dass man selbst keine Lösungen sehen kann und will als Schulmediziner... Wenn Schulmedizin nicht mehr hilft, wieso sollte man dann nicht versuchen alternativ etwas auszuprobieren...Zu verlieren gibt es nichts... Wichtig ist dabei nur darauf zu achten, dass kein zusätzliches Leid entsteht, aber das bleibt bei Besserung ja aus, bzw. wird gelindert. Auch ich hab da keine schlechten Erfahrungen gemacht bei den verschiedensten Krankheitsbildern und sehe es durchaus als legitim an, wenn sich schulmedizinische Therapie und alternative verbünden.

    Darf ich fragen, was Rosi bekommt? Also das Mittel? Ich würde es ggf. auch gerne in unsere Medikamentenliste mit aufnehmen.
    Zudem kann es helfen, wenn andere betroffene Halter hier mitlesen, dass man neue Ansätze hat

    Ich finde gerade an Beispielen wie Rosi, kann man unglaublich viel lernen bzw. schildern, wie ein Verlauf sein kann und wie man Einfluss nehmen kann innerhalb eines gewissen Rahmens.

    Liebe Grüßle, Ive

  8. #8

    Ive84
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    Album von Ive84

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    Hallo Susanne

    Sorry die "späte" Antwort, ich habs gar nicht gesehen, da ich heut wieder mal 5 Sachen auf einmal mache.
    Also... Methionin ist an einigen Stellen enthalten und eine für die Entgiftungsprozesse im Körper notwendige Wirkung. Methionin hat halt neben all seinen guten Eigenschaften die doofe Angewohnheit, dass es den Harnsäurespiegel erhöht. Das, was man bei Gicht eigentlich so wirklich gar nicht will. Man will ihn ja senken. Das kann man übrigens untersüttzen, mit einem Schuss Apfelessig im Trinkwasser des Vogels. Zwar sicher nicht absolut in der Wirkung im Sinne von Allheilmittel, aber es wirkt unterstutzend. Auch frisches Weizengras enthält viele sekundäre Pflanzstoffe, die eine Senkung der Harnsäure untersützen können.
    Fonio hat einen recht hohen Methioningehalt und deshalb würde ich es zumindest Rosi sehr sparsam geben. Wenn sie mal einiges davon frisst, wird das nicht nachhaltig viel verändern. Aber ich würde es ihr nicht zwingend täglich bzw. öfter geben.

    Ich weiß, das klingt alles mega kompliziert. Ganz vermeiden kannst du Methionin aber nicht. Und das ist auch ok. Ich würde halt einfach nur die dicksten Quellen etwas beachten. Und dazu gehört Fonio.

    Hoffe, das hilft dir ein klein bisschen...
    Grüßle, Ive

  9. #9

    Gast

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    Hallo Ive,

    danke, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das ist ein Riesenthema für mich und bezieht sich neben der Ernährung auf so viele andere Dinge und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
    Also die Ernährung ist nur ein kleiner Aspekt. In deinem Potlooking Thread hab ich auch nach Fonio gefragt. Vielleicht möchtest du das auch hier rein basteln?

    Ich war bisher sehr zurückhaltend, weil ich immer mehr in Richtung homöopathischer Behandlung bei Wellis denke und vielen mir bekannten normalen Therapien durch VKler (Antibiotika, auch Ampho, SpotOns) skeptisch gegenüber stehe.

    Es ist aber auch in keinster Weise meine Absicht, vk Tierärzte schlecht zu machen, da sie fachkundig sind, und ich will nicht, dass Leser den Eindruck bekommen, ein Vk sei doch nicht so wichtig wie wir hier im Forum immer sagen, weil, tja z. B. manchmal mit Chemiekeulen auf unsre Spatzen geschossen wird, ohne dass das Ergebnis eine Heilung des Vogels ist...und zum Schluss helfen Globuli.

    Natürlich gehört ein Vogel mit einer akuten Infektion oder einem gebrochenen Knochen zum Vk. Das mache ich auch so.

    Trotzdem hab ich mehrfach negative Erfahrungen in sehr angesehenen Vk Praxen gemacht und diese bisher eher für mich behalten.

    Zu deiner Frage nach Rosis Medikament.
    Es ist in der Homöopathie so, dass es nicht ein bestimmtes Mittel für eine best. Krankheit gibt sondern man beschreibt dem behandelnden THP den Charakter, die "Macken", das Aussehen (Foto) des Vogels und die Umstände, die sein Befinden bessern bzw. verschlechtern.

    Ein Vogel, der unters Rotlicht kriecht, und dort sitzen bleibt, bekommt unter Umständen ein anderes Mittel als einer, der sich bei 10 Grad ans offene, natürlich gesicherte Fenster setzt und sich bei Kälte besser fühlt.

    In der Schulmedizin würden beide Vögel bei bakteriellem Infekt aber das gleiche Antibiotikum bekommen, wenn der Erreger der gleiche ist.

    Trotzdem: Rosi bekommt Berberis D 12 und das ist allgemein ein wichtiges Gicht Mittel, was sicher zu vielen Gicht Vögeln auch passen würde.

    Sie hat bis vor kurzem nach einem festen Behandlungsplan auch Lycopodium C 30, Acidum benzoicum C 30 und ISO Bicomplex 9 bekommen. Das sind noch keine Dosierungen , wie gesagt, es gab einen Plan.
    Bei Lycopodium und Acidum benzoicum kann ich mit Sicherheit sagen, es würde nicht jedem Gicht Welli helfen, hier kommt es auf die Konstitution und Eigenarten des Vogels an.
    Diese hab ich der THP seitenlang beschrieben, da sie Rosi wie gesagt gar nicht persönlich kennt.

    Liebe Grüße
    Susanne

  10. #10

    Ive84
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    Album von Ive84

    Standard

    Hallo Susanne

    Musst nix sagen
    Das Fonio hab ich hier mit rein gebastelt. Zwar stimmt es jetzt nicht mehr perekt in der Reihenfolge, da sich die Beiträge nach Zeit sortieren, aber das macht nichts, da ja alle Infos dennoch da sind. Man muss halt nur ein wenig scrollen.

    Was deine Haltung zum vk angeht, kann ich daran nichts akut verwerfliches erkennen. Du gehst hin, wenn es nätig ist und kennst die Situationen, wann dies erfoderlich ist. Begründet auf individueller Erfahrung und Verantwortung. Punkt. Es ist ja nicht so, dass du unverhältnissmäßige Therapieexperimente machst, sondern aufgrund einer Basis eine Entscheidung triffst.
    Wichtig ist bei solchen Sachen halt immer, für stille Mitleser und Querleser, dass man dies als solches kenntlich macht. Sonst kommt es wirklich zu Fehlschlüssen. Etwas, dass seinen Platz hat, aber nicht zu erwähnen aus Angst, dass es missverstanden werden kann, das wäre schade und wenig bereichernd. Ein Forum lebt sicher nicht von gleichen Meinungen, denn die kann man nicht immer haben. Sondern es lebt von bunter Vielfalt und dem Meinungsaustausch. Was von all dem, was wir hier Tag täglich schreben wirklich umgesetzt wird, das obliegt ja immer noch der Verantwortung jedes einzelnen Halters.
    Und bei einer Therapie durch einen THP ist es ja nicht so, als wäre die Tür zur Schulmedizin komplett verschlossen oder verriegelt.
    Das ist wichtig zu unterscheiden. Wenn man mir erzählt, dass man einen gebrochenen Flügel mit Globuli heilt, den vk Besuch verwehrt, dann wäre das eine Sache, aber davon ist hier ja NICHT die Rede.

    Was die Nennung der Mittel angeht, so danke ich dir. Es gibt ja sehr unterschiedliche Ansätze und es ist richtig, dass nicht jedes Medikament zu jeder Erkrankung bzw. zur gleichen Erkrankung passen muss. Es ist eben komplex.
    Aber auflisten möchte ich sie nach Ausarbeitung dennoch gerne. Wenn es nur einen Anhalt gibt, dann kann man den vertiefen, wenn man selbst auf der unterstützenden Suche nach Therapie ist. Das meint nicht die Therapie in Eigenregie, sondern eben das heraussuchen von Infos um diese dann mit entsprechend fachkundigen Therapeuten zu besprechen.

    Ich weiß sicher ganz viel nicht, aber ich verspreche dir mir zu jeder Frage Gedanken zu machen und das was ich weiß, auch zu sagen.

    Herzlichst, Ive

  11. #11

    Gast

    Standard

    Im Moment ist hier alles im grünen Bereich. Das Berberis soll demnächst, gegen Ende des Monats, auch abgesetzt werden. Die Mittel wirken wohl noch ca. 2 Wochen nach.

    Wie es dann weitergeht, muss ich mit der THP noch besprechen.

    Bei Menschen wird immer gesagt, dass ätherische Öle (auch in Zahnpasta), also auch Kampfer die Wirkung homöopathischer Mittel stören/beeinträchtigen können. Allerdings weiß ich nicht warum und ob das auch auf Wellis zutrifft.

    Ich würde aber die oben genannten Kräuter erst nach abgeschlossener Homöo.Therapie verstärkt anbieten zur Sicherheit.

    Rosi frisst äußerst wenig Grünes und Frisches, genau wie Rudi, da sind sich die alten Herrschaften einig. Das war früher viel beliebter bei beiden.

    Was die Ernährungsgeschichte noch kompliziert macht, ist, dass Rosi von ihrem Partner gefüttert wird. Sie trinkt auch kaum, weil ihr anscheinend die Flüssigkeit im hochgewürgten Futter des Partners ausreicht.
    Bei Rudi genauso. Ihn füttert mein Hähnchen Bali und wenn Rudi keine Lust hat, selbst zu fressen, bekommt er sein Silymarin nicht ausreichend.

    Mit dem Berberis werfe ich geradezu um mich. Das bekommen auch die Gesunden ins Wasser, damit es auf Umwegen auch bei Rosi ankommt. Ins Futter kommt es gemahlen ebenfalls, aber nur bei Rosi.

    Eine Frage zum Apfelessig habe ich an dich, Ive: Wieviel Apfelessig tut man ins Wasser, habe gemessen, in meine Näpfe passen so 65 ml.
    Den Apfelessig würde ich dann auch in alle Wassernäpfe, auch bei den Fitten, füllen, damit er bei Rosi über die Partnerfütterung ankommt, wenn sie nicht trinkt.

    Liebe Grüße
    Susanne

  12. #12

    Ive84
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    Album von Ive84

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    Hallo Susanne

    Stimmt, diese Infos ist für alle Mitleser auch sehr wichtig. Dass Minzeöle und campherhaltige Kräuter durchaus eine Wirkung eines homöpathischen Medikaments beeindträchtigen können. Wobei ich das nur so kenne, dass das vorallem um die Einnahme herum gilt. Ich muss das aber noch einmal ganz genau nachlesen... Deshalb auch keinen Minztee zu Globuli und so.

    Die Kräutergabe entsprechend auszulassen oder anzupassen ist ja möglich. Auch wenn die Fütterungssituation bei dir ja echt nicht so einfach ist. Wenn das fast nur über die Hähne läuft.

    Was das Berberis angeht, da spielt es ja keine negative Rolle für die gesunden Spatzen. Ich würde das ggf. auch so machen.

    Was den Apfelessig angeht, auch damit würde ich warten bis die Therapie abgeschlossen ist. Du kannst es danach im groben Mischverhältnis 100ml Wasser / 1 Tl Apfelessig geben. Ich biete hier auch Apfelessig im Wasser an, allerdings meist im Wechsel. 1 Tag klares Wasser. Ein Tag Apfelessigwasser. Ein Tag Tee.
    Der Apfelessig dient ja einfach nur dem ansäuern des Wassers und wirkt sich dadurch auf den Organismus aus. Gut ist das für alle Vögel. Es ist ja kein Medikament, sondern ein sozusagen pH Wert gekoppelter Effekt.

    Liebe Grüßle, Ive

  13. #13

    Gast

    Standard

    Ok, danke für die Info. Dann warte ich mit dem Essig auch noch, aber geben werde ich ihn dann bestimmt.

    LG
    Susanne

  14. #14

    Ive84
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    Standard

    Sofern du magst, kannst du ja einfach ein wenig berichten, wie sich alles so entwickelt, bei deinem kleinen Spatzenschatz

    Herzliche Grüßle, Ive

  15. #15

    Gast

    Standard Rosi Fotos von heute



    Rosi mit ihrem Kiwilino, der sie mit seinem jugendlichen Elan fast platt macht. Sie sagt ihm glaube ich: "Nu sei mal nicht so stürmisch, bin nicht mehr die Jüngste."



    Der Behindertenkäfig, in dem Rudi (oben rechts) und Rosi derzeit wohnen. Sehr klein, aber beide brauchen kurze Wege, da sie nicht fliegen und nur mit Mühe klettern können.
    Es ist eigentlich ein Nagerkäfig mit 2 nützlichen Holzebenen, auf denen die beiden laufen oder sitzen können, wenn es zu anstrengend wird, auf den Ästen zu sitzen.

    Liebe Grüße
    Susanne

  16. #16

    Pezzy
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    Hallo Susanne,

    danke für die Bilder von Rosi. Sie ist ein bezaubernder Spatz und hat es verdient, dass man kämpft und mehrere Dinge ausprobiert. Ich hoffe ganz fest, dass die jetzige Therapie ihr weiter hilft. Na ja und Kiwi steht auf reife Frauen, sollte sich aber etwas zurück halten

  17. #17

    Gast

    Standard

    Guten Morgen, Yvonne,

    danke dir für's Reinschauen.

    Rosi ist wirklich eine sehr süße und vor allem liebe Henne. Ich kann das auf Fotos noch gar nicht so einfangen.
    Der Plan im Moment ist, Rudi und Rosi aus diesem Käfig tagsüber wieder rauszubekommen.

    Die sitzen ausschließlich drin, lassen sich von den 4 anderen besuchen, durchs Gitter füttern und sogar kraulen.
    Auf dem Foto oben hatte ich sie auf den Ast außen am Käfig gesetzt.

    Liebe Grüße
    Susanne

  18. #18

    Gast

    Standard

    Heute habe ich Rosi gewogen. Die Waage schwankt zwischen 38 und 39 Gramm. Sie hat damit ihr Gewicht gehalten, das sie nach dem 4tägigen Aufenthalt beim TA (aufgrund ihres gebrochenen Füßchens) hier zuhause wieder erreicht hatte.

    Dennoch sieht sie sehr dünn aus und sollte 1-2 Gramm zunehmen.
    Das lässt sich bei ihr nur durch eine tägliche Extraportion Kohi erreichen.
    Ich glaube, ich hatte irgendwo gelesen, dass Hirse nicht so optimal ist bei Gicht.
    Muss mal schauen, ob ich die Info wiederfinde, gebe ihr aber erstmal zusätzlich Kohi.

    Liebe Grüße
    Susanne

  19. #19

    Pezzy
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    Hallo Susanne,

    dass klingt doch gut, mein Hansi wiegt weniger. Wenn du kohi nicht unbedingt geben möchtest, wie sieht es denn mit nackthafer aus, bei Otto hat er ganz schnell zum zunehmen geführt, weis aber nicht ob er auch wegen der gicht Probleme bereiten könnte

  20. #20

    Gast

    Standard

    Hallo Yvonne,

    Hansi sieht auf den Bildern "wohlgenährter" aus als Rosi. Es fällt mir bei ihm so aus der Ferne nicht auf.
    Die eine TÄ sagte bei dem Gewicht: "Sie kann ruhig noch ein bisschen zulegen."

    Ich werde auf jeden Fall regelmäßig wiegen, endlich mal ein Welli, bei dem das gut geht, sie sollte auch nicht zu viel wiegen wegen ihrer Knochen, sie muss ihr Gewicht ja auch mit den alten Knochen gut tragen können.

    Nackthafer hab ich gar nicht, das könnte beim Zerlegen schwierig werden, Rosi ist da echt faul und nimmt lieber kleine Körnchen.

    Liebe Grüße
    Susanne

  21. #21

    Ive84
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    Album von Ive84

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    Hallo Susanne

    Wow, klasse. Toll, dass du Fotos eingestellt hast von deinen Schätzen. Übrigens finde ich es sehr gut, dass du erklärt hast, was der kleine Käfig für einen Zweck hat. Denn für solche Dinge muss man selbst oft lange Erfahrungswerte sammeln und so ein einfacher Hinweis kann helfen, dass andere Halter ihren gehandicapten Vögeln ein angepasstes Heim bieten können. Mit der Möglichkeit nach draußen zu kommen ist das überhaupt kein Problem, wenn der Käfig dann wegen solcher Zwecke mal kleiner ausfällt. Zudem wird wahrscheinlich aber ja auch der Freiflug bzw. der Ausgang weniger genutzt, eben weil nur noch kurze Wege möglich sind.

    Hirse ist an sich übrigens zumindest in der Humanmedizin für Gichtpatienten günstig.
    Klar enthält auch Hirse zu gewissen Teilen unter Umständen wieder etwas, dass die Harnsäure erhöhen könnte. Aber im Vergleich gesehen passt es schon. Viel Ermessensspielraum hat man bei einem Vogel nun mal einfach bzgl. einer Saatenmischung nicht. Wenn es um die Auswahl noch geeigneter Saaten geht.

    Liebe Grüßle, Ive

  22. #22

    Gast

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    Hallo Ive,

    du hast ja sogar hier rein geschaut. Lieben Dank für deine Info zur Hirse. Das kommt mir sehr gelegen für die kleine Madame.

    Die Fotos sollen auch noch besser werden, ich will eigentlich auch mal einen Thread über alle 6 haben, aber meine Vögel wollen sich noch nicht so ganz an das Geknipse gewöhnen.

    Ehrlich gesagt hab ich auch mit Rosi alle Hände voll zu tun und komme nicht zum Fotografieren.
    Sie kann (fast) nur unter Aufsicht raus, zumindest geh ich dann nicht weg.
    Sie darf eigentlich nicht mehr irgendwo runterfallen, aber Kalimera schubst sie immer mal und sogar ihr Hahn drängt sie an den Rand, weil er sich mit ihr paaren will, sie aber nicht.

    Rosis Fuß, der vor kurzem gebrochen war und nur "irgendwie" also nicht optimal zusammenwachsen konnte, ist gleichzeitig der Fuß, an dem sie die Gichtknoten hat. Diese sind sehr zurückgegangen, aber der Fuß schwillt manchmal noch etwas an.

    Diesem Fuß darf einfach kein weiterer Unfall passieren.
    Abgepolstert hab ich, aber Rosi hüpft manchmal, wenn sie sich bedrängt fühlt, mit einem Riesensatz in die Tiefe, nach dem Motto, wird schon irgendwie gut gehen.

    Am 1. Tag, als sie wieder raus durfte/wollte, zeigte sie später auch erstmalig wieder Schmerzen. Jetzt geht es aber schon besser, kein Flügel abstellen oder Augen zukneifen mehr.

    Bin auch noch dabei, ihr was zum Klettern zu bauen, was gar nicht so einfach ist bei meinen Gegebenheiten hier, aber es wird.

    Liebe Grüße
    Susanne

  23. #23

    Ive84
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    Album von Ive84

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    Hallo Susanne

    Dass ausgerechnet das am meisten betroffene Beinchen nun das gebrochene war, das tut mir leid.
    Lässt sich die kleine Dame auf die Füße fallen? Oder auf den Rücken?
    Denn bei allen Fußgängern hier beobachtete ich stets das selbe Verhalten. Sie haben sich allesamt mit der Zeit auf den Rücken fallen lassen, damit die Beine geschont werden. Ich dachte anfangs, dass das ganz schön doof sei, denn es sah mörderisch aus. Aber es ist eigentlich total schlau - Denn ein Fußgänger der hat logischerweise eh funktionslose Flügel. Sprich, sie nutzen nicht zum fliegen. Aber die Beine, die brauchen sie unbedingt. Damit sie geschützt sind, gehts auf den Rücken...

    Nur bei Vögeln, die noch ein wenig flattern, somit ihren Sturz dämpfen können, hab ich das anders beobachtet.

    Liebe Grüßle, Ive

    PS: Noch was zum eigentlichen Thema - Gurke zählt zu den Harnsäuresenkern. Also deiner Dame ruhig öfter anbieten

  24. #24

    Gast

    Standard

    Hallo Ive,

    leider fällt sie auf die Füße. Sie hat sich das seit langem angewöhnt, sich einfach so fallen zu lassen wie ein gesunder Vogel in dem Moment wegfliegen würde.
    Danke für den Tipp mit der Gurke, das ist ja eine einfache Maßnahme und Gurke mag sie auch.

    Liebe Grüße
    Susanne

  25. #25

    Ive84
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    Hallo Susanne

    Ich habe heute zufällig etwas über Gicht und harnsäuresenkendes Kraut gelesen. Und zwar in Form eines sogenannten Hafertees. Er ist für Menschen, aber enthält nichts, dass Wellis nicht dürften. Und auch wenn sich der Stoffwechsel von Säuger und Vogel unterscheiden, kann ich mir vorstellen, dass sich der Tee auf den Vogel ähnlich auswirkt.

    Enthalten sind Haferkraut (grün), Brennessel, Johanniskraut, Schafgarbe und Frauenmantel.
    Dies als Tee aufgebrüht, abgekühlt angeboten, kann untestützend in einer 4 Wochenkurz wirken. Auch im akuten Fall ist es als Getränk unterstützend anwendbar. Vielleicht interessiert dich das.

    Dass die Süße auf die Füße fällt, das ist echt ungünstig. So ist sie halt echt nicht wirklich gefeit vor neuen Verletzungen. Ich hoffe von Herzen, dass sie es erlernt so zu fallen, dass es keine Folgen für sie hat.

    Alles Liebe, Ive

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