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Thema: "Zahm" oder doch nicht?

  1. #1

    RaRasputin
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    Album von RaRasputin

    Frage "Zahm" oder doch nicht?

    Hallo ihr Lieben,

    ich hab mal eine Frage an euch:

    Ab wann gilt ein Welli für euch als zahm/handzahm/zutraulich?
    Reicht es wenn der Vogel aus der Hand frisst? Auf die Hand kommt für Futter? Ohne Futter? Reicht manchmal? Oder jederzeit? Sollte der Vogel sogar auf die Schulter kommen oder von alleine angeflogen kommen? Braucht man die Begrifflichkeit zahm überhaupt? Oder ist es ein Wunschdenken des Menschen und eigentlich sollte es nicht das oberste Ziel in der Wellihaltung sein?
    Wie ihr seht... Fragen über Fragen

    Meiner Meinung nach sollte das Wohlergehen der Vögel im Vordergrund stehen und ich bin sehr erfreut wenn ein Vogel sich auf meine Hand traut aber es ist für mich kein Muss und für mich sind meine Vögel, die nur für Futter auf die Hand kommen schon zahm obwohl sie nicht von alleine zu mir fliegen und noch Angst vor Sachen wie zb Armbändern haben

  2. #2

    Ive84
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    Album von Ive84

    Standard

    Hallo Rasputin

    Zahm hat für mich einen ganz negativ belegten Hintergrund. Denn ursprünglich hat das Wort "zahm" die Bedeutung, dass Mensch sich gefügig macht und den Willen des Tieres bricht. Und das hat so gar nichts damit zu tun, was ich bei meinen Tieren will oder erwarte.
    Ich verwende wann immer es geht, das Wort vertraut oder zutraulich. Und ich würde meine Wellis als zutraulich beschreiben, in gewisser Weise. Sie kommen ab und zu so angeflogen, egal ob mit oder ohne Futter. Aber ich erwarte es nicht von ihnen. Einzelne kommen, andere nicht und das ist immer unterschiedlich.

    Für mich muss ein Vogel gar nichts, außer ein Vogel sein. Das heißt, er darf selbst ohne Kontakt zu mir zu suchen genauso hier bleiben und ist geliebt und geschätzt. Wenn ein Vogel mir sein Vertrauen zeigt, dann freu ich mich natürlich, aber die größte Freude bereitet mir, wenn ich die Wellis untereinander in Aktion erlebe. Das heißt, wenn sie interagieren. Das ist für mich das, was es ausmacht.

    Ich finde es toll, dass du diesen Thread eröffnet hast. Ein spannendes Thema, Ive

  3. #3

    Pezzy
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    Album von Pezzy

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    Hallo Tom,

    ich sehe es genauso wie Ive. Meine Wellis dürfen selbst entscheiden und werden von mir auch nicht trainiert. Mein Hansi ist flugunfähig und weiß,dass er mich in bestimmten Situationen braucht er ist nun 12 Jahre bei mir, er nimmt Hirse an wenn ich diese hinhalte und lässt sich bei Stürzen von mir auf der Hand nehmen, aber auch dies nicht immer. Bei den anderen ist es noch seltener, dass sie die Hirse annehmen, beim ersten mal als sie es taten, hatte ich tränen in den Augen und mich fürchterlich gefreut.

    Meine Wellis müssen nichts für mich tun, sie sollen nur glücklich sein.

  4. #4

    Gast

    Standard

    Hallo ihr Lieben,

    ich muss ja zugeben, ich liebe es, wenn Wellis freiwillig auf die Hand oder Schulter kommen, auch wenn diese nicht mit Hirse bestückt sind. Mir fehlt auch manchmal etwas, wenn sie es nicht tun und vor der Hand zurückweichen.

    Aber an erster Stelle steht für mich, dass ich sie in ihrem möglichst harmonischen Minischwarm erleben und beobachten kann und sie ihre natürlichen Verhaltensweisen mit ihren Kumpels leben können.

    Das Wort zahm ist für mich jetzt nicht negativ besetzt, auch wenn wohl die ursprüngliche Bedeutung eine negative ist.
    Ich verwende das Wort im Sinne von freiwillig zahm. Ein Welli, der neugierig von sich aus Kontakt zum Menschen sucht.

    Meine Erfahrung ist, dass sie viel unbefangener sind, wenn man als Halter gar nicht drüber nachdenkt, dass sie Angst vor der Hand haben oder dass man ja doch gerne möchte, dass sie die Angst vor der Hand verlieren.
    Ich mache mir dann klar, dass ich sie mit meinen Händen versorge und abgesehen davon sind Hände für mich unwichtig. Ich versuche, den Gedanken "sie könnten ja auch handzahm sein" einfach wegzulassen.

    Genau dann passiert es, dass mein Hahn Bali aus Versehen auf meine Hand fliegt und verwundert auf die Hand runterschaut. Sein Blick ist einfach köstlich, weil er nicht versteht, wie das passieren konnte.
    Wenn man lernt sich als Halter an die Wellis anzupassen, passieren dauernd schöne Überraschungen.

    Liebe Grüße
    Susanne

  5. #5

    Fruity
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    Album von Fruity

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    Hallo zusammen

    Für mich muss ein Welli freiwillig zu einem kommen, um zutraulich zu sein. Ohne Zwang Hirse aus der Hand fressen oder so. Ich akzeptiere es auch, wenn ein Vogel das nicht möchte, denn kein Welli sollte gezwungen zahm sein. Es ist viel wichtiger, dass er glücklich ist. Aber natürlich ist es schön, wenn man das Vertrauen des Wellis erleben darf.

    Was mich aber immer nervt, ist die Situation, wenn ich jemandem erzähle: "Ich habe Wellis" und die erste Frage dann immer gleich ist: "Ooooh! Sind sie zahm?"

    Liebe Grüsse
    Enya

  6. #6

    Pezzy
    Welli.net Team Benutzerbild von Pezzy


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    Album von Pezzy

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    Hallo Enya,

    ja genau der Spruch ist nervig und dumm. Am nervigsten ist dann noch wenn man die Frage verneint und der Gegenüber, dann nur meint , oh wie nicht und was machste dann mit den Welli bzw. Warum hast du den dann, kann man ja gar nichts mit anstellen. So etwas geht gar nicht

  7. #7

    Gast

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    Moin,
    Mir reicht es , wenn meine Vier Vertrauen zeigen, ich habe nie versucht, sie irgendwie zu ' zähmen '.
    Streicheln lässt sich nur Lilly ( wenn sie gute Laune hat ), gelegentlich auch Toto, und abends sitzen sie noch ein bisschen auf dem Käfig, und warten auf ihr ' Gute Nacht Bussi ', bevor es zum fressen und schlafen in den Käfig geht.
    Ansonsten erfreue ich mich an ihnen, wenn sie spielen und toben, und Blödsinn machen, mehr verlange ich nicht, sie sollen einfach nur Welli sein.
    Liebe Grüße aus Cux ,Birgit

  8. #8

    Pips
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    Album von Pips

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    Ich habe mit dem Wort "zahm" jetzt auch keine negatives Verhältnis, weil es, ob es zutraulich oder zahm heißt, es für mich auch nur um Vertrauen und Respekt geht! Der Vogel vertraut mir und ich habe Respekt davor , in welcher Form er mir dieses Vertrauen zeigt. auch muss ich respektieren, dass sich das verändert!
    Meine Handaufzucht Lena, war komplett schmusig und wollte immer zu mir! Seit sie Chicco zum Partner hat, kommt sie nicht mehr so oft! Ich freue mich aber darüber! Aber wenn es ihr nicht gut geht, kommt sie und sucht wieder intensiv meine Nähe! Und-auch Vögel haben ihre Launen!

  9. #9

    RaRasputin
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    Album von RaRasputin

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    Freut mich sehr, dass euch das Thema auch so interessiert, und ich kann eure Meinungen alle irgendwo nachvollziehen und besonders Susannes Antwort spiegelt meine Sichtweise dazu wieder aber ich bin gespannt was ihr noch zu berichten habt

    Zitat Zitat von Calimero8 Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    ich muss ja zugeben, ich liebe es, wenn Wellis freiwillig auf die Hand oder Schulter kommen, auch wenn diese nicht mit Hirse bestückt sind. Mir fehlt auch manchmal etwas, wenn sie es nicht tun und vor der Hand zurückweichen.

    Aber an erster Stelle steht für mich, dass ich sie in ihrem möglichst harmonischen Minischwarm erleben und beobachten kann und sie ihre natürlichen Verhaltensweisen mit ihren Kumpels leben können.

    Das Wort zahm ist für mich jetzt nicht negativ besetzt, auch wenn wohl die ursprüngliche Bedeutung eine negative ist.
    Ich verwende das Wort im Sinne von freiwillig zahm. Ein Welli, der neugierig von sich aus Kontakt zum Menschen sucht.

  10. #10

    Tobe
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    Album von Tobe

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    Hallo Tom,

    für mich ist das Wort "zahm" auch eher negativ belastet, bzw. ist die eigentliche Bedeutung von "Zahmheit" negativ.
    Ich möchte keinem Tier seinen Willen brechen, oder seine natürliche Art Angst zu zeigen abtrainieren.

    Ich finde es natürlich schön, wenn ein Tier mir vertraut, keine Angst mehr vor mir hat und deshalb nicht beißt oder flüchtet.
    Aber dieses Vertrauen muss ich mir unter Umständen erst einmal mühselig verdienen.
    Es ist nicht natürlich, dass ein Tier einem Menschen sofort vertraut, warum auch...
    Menschen vertrauen anderen, fremden Menschen ja auch nicht sofort, oder?

    Mein Ziel in meiner Wellensittich-Haltung ist, dass die Wellis lernen mir vertrauen zu können, bzw. keine Angst vor mir haben zu müssen.
    Dies kann je nach Welli natürlich, auch auf Grund vorheriger Erfahrungen, manchmal ein sehr langwieriger Prozess sein.
    Auch gibt es Wellis, die mir gegenüber zurückhaltend bleiben, aber das ist für mich okay.
    Dies soll immer freiwillig passieren und deshalb bedränge ich meine Wellis auch nicht.

    Es gibt nur eine Ausnahme wo ich den Willen des Wellis übergehe, nämlich dann wenn es lebenswichtig wird.
    Wie beispielsweise wenn das Einfangen für einen Tierarztbesuch, oder das Einfangen für eine medizinische Behandlung
    oder Überwachung (Wiegen des Körpergewichts) notwendig wird.
    Ansonsten lasse ich sie in Ruhe und versuche sie höchstens mal mit einem Leckerli zu locken.

    Wir hatten auch eine Welli-Dame die "zahm" war.
    Sie kam aus einer 5-jährigen Einzelhaltung und kannte bis dato nur den Kontakt zu Menschen.
    Sicher konnte man sie einfach nehmen und sie wehrte sich anfangs auch nicht.
    Doch wir haben sich nicht einfach genommen und mit ihr irgend welche Dinge gemacht, obwohl man es mit ihr wirklich hätte machen können.
    Wir haben uns nur "angeboten" und sie konnte wählen ob sie kommt oder auch nicht und das war okay.
    Sie lernte dann einen eigenen Willen zu entwickeln, dadurch wurden die ersten notwendigen Behandlungen natürlich erschwert.
    Sie hatte mich des öfteren herzhaft gebissen, so daß ich dann vor ihr Angst bekam .

    Aber auch sie lernte dann mir vertrauen zu können und dass war das schönste Geschenk was sie mir machen konnte.
    Mit ihr mussten wir einige Behandlungen machen, von regelmäßig Krallenschneiden, Hyperkeratose entfernen bis Medikamentengabe und Tieraztbesuchen war alles dabei.
    Die Krallen konnten wir ihr nach einigem Üben ganz einfach schneiden, wärend sie völlig entspannt auf einem Ästchen sitzen blieb.
    Auch Medikamente nahm sie meist selbständig von der Spritze oder dem Fläschchen ab.
    Dieses Vertrauen wuchs immer mehr auf beiden Seiten und das war wunderschön.
    Sie "putzte" mir auch oft mein Gesicht, auch meine Augenlieder, sortierte meine Wimpern und Augenbauen ganz zärtlich.
    Ich vermisse dies sehr, da sie dies immer freiwillig gemacht hat und es ein sehr schönes Gefühl war.




    Auch unser sonst sehr scheuer Hugo hatte wärend der lebensnotwendigen Medikamentengabe, die 3x täglich über ein halbes Jahr lang erfolgen musste, trotzdem ein großes Vertrauen zu uns entwickelt, so dass er nach der Medikamentengabe noch eine ganze Weile auf unserer Schulter sitzen blieb und manchmal sogar noch unsere Haare sortierte.



    Sicher genießen wir solche Momente, ist ja auch ein schönes Gefühl .
    Ich freue mich aber auch, wenn ich ein sehr ängstliches Vögelchen aufnehme und ganz langsam beobachten kann, wie die Angst vor mir immer kleiner wird und der "Sicherheitsabstand" immer weiter abnimmt.
    Manchmal dauert dies sehr lange, aber gerade dann freue ich mich um so mehr, dass dies passiert, trotz allem was das Vögelchen vorher leider erleben musste. Es ist eine große Herausforderung dieses Vertrauen in solchen Fällen zu gewinnen, aber es ist um so schöner und es rührt mich oft so sehr, dass mir die Tränen in den Augen stehen.

    Gerade deshalb spreche ich lieber in solchen Zusammenhängen von "Vertrauen" und "Zutraulichkeit" die mit der Zeit und den neuen positiven Erfahrungen wächst und somit freiwillig geschieht. Der Begriff "zahm" oder "Zahmheit" spricht von Zwang und sich dem ergeben, weil das Tier keine Wahl hat.

    Aber auch ich stoße oft auf Unverständnis wenn ich auf die Frage "Sind die Wellis denn auch zahm? dies verneine.
    Dann bekomme ich so unschöne Antworten wie...
    "Das ist ja blöd, was willst Du dann mit denen? Dann kann man ja nichts mit ihnen machen."

    Ich hingegen erfreue mich einfach an ihnen. Sie beobachten zu können und somit an ihrem Leben teilhaben zu können. Ihnen ein sicheres, liebevolls und führsorgliches Zuhause bieten zu dürfen. Ich erfreue mich daran, wenn ich sehen kann, dass es ihnen gut geht, sie sich immer mehr trauen neue Dinge auszuprobieren, miteinander spielen und Blödsinn machen, einfach nur Welli sein dürfen. Auch finde ich es schön zu sehen wie sich Freundschaften und Beziehungen entwickeln.

    Es gibt mir auch Kraft und Zuversicht, wenn wir gemeinsam schwere Zeiten (z.B. Krankheiten oder Verhaltensstörungen) überstehen.
    Sie stärken auch mein Vertrauen und mein Zutrauen das Richtige zu tun, auch wenn man manchmal einen "Kampf" verliert.
    Dann schaue ich gerne auf diese Fälle zurück, wo alles gut verlaufen ist und weiß das es sich doch lohnt zu kämpfen.

    L.G. Tobe


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  11. #11

    wotan
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    Album von wotan

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    hab jez nicht alle kommentare gelesen nur überflogen

    aber ich denke ich halte es wie die meisten hier

    keiner wird gezwungen oder dazu gedrängt auf mein finger zu kommen oder so

    die sind eh so unterschiedlich mein alter blue hasst finger alles andere ist jut aber finger näää nur ganz ganz selten mal
    der henne wiederum ist es irgendwie völlig egal die ist so zutraulich geworden das die nichtmal zuckt wenn ich ne schnelle bewegung mache die landet wirklich überall
    ihr partner hingegen der grüne kommt nie alleine angeflogen sondern nur wenn bereits ein oder mehrere wellis auf mir rum turnen oder was die auch immer machen
    (seh ja nicht viel am rücken oder aufm kopf)
    der gelbe wieder landet nur auf meinen kopf
    und das natürlich auch alles nur sofern sie von sich aus wollen



    hab mir da auch nie so groß drüber gedanken gemacht
    so im großen und ganzen lass ich die 4 ihr ding machen wenn sie zu mir kommen dann ist es natürlich toll wenn nicht dann halt nicht




    kurz gesagt
    nichts muss alles kann

  12. #12

    Sulas
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    Will auch mal was dazu loswerden. Ich finde es etwas zu übervorsichtig, die Kerlchen nur von sich aus kommen zu lassen und alles andere zu verweigern.
    Mein 1 Welli den ich als Kind hatte, war sehr zahm (Einzelvögel), aber es hat ihn niemand gezwungen. Er hatte gebadet, konnte nicht mehr richtig fliegen und saß hilflos auf dem Boden, also hab ich ihm den Finger hingehalten, um ihn zurück auf den Käfig zu setzen, er hat das Angebot angenommen und hat dadurch die Scheu verloren. Danach haben wir es immer wieder versucht und er hatte kein Problem damit. Zum Schluss konnte ich mit ihm auf der Schulter ins Freie, ohne dass er abgehauen ist. Heute weiß ich, dass man sie nicht einzeln halten soll und er nur deswegen so zutraulich wurde, aber ihnen mal einen Anstoß zu geben, halte ich nicht für verkehrt, solange kein Zwang dabei ist.
    Bei meinen jetzigen mache ich es nicht, weil ich nicht mehr die Geduld dazu hab, entsprechend ängstlich behandeln sie mich aber auch, wenn ich mal ich in den Käfig greife.

  13. #13

    RaRasputin
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    Album von RaRasputin

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    Zitat Zitat von Sulas Beitrag anzeigen
    Will auch mal was dazu loswerden. Ich finde es etwas zu übervorsichtig, die Kerlchen nur von sich aus kommen zu lassen und alles andere zu verweigern.
    Mein 1 Welli den ich als Kind hatte, war sehr zahm (Einzelvögel), aber es hat ihn niemand gezwungen. Er hatte gebadet, konnte nicht mehr richtig fliegen und saß hilflos auf dem Boden, also hab ich ihm den Finger hingehalten, um ihn zurück auf den Käfig zu setzen, er hat das Angebot angenommen und hat dadurch die Scheu verloren. Danach haben wir es immer wieder versucht und er hatte kein Problem damit. Zum Schluss konnte ich mit ihm auf der Schulter ins Freie, ohne dass er abgehauen ist. Heute weiß ich, dass man sie nicht einzeln halten soll und er nur deswegen so zutraulich wurde, aber ihnen mal einen Anstoß zu geben, halte ich nicht für verkehrt, solange kein Zwang dabei ist.
    Bei meinen jetzigen mache ich es nicht, weil ich nicht mehr die Geduld dazu hab, entsprechend ängstlich behandeln sie mich aber auch, wenn ich mal ich in den Käfig greife.
    Ich denke auch nicht, dass es schadet ihnen mal einen Anstoß zu geben oder die Hand mal hinzuhalten, denn dadurch sind meine erst zutraulich geworden und haben größtenteils die Angst vor mir verloren und ich denke nicht dass es ein Fehler war.
    Wenn ich das nicht versucht hätte mit viel Geduld und Hirse, hätte ich glaube ich ein ganz anderes Verhältnis zu den Piepsern, irgendwie distanzierter.
    Aber wenn einer der Wellis nicht will, dann ist das natürlich auch okay.

  14. #14

    Falbala146
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    Album von Falbala146

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    Ja, interessante Frage, ich habe mich das auch schon gefragt...

    Ich finde nicht, dass man den Begriff "zahm" irgendwie negativ belegen muss. Für mich heisst das ganz allgemein, dass das Tier keine Angst vor dem Menschen hat und ihn als Sozialpartner akzeptiert. Dass ein Tier keine Angst hat finde ich wünschenswert. Das mit dem Sozialpartner ist bei Wellis heikel, weil man dann auch Zeit für s Tier haben muss und sie sich den Artgenossen nicht entfremden sollen. Bei einem Hund sieht das schon etwas entspannter aus. Der braucht auch andere Hunde, aber nicht dauernd, und ein Hund kann eine enge Beziehung zu seinem Menschen haben und auch mit anderen Hunden gut zurecht kommen. In diesem Sinne sind meine Wellis nur halb zahm. Sie kommen zum Fressen auf die Hand, aber nicht zuverlässig. An manchen Tagen könnte man denken sie kennen einen kaum, weil sie so ängstlich tun. An anderen zanken sie sich um den besten Platz. Wenn ich mir wünschen dürfte wie ich es haben will, hätt ich es gerne, dass sie nicht so grundlos scheu reagieren, wenn doch am Tag vorher alles in Ordnung war. Und ich würde es schön finden, wenn wenigstens einer gelegentlich auch mal ohne Futter zu mir käme. Dass sie sich auf mich fixieren, das will ich schon deswegen nicht, weil ich den größten Teil des Tages nicht zuhause bin und sie sich im Schwarm auch ohne mich wohlfühlen sollen.

  15. #15

    Falbala146
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    Album von Falbala146

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    @stubenfalke: Sowohl für Bild als auch für den Text dürfte das Urheberrecht abgelaufen sein, weil der Urheber seit über 70 Jahren tot ist und die Kombination von Bild und Text in einem Bild keine eigenständige geistige Schöpfung ist und damit keinen eigenen Urheberrechtsschutz genießt. Es gibt auch Presseartikel dazu, dass das Werk (das Buch) gemeinfrei ist.

    Für alle anderen: Ich hatte ein Bild vom kleinen Prinzen hochgeladen. In dem Buch gibt es eine Passage, wo der kleine Prinz mit einem Fuchs darüber spricht, was Zähmen bedeutet. Der Fuchs sagt dort zum kleinen Prinzen: "Zähmen bedeutet, sich miteinander vertraut machen." Später sagt er noch: " Zähmen heißt auch, verantwortlich zu sein für das, was du dir vertraut gemacht hast."

    Dieses Zitat fand ich sehr passend zu dieser Diskussion.

  16. #16

    Tobe
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    Album von Tobe

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    Hallo Falbala146,

    in unseren Forenregeln steht folgendes...
    Zitat Zitat von Forenregeln
    Das Urheberrecht (Copyright) ist in jedem Fall zu beachten: Stellt keine Bilder ein, die Ihr woanders entdeckt habt. Es dürfen ausschließlich eigene Bilder hochgeladen werden. Auch verlinkt mit Quellenangabe sind Bilder und Texte hier nicht zulässig. Eure Verstöße werden erst einmal uns zur Last gelegt, deshalb werden wir besonders auf Befolgung dieses Punktes achten.
    L.G. Tobe

  17. #17

    Ive84
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    Hallo Falbala

    Das Zitat an sich ist wirklich wunderschön. Es gehört zu dem Sammelsurium an Lieblingszitaten von mir und ich bin sehr dankbar, für dieses schöne Buch. Denn es beinhaltet ganz viel... Danke für deinen Beitrag, auch ohne Bild

    Liebe Grüßle, Ive

  18. #18

    Kläus
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    Album von Kläus

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    Ich konnte erleben, wie meine Vögel mal mehr oder weniger zutraulich wurden, was die Hand betrifft. Bei Lina war es so, dass sie kam, wenn ich sehr viel Zeit mit ihnen verbracht habe und seltener bis gar nicht, wenn ich mal für 2 Wochen oder so nicht so intensiv Zeit für sie hatte, d. h. stundenlanges Spielen und beobachten.

    Rocky und Darcy sind inzwischen überhaupt nicht mehr für die Hand zu begeistern, dafür beobachten sie mich aber sehr genau und rufen mich oft. Oder zwitschern mir was vor. Zahm oder handzahm ist für mich unwichtig.

    Ich gehöre zu ihnen, darf nach Ankündigung die Hände und den Kopf durch das Törchen in den Käfig stecken und manchmal rufen sie sogar nach mir und zwitschern zufrieden, wenn ich Kopf oder Hände im Käfig habe. Das kann man nur machen, wenn die Vögel es akzeptieren und man vorsichtig ist. Wenn das nicht auch eine Art von zutraulich ist, weiß ich es auch nicht! Sie wollen mit mir spielen, mich dabei haben und das finde ich toll!

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