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Thema: Eltern vernachlässigen stille Küken bei Fütterung

  1. #1

    tanilu
    Frisch geschlüpft


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    Besitzt keine Vögel


    Frage Eltern vernachlässigen stille Küken bei Fütterung

    Hallo Ihr Lieben,

    wir haben seit dem 20. April drei kleine Küken. Mama und Papa füttern den 2., der auch am lautesten meckert, fast dauerhaft.
    Die anderen beiden sind sehr still und zurückhaltend. Sie werden nur selten gefüttert und verlieren von Tag zu Tag mehr Kraft. Sie können kaum richtig flattern geschweige denn vernünftig das Gleichgewicht halten...
    Das Aufzuchtfutter als Brei nehmen sie von uns auch nicht.

    Habt ihr Ideen, wie wir die beiden noch retten können?
    Viel Aufregung (TA) würden sie nicht vertragen.

    Mama oder Papa rausnehmen haben wir ebenfalls Sorge... oder hat da schon jemand Erfahrungen mit gemacht, die Eltern und Küken zu trennen?

    Danke für eure Hilfe!

    Verzweifelte Grüße
    Tanja

  2. #2

    Pezzy
    Welli.net Team Benutzerbild von Pezzy


    Fünf Aktivitätssterne

    9 Wellensittiche


    Album von Pezzy

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    Hallo Tanja,

    herzlich Willkommen hier im Forum, auch im Namen des Teams

    Es tut mir sehr Leid, dass du dich so um deine Küken sorgen muss. Hier im Forum gibt es nur sehr wenige User, die selber züchten oder Zuchterfahrungen haben. Hast du die mal andere Beiträge hier in der Rubrik durchgelesen, vielleicht ist ja etwas hilfreiches dabei.

    Du könntest vielleicht auch mal bei Züchtern aus deiner Umgebung nachfragen, vielleicht können diese dir noch Tipps geben oder mit anderen Futter aushelfen. Ich habe gar keine Erfahrungen mit Küken gemacht, aber du musst den Küken irgendwie zusätzliches Futter zuführen, sonst verhungern diese. Hast du schon einen vogelkundigen Tierarzt? Wenn nicht schau mal auf unsere Tierarztliste https://www.welli.net/tierarzt-liste.html vielleicht ist ja jemand in eurer Nähe. Wenn du einen gefunden hast, kannst du da ja erstmal telefonisch um Rat fragen und dann wenn du die Küken bringen sollst,nachfragen was du beim Transport der Küken beachten musst. Bevor deine Küken verhungern würde ich sie zum Arzt bringen.

    Ich hoffe den Küken kann geholfen werden

  3. #3

    Ive84
    Ist in der Jugendmauser Benutzerbild von Ive84


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    44 Wellensittiche


    Album von Ive84

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    Hallo Tanja

    Auch von mir ein Herzliches Willkommen bei Welli.net. Leider lesen wir derzeit oft von solchen und ähnlichen Problemen in der Zucht von Laienhand. Deshalb raten wir auch stets in sehr deutlicher Weise davon ab seine Vögel brüten zu lassen, wenn die nötigen Kenntnisse fehlen, wenn solche Komplikationen auftreten.

    Das meine ich keinesfalls als Vorwurf an dich oder deine Adresse, sondern schreibe das allgemein, damit jeder der sich hoffentlich vorher mit dem Thema Zucht befasst, auch weiß, was im Ernstfall auf ihn zukommen kann. Ihr habt nun einen solchen Fall vor euch und ohne lange Umschweife kann ich dir sagen, dass bei ausbleibendem Handeln eurerseits die Küken versterben werden.

    Deshalb mein Rat:
    Schnellstmöglich einen Termin ausmachen bei einem vogelkundigen Tierarzt, der entweder nach Hause kommt (je nach vkTa) oder den du problemlos mit den Nestlingen besuchen kannst. Für Nestlinge ist es keinerlei Stress bei einem vkTa evtl einmalig infundiert und professionell gefüttert zu werden, wenn sie unterversorgt sind wie du es beschreibst. Die Alternative wäre sterben durch verhungern. So grausam das klingt, aber es entspricht der Realität. Wellihennen sind nicht alle so erfahren, dass sie auch einen schwachen Nestling durchzerren, sondern füttern jene, die sich durchzusetzen wissen. Das hat etwas mit dem natürlichen Instinkt und der Begrenztheit der Nahrung in freier Wildbahn zu tun und liegt im natürlichen Instinkt der Wellis. Schwache, nicht bettelnde Küken werden in der Regel nicht als solche geboren, bzw. schlüpfen meist nicht so. Sie werden zu solchen und das hat so fies es klingt, oft seine Gründe. Die Natur ist da hart und sortiert solche Schwächlinge aus.
    In der Haltung kann man dem natürlich entgegenwirken in dem man sofern man es kann, eingreift. Wenn man selbst die Erfahrung nicht dazu hat, dann gibt es neben einer vogelkundigen Tierarztpraxis, die das für einem übernehmen kann, nur noch eine Alternative. Und das wäre ein Züchter vor Ort mit Küken in etwa gleichem Alter und mehreren Hennen, denen er die Küken unterschieben kann. Doch selbst da, muss ein Küken fit genug für sein und kein seriöser Züchter gefährdet seinen Bestand durch Fremdküken, wenn er nicht weiß weshalb sie so schwach sind. Sprich, um den vkTa Besuch werdet ihr nicht herum kommen.

    Wie alt sind eure Küken denn etwa? Denn dass sie den Brei nicht nehmen mag wahrscheinlich daran liegen, dass sie sich noch nicht aktiver am Füttervorgang beteiligen können und mit einer Kropfsonde ernährt werden müssen. Ich habe vor kurzem erst einen Notfallwelli groß gezogen, und trotz Erfahrung war das eine Herausforderung. Sitzt die Kropfkanüle falsch, erstickt das Küken.

    Ich will dich hier keineswegs irgendwie ängstigen. Aber es ist wichtig dass du weißt, dass es hier um Leben und Tod geht. Und selbst wenn die Henne noch ein wenig füttert, es aber nicht ausreichend ist, dann riskiert ihr ohne Handeln unterversorgte, dadurch mangelernährte, krank werdende Wellis, die gesundheitlich dauerhafte Schäden davon tragen.

    Den Hintergrund der Zuchtbemühung bei euch kenne ich natürlich nicht. Aber ich gehe von Zucht in Laienhand aus, weil sich andernfalls solche Fragen nicht stellen würden. Züchter wissen um Risiken, können sie abwägen, einschätzen und damit umgehen. Und sie setzen prophylaktisch immer mehr als ein Paar gleichzeitig zur Brut an, damit ggf. andere Elternvögel die untergeschobenen Küken mitversorgen können.

    Zum vkTa bekommst du bei derzeitiger Wetterlage die Küken recht leicht. Transportbox fertig machen mit Streu drin, ein Tuch drüber hängen, damit die kleinen es dunkel haben und dadurch auch der Stress minimiert wird, und falls es bei euch nicht so warm wäre, eine kleine Wärmequelle (Wärmekisschen) einlegen, damit die kleinen nicht auskühlen. Aber wenn es um die 20 Grad hat, sie windgeschützt tranportiert werden, dann ist das auch ok. Am besten losziehen nach der letzten Fütterrunde. Ein unterschieben wäre danach sofern die Küken wieder mit heim dürften, kein Problem.

    Hoffe euch kann geholfen werden
    Bei Fragen meld dich gern. Ich versuch öfter reinzuschauen.

    Alles, alles Liebe, Ive

  4. #4

    tanilu
    Frisch geschlüpft


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    Besitzt keine Vögel


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    Hallo,
    danke erstmal für die beiden ausführlichen Antworten. Es sind nicht unsere ersten Küken, wir sind also somit keine absoluten Laien. Allerdings gab es in der Vergangenheit bei den Gelegen und den Küken bzw. bei deren Aufzucht nicht diese Probleme. Alle bisherigen Küken sind ohne Probleme groß geworden (vlt war es Glück). Aktuell haben wir auch noch ein zweites Pärchen das ebenfalls 3 Küken großzieht. Es ist für beide Paare die erste Brut. Ich habe auch Kontakt zu einer erfahrenen Welli-Züchterin aufgenommen, die mir geraten hat, die Henne herauszunehmen, damit der Papa sich ausschließlich um die Küken kümmern kann und sich nicht mehr mit seiner Partnerin beschäftigt. Wir wollten einfach eure Erfahrungen zu diesem Thema hören. Ein paar weitere Meinungen von Wellizüchtern.
    LG

  5. #5

    Ive84
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    Hallo Tanja

    Ich hoffe ehrlich gesagt, dass dieser Versuch fruchtet, auch wenn ich bei schon solch geschwächten Küken da deutlich besorgt bin.
    Die Daumen sind gedrückt.

    Prinzipiell ist gegen Zuchtbemühungen nichts einzuwenden, wenn sie untermauert ist mit dem Wissen, was in Ernstfällen zu tun ist.
    Vögel zur Brut schreiten zu lassen mit der Hoffnung, dass alles gut geht ist fahrlässig und birgt ohne jegliche Übervorsicht immer ein hohes Risiko. Umso besser, dass es bei euch bisher stets gut ging. Nun wisst ihr, in welchem Bereich ihr euer Wissen in Theorie und Praxis noch erweitern dürft.

    Alles, alles Liebe, Ive

  6. #6

    tanilu
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    Ive, es ist nicht so, das wir da vollkommen blauäugig rangehen. Natürlich haben wir uns vorher gründlich mit den Risiken auseinander gesetzt. Aber jeder fängt mal an und kann nicht gleich ein Vollprofi sein. Und wie gesagt, wir sind in Kontakt mit der Züchterin von 2 unserer Wellis, die uns immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Warum es diesmal leider zu Problemen kommt, kann sie auch nicht sagen. Wir haben seit mittlerweile 25 Jahren Wellis, und da auch schon die eine oder andere Schwierigkeit zu überwinden gehabt, nur leider passieren auch immer mal wieder unerwartete Dinge. Und wie gesagt, es ging hier nur darum, weitere Erfahrungen von Menschen zu bekommen, die ähnliches erlebt haben. Die vogelkundige Tierärztin hier in der Nähe kennt uns und die Wellis was nicht heißt, das wir da Stammgäste sind. Sondern weil wir einfach auch mal nur den Gesundheitszustand unserer Wellis kontrolliert haben wollen.

  7. #7

    Ive84
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    Hallo Tanja

    Umso besser, wenn ihr um die grundlegenden Dinge wisst. Auch gute Züchter sind nicht vor Komplikationen gefeit. Sowas kann eben immer vorkommen, umso mehr und intensiver plädieren wir aber auch abgesehen vom Einzelfall eben dafür, wie wichtig es ist gerüstet zu sein. Meine Worte sollten dich keineswegs angreifen oder euch unterstellen, dass ihr ahnungslos seid.

    Es macht euch hier niemand einen Vorwurf. Es ist nur wichtig das in aller Deutlichkeit gerade wegen stiller Mitleser zu schreiben. Denn nicht jeder hat den Mut wie du, hier einfach zu schreiben. Und auch diese Menschen sollen ja Hilfe finden.

    Dass ihr eine Züchterin vor Ort habt ist super und immer auch ratsam. Ich drücke weiter die Daumen für euch und hoffe, dass die kleinen Spatzen es noch schaffen. Viele Erfahrungswerte wirst du hier bei Welli.net leider nicht finden. Da wir wie Pezzy schon schrieb, nicht schwerpunktmäßig mit Zucht, sondern eher mit der Vermittlung von Abgabetieren beschäftigen. Züchter sind hier kaum vertreten.

    Trotzdem freuen wir uns, dass du zu uns gefunden hast.

    Liebe Grüßle, Ive

  8. #8

    Nymphenstar
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    Hallo,

    Wie gehts Den Küken denn jetzt? Werden gedrückt.

  9. #9

    tanilu
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    Leider hat es die Älteste aus dem Gelege nicht geschafft. Sie ist gestern beim TA über die Regenbogenbrücke gegangen. Allerdings war die Ursache ein schwerer neurologischer Defekt (somit hatte die kleine Maus leider nicht die geringste Überlebenschance ). Die anderen beiden Geschwister sind gut drauf. Und laut TÄ haben beide gute Chancen auf ein langes Vogelleben ohne weitere Massnahmen wohlgemerkt. LG

  10. #10

    Ive84
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    Hallochen Tanja

    Schade, dass es der Große nicht geschafft hat
    Für die anderen Schätze von Herzen das Beste. Genau wie für dich.

    Liebe Grüße, Ive

  11. #11

    tanilu
    Frisch geschlüpft


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    Besitzt keine Vögel


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    Danke Ive, ich bin wirklich traurig, weil die kleine Maus an meinem Geburtstag geschlüpft war, war sie etwas Besonderes für mich. Aber laut TÄ hat der neurolische Defekt in Verbindung mit einem auffälligen Herzen ihr leider nicht mehr Lebenszei beschert.

  12. #12

    Nymphenstar
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    Herzliches Beileid.

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