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Thema: Mein armes Bärchen ( Megas, Arthrose und nun noch eine Stockmauser)

  1. #1

    marie
    Frisch geschlüpft Benutzerbild von marie

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    Album von marie

    Lächeln Mein armes Bärchen ( Megas, Arthrose und nun noch eine Stockmauser)

    Hallo an alle Plüschfreunde,
    Nun will ich mir mal einiges, was mich immer wieder sehr belastet, von der Seele schreiben. Mein "Dicker" ist vor ungefähr gut 3 Jahren das erste Mal an Megas erkrankt. Er hat vor ca. 4 Jahren seinen Freund Bruno dadurch verloren. Damals kannte ich diese miese Krankheit noch nicht ( meine Wellis waren immer gesund und nie krank) und mir fiel leider viel zu spät auf, dass Bruno immer dünner wurde weil er meistens etwas aufgeplustert auf der Stange saß. Da Wochenende war und ich auch beim Not-Tierarzt war( dieser war aber nicht auf Vögel spezialisiert), er mir auch nicht helfen konnte, recherchierte im Netz nach den Symptomen die er hatte und kam schließlich auf Megas. Leider viel, viel zu spät. Er starb am nächsten Tag eine Stunde bevor wir den Termin beim vogelkundigen Tierarzt hatten, in meiner Hand . Es war furchtbar für mich und ich habe mit sehr große Vorwürfe gemacht dass ich es nicht früher erkannt hatte. Ich fuhr trotzdem hin weil ich genau wissen wollte woran Bruno gestorben war. Er bestätigte Megabakteriose. Seit dem hatte ich meinen "Dicken" genau im Auge, schon aus der Angst heraus dass er es wahrscheinlich ja auch bekommen könnte. Wie gesagt, vor ca. 3 Jahren kam dann der erste Schub. Ich hatte Gott sei Dank, zu der Zeit, schon eine sehr gute vogelkundige Tierärztin gefunden. Sie bestätigte mir den Verdacht und gab mir Ampho mit. Da ich es aus beruflichen Gründen und mit der dauernden Quälerei mit den Tropfen nicht hinbekam(er tut mir dann immer so leid), er auch zugefüttert werden sollte und ich sicher gehen wollte dass er seine volle Ration in jeglicher Hinsicht bekommt, hab ich ihn schweren Herzens dann zu ihr, zur stationären Aufnahme gegeben. Ich habe damals täglich mit ihr telefoniert und mich erkundigt ob er Fortschritte macht. Nach guten 14 Tagen konnte ich ihn ein Glück wieder abholen. Der zweite Schub kam ca. 8 Monate später. Wieder der gleiche Ablauf. Der letzte den er hatte, war schlimmer denn je. Zusätzlich kamen dann auch noch Antibiotika und Infusionen hinzu weil er eine heftige Kropfentzündug hatte. Ich dachte wirklich er überlebt es nicht. Er wog immer so zwischen 52 und 56 Gramm. Zu der Zeit mal gerade noch 32. Ich fuhr zu ihm hin weil ich sehen wollte wie es ihm geht und ob er sich quälen muss, hatte mich nach langem Überlegen entschlossen, wenn ich ihn sehr leidend sehen würde, ihn einschläfern zu lassen. Habe die gesamte Autofahrt nur geweint weil ich mit der Situation, dass er leiden muss, nicht umgehen kann und weil ich unglaublich an ihm hänge. Die gesamte Zustand machte mich richtig krank und fertig. Ich musste nur noch über ihn nachdenken. Fühlte mich wie ein Häufchen Elend. Es war alles einfach nur noch schrecklich traurig und aussichtslos. Als die Tierärztin ihn dann holte und ich mit ihm redete war er beleidigt wie eine Leberwurst und hat mich keines Blickes gewürdigt. Er setzte sich sofort auf die, mir, entfernteste Seite und sprach kein Wort mit mir. Eigentlich freute er sich sonst immer wenn ich ihn begrüßte und kam ganz nah zu mir heran. Er war wirklich hochgeradig beleidigt. Das war ein sehr gutes Zeichen für mich und ich machte mir keine Gedanken mehr darüber, ihn evtl. einschläfern lassen zu müssen. Ich fuhr mit einem riesig positiven Gefühl wieder nach Hause und erzählte es gleich meinem Mann. Er blieb gute zwei Wochen und ich freute mich sehr als er wieder nach Hause kam. Dieser Zustand dauerte aber leider nur eine Woche und ich konnte ihn wieder dort abgeben weil er einen Rückfall bekam. Also brach bei mir wieder das große Bangen aus. Ich weiß gar nicht mehr wie lang er dann da war, beschäftigte mich wieder mit dem Gedanken dass er sich nicht quälen soll. Die Ärztin hat ihn aber retten können und jetzt haben wir schon über 1 Jahr Ruhe. Jetzt dauert es nicht mehr lang und er ist 14 Jahre alt. Nun kommen auch andere Probleme dazu wie Arthrose und vor ein paar Tagen war ich auch wieder beim TA weil er so schlimm mausert und er hatte auch einen Abend seine Körnchen wieder ausgewürgt, was bei mir ja zwangsläufig alle Alarmglocken läuten lässt. Er hat keinen richtigen Appetit und zieht sich zurück. Der kleine Tchibo geht ihm häufig sehr auf die Nerven da er voll der Hektiker ist und ihn von Hü nach Hott scheucht. Er kann es nicht ertragen wenn der "Dicke" futtert und lässt ihm oft keine Ruhe. Eigentlich kann Tchibo ja auch nicht dafür, er ist halt sehr quirlig und steckt voller Lebensenergie. Das macht meinem Kerlchen aber natürlich schon länger Stress. Leider habe ich damals ein Jungtier dazu gekauft als Bruno starb. Das würde ich heute bestimmt anders machen. Ich habe damals nicht bedacht dass Bärchen ja vielleicht irgenwann mal mehr Ruhe braucht und eben, wie auch alte Menschen, immer gebrechlicher wird. Nun steckt er auch noch in der Stockmauser und sieht schon etwas sehr zerrupft um den Hals und um den Kopf aus. Habe jetzt mal Korvimin bestellt da er z.Z. jegliches Grünfutter ablehnt. Die TA hat mir auch zusätzlich noch zwei verschiedene Mittel mit gegeben die er nehmen soll. Wenn jemand noch etwas vorschlagen könnte was gut für ihn ist wäre ich dankbar für jegliche Hilfe. Es ist schon ein Elend mit meinem armen Dickerchen. Und da ich mich leider schon häufiger mit dem Gedanken beschäftigen musste dass er irgendwann nicht mehr da sein wird, habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht was aus dem kleinen Tchibo dann wird. Das war damals auch der Grund meiner Anmeldung hier. Ich habe mir das lange durch den Kopf gehen lassen und bin zu dem Entschluss gekommen dass ich dann ein schönes neues Zuhause für ihn suchen möchte. Ich kann es seelisch nicht mehr ertragen wenn ein Tier leiden muss oder wenn es irgenwann gehen muss. Das macht mich selbst ganz krank und todtraurig. Ich hoffe von ganzem Herzen dass mein "Dickerchen" noch lange bei uns ist und wir noch viel Spaß miteinander haben werden. Ich bin froh darüber dass ich mir das alles hier mal von der Seele schreiben konnte weil es viele Menschen gibt keinerlei Verständnis dafür haben dass man sich um ein so kleines Tier so sorgt und es als Familienmitglied ansieht.
    Dies war jetzt eigentlich schon die Kurzfassung(kaum zu glauben)

  2. #2

    Lea-113
    Kennt sich schon aus Benutzerbild von Lea-113

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    Hallo marie !
    Das ist sehr bewegend, was du schreibst.
    Du liebst deinen Kleinen und ich kann deine Sorgen
    nachvollziehen.
    Er scheint ein richtiger kleiner Kämpfer zu sein und hat schon
    ein super Alter erreicht. Wie schön das ist.
    Das er jetzt auch noch Arthrose hat, kann man in seinem Alter ja
    gut nachvollziehen und ich finde das jetzt nicht so tragisch.
    Du kannst ihn mit einem Schmerzmittel, wenn er starke Schmerzen hat
    unterstützen. Zum Beispiel Metacam. Das kannst du dann mit deiner Frau
    Vogeldoc besprechen.
    Auch würde ich ihm Catosal beim Doc holen. Das ist ein B-Vitamin und wird ihm
    auch guttun. Er wird da auch ein bisschen munterer. Und wenn du es ihm gibst,
    kannst du nicht überdosieren. Was zuviel in deinem Bärchen landet, wird auf natürliche
    Weise wieder ausgeschieden. Ich habe mit diesem Mittel immer schon, sehr gute Erfahrungen
    gemacht. Kann ich sehr empfehlen.
    Und das andere Menschen oftmals so ein Unverständnis zeigen, das solltest du versuchen zu ignorieren.
    Solche Menschen gibt es leider viel zu oft.
    Das du nach Bärchens Ableben, die Wellihaltung aufgeben willst, ist schade.
    Es gibt leider viel zu wenige Menschen, die sich solche Gedanken machen über das Wohlbefinden ihrer
    Lieblinge und so finde ich es immer schade.
    Jetzt hoffe ich, das dir dein Bärchen, noch recht lange erhalten bleibt !
    LG

  3. #3

    Calimero8
    ForenTeam Benutzerbild von Calimero8

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    Album von Calimero8

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    Hallo Marie,


    dein Bärchen hat inzwischen ein tolles Alter erreicht und du hast ihn gut und aufmerksam gepflegt und gründlich behandeln lassen.

    Ich habe auch 2 alte Wellis, die aber "erst" 11 sind und die ihre altersbedingten Krankheiten haben. Wir haben Arthrose und ausbleibende Mauser homöopathisch behandelt und ganz gut in den Griff bekommen, aber die Mittel als Globuli verabreicht, die ja Laktose enthalten. Das würde ich wohl bei Megas vermeiden, Zucker in jeder Form ist kontraproduktiv.

    Metacam kannst du kurzzeitig geben, wie Lea auch schreibt, nach Rücksprache mit dem VK, denn es wirkt auch entzündungshemmend.

    Kannst du Bärchen vielleicht an verdünnten Thymiantee gewöhnen, dieser ist eine sehr gute Vorbeugung, damit es nicht zum Ausbruch der Megas kommt.

    https://www.welli.net/blog/a757-tee-...t-wirkung.html

    Ich wünsche dir natürlich, dass du an deinem Dickerchen noch lange Freude hast. Genießt die Zeit zusammen.


    Liebe Grüße
    Susanne

  4. #4

    Alula
    Wohnt hier Benutzerbild von Alula

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    Wie gehts den kleinen? Eines meine Henne hat auch Arthrose. Hat er den sehr Probleme mit? Meist kommen die schmerzen ja in Schüben.
    Metacam macht auf Dauer die Leber und Nieren krank. Sitzbrettchen damit er seine Füßchen entlasten kann, kannst du ihm auch anbieten.

    Was für Mittel hat deine Tierärztin dir gegeben? So können wir dir vielleicht bessere Tipps geben, was du ja mit deiner Tierärztin evtl. Besprechen kannst.

  5. #5

    marie
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    Album von marie

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    Hallo Lea, Metacam habe ich hier, gebe ich aber nur wenns ganz schlimm wird. Er bekommt regelmäßig Traumeel ins Wasser und ich creme sein wehes Füßchen auch regelmäßig damit ein. Manchmal muss ich auch mit Bepanthen behandeln weil das gesunde Füßchen überbelastet wird. Habe Korvimin jetzt hier und ihm schon gegeben. Scheint ihm gut zu bekommen, er fühlt sich schon wieder was besser,meckert zeitweise schon wieder rum. Danke für den Tip mit dem Catosal. Werde ich mich mal drüber erkundigen. Momentan bekommt er ja noch andere Mittel daher möchte ich ihn nicht überlasten mit Medikamneten. Aber auf jeden Fall gut zu wissen Liebe Grüße von meinen 2 Süßen und mir

  6. #6

    Lea-113
    Kennt sich schon aus Benutzerbild von Lea-113

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    Hallo marie !
    Super, das sich der Kleine schon etwas besser fühlt.
    Das Metacam ist auch wirklich nur für schwere Schübe gedacht.
    Wenn das Traumeel ausreicht, ist das toll.
    LG

  7. #7

    marie
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    Album von marie

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    Hallo Calimero8 oder lieber Susanne?, nein Globulis kann ich aufgrund des Zuckergehalts nicht geben. Er bekommt seit seinem ersten Schub keinerlei zuckerhaltige Lebensmittel mehr. Schade, weil der so gerne Äpfel und grüne Weintrauben mochte. Aber er hat sich an die zuckerame Kost mittlerweile gut gewöhnt. Leider geht auch keiner der Beiden an Thymiantee ran. Ich kann das mal mit der Spühflasche an die Gitterstäbe sprühen und wenn ich viel Glück habe geht er dann an die Tröpfchen ran die sich dort sammeln. Aber da muss ich schon sehr großes Glück haben. Das habe ich schon bis zur Verzweiflung versucht. Er hat ja schon immer Probleme mit Veränderungen gehabt. Da ist er leider sehr, sehr eigen. Metacam hab ich für den Notfall auch hier, gebe ich aber nur wenn es ganz schlimm wird. Er bekommt regelmäßig Traumeel von mir. Is schon manchmal ein Elend wenn die Plüschkugel auch noch so wählerisch ist. Liebe Grüße noch

  8. #8

    marie
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    Hallo Alula, Metacam gebe ich nur wenns nicht mehr anders geht. Er hat eh eine Lebervergrößerung, daher bin ich da sehr vorsichtig. Er bekommt regelmäßig Traumeel. Sitzbrettchen hab ich schon sehr lange im Käfig, nutzt er aber leider nicht. Habe manche Strange mit Luftpolsterfolie und drüber Naturleder bezogen, das hat auch was gedauert eh er drauf ging aber mittlerweile sizt er häfiger dort. Er muss aber anscheinend immer wieder die Stangen wechseln, was ja eigentlich für die Füße auch gut ist, was ich aber trotzdem manchmal nicht ganz verstehe weil er ja Schmerzen hat. Er sitzt auch zeitweise auf einer waagerechten Leiter, da hat er mit seinen Schwanzfedern ein bisschen mehr Halt. Hatte schon etliche Sachen für ihn gebastelt aber er nimmt leider noch lange nicht alles an. Hab auch ein Stück Hanfteppich auf dem Käfig ausgelegt damit er weich sitzen kann aber das nutzt er alles nicht. Da wird lieber dran geknabbert. Manchmal versteht man die kleinen Kerle einfach nicht. Die Mittel die mir der Doc gegeben hat waren jetzt nicht für die Arthrose sondern wegen der Stockmauser. Es geht ihm aber ein Glück schon wieder etwas besser und er brabbelt wieder. Leider kommt er momentan nicht mehr auf den Spielplatz hoch und stürzt immer ab . Ich setze ihn dann eben manchmal auf dem Finger auf seinen geliebten Platz. Runter fliegen is ja leichter für ihn. Er lässt sich mittlerweile auch abends gern in seine Schalfschlaufe tragen auch wenn er gleich daneben sitzt. ) Er weiss genau, dass ich das für mein altes Dickerchen ja alles gern mach. Liebe Grüße noch

  9. #9

    Alula
    Wohnt hier Benutzerbild von Alula

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    Hallo Marie,
    dan ist es ja gut.

    Schön was du alles für deine Wellis machst. Ich habe auch Sitzbretter gemacht aus Kork, aber das nutzen sie auch nicht so zum sitzen.
    Versteht einer mal die Piepmätze...

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