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Thema: Vogelschwarm aufteilen und nebeneinander halten?

  1. #1

    Apinya
    Ist in der Jugendmauser


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    5 Wellensittiche


    Album von Apinya

    Standard Vogelschwarm aufteilen und nebeneinander halten?

    Hallo liebes Forum,

    ich bin jetzt schon seit einiger Zeit am grübeln wie ich bei meiner Wellensittich-Situation die Haltung optimieren kann. Da ich mir unsicher bin und mich nicht falsch entscheiden möchte wollte ich hier euch einmal um Rat und Ideen fragen.

    Zu meiner Wellensittich-Situation: mein Wellensittichschwarm bestand bis vor kurzem aus 6 Wellensittichen (3 Hähne / 3 Hennen bzw. 3 Pärchen), die ich in der Madeira Double Antik halte. Der Vogelkäfig steht in dem "Wohnzimmer" in dem mittlerweile nurnoch Sofa und TV stehen und der ansonsten mehr oder weniger zum Wellie-Zimmer umgewandelt wurde. Nun ist am 05.07.2019 eine Henne an Altersschwäche gestorben. Ihr Partner hat getrauert, isst, trinkt, zwitschert aber wieder ganz zufrieden. Dennoch möchte ich nicht das er in dem Schwarm das 5te Rad am Wagen wird. Zudem hatte er vor einigen Monaten einen Schlaganfall, welcher zu einer Kopffehlhaltung und Sehschwäche auf einem Auge geführt hat. Aus diesem Grund hat er leider auch seine Flugfähigkeit verloren. Beim täglichen Freiflug ist er anfangs häufig auf den Boden gefallen, hat aber schnell angefangen nicht mehr zu fliegen. Das Problem hierbei ist allerdings, das er bei aufschrecken des Schwarms ebenfalls aus Schreck losfliegt. Nur dreht er sich während des Fluges und fällt so mit viel Kraft (da er weiterhin doll mit den Flügeln zum fliegen schlägt) auf Rücken, Kopf etc. Der Boden war immer sobald er draußen war mit Decken und Handtüchern gepolstert, sodass er im Falle des Fallens immerhin weich aufkommt. So kamen wir eine Zeit lang gut zurecht und er fiel mittlerweile nurnoch selten auf den Boden. Mit aufgestellter Brücke flitzte der Kleine dann sogar immer sehr flink wieder auf den Käfig zurück und zwitscherte fröhlich los. Eines Tages schaffte er es aber mit Power hinter die (gedacht) gut gesicherte Heizung zu fliegen. Mit müh und Not bekamen wir ihn dort auch wieder (wie ein Wunder) unversehrt heraus (dauerte gefühlt um die 20 Minuten). Nachdem er wieder im Käfig saß und sich von seiner Partnerin trösten ließ, verhielt er sich auch nach ein paar Stunden wieder ganz normal und zwitscherte und baggerte wieder vor sich hin. Bei mir allerdings hinterblieb eine ziemlich große Angst davor ihn erneut rauszulassen. Hin und wieder scheint er zu vergessen das er nicht richtig fliegen kann und fällt dann doch wieder doller als es mir lieb wäre, wonach ich mich jedesmal sehr stark um ihn sorge...
    Ich habe außerhalb des Käfigs schon für ihn versucht alles behindertengerecht einzurichten aber er ist ein ziemlicher Draufgänger und scheint gerne Risiken einzugehen, da er lieber versucht irgendwo hinzuspringen statt den sicheren Weg zu nehmen und zu laufen.

    So, nun zum eigentlichen Thema. Ich habe überlegt ob es sinnvoll wäre einen flugunfähigen Partner (Henne oder Hahn) für ihn dazuzuholen und die Voliere mit dem Trenngitter zu 2 Käfigen umzufunktionieren. Da würde ich dann auf der rechten Hälfte alles für ihn + evtl. Partner schön auf ihn zugestimmt einrichten und bräuchte weniger Angst darüber haben das er ständig fällt und sich eines Tages doch mal etwas schlimmes tut. Die linke Hälfte würde ich für die 2 Pärchen dann so einrichten das es auf diese abgestimmt ist und diese durchgehend die Chance auf Freiflug haben, auch wenn ich nicht mit im Raum bin. Für das Zimmer hatten wir eine Live-Kamera eingerichtet, um eben auch in anderen Räumen der Wohnung immer ein Auge auf die Kleinen haben zu können, sodass diese dennoch nicht unbeaufsichtigt wären. Ist diese Idee überhaupt sinnvoll oder sollte ich das komplett anders handhaben? Ich bin für alle Ideen offen, allerdings ist das abgeben der Vögel/ des Vogels keine Option für mich.

    Liebe Grüße, eine besorgte Vogelmama

  2. #2

    Mirinda-Tante
    Ist in der Jugendmauser Benutzerbild von Mirinda-Tante


    Zwei Aktivitätssterne

    4 Wellensittiche


    Standard

    Hallo Apinya,
    oh je, der arme Kleine. Erst ein Schlaganfall und dann auch noch seine Frau verlieren. Der arme Kerl hat aber richtig hingelangt. An sich finde ich deine Idee sehr gut, bin nur noch unsicher, wie er es aufnimmt, wenn er dann gar nicht mehr aus dem Käfig darf. Wir haben auch 2 flugunfähige Schätze, aber sie krabbeln halt sehr gerne auf und um den Käfig herum. IM Käfig haben wir den Boden mit Bläslefolie und Schaumgummi ausgepolstert. Gottseidank stürzen sie selten ab, wenn sie draußen sind. So ein geteilter Käfig ist ja platzmäßig dann auch nicht mehr so riesig und sie fühlen sich vielleicht eingesperrt (was ja auch stimmt). Andererseits, wenn dein kleiner Rabauke solche Dinger dreht, hat man ja keine ruhige Minute, weil man nicht weiß, was er wieder anstellt und wo man ihn wieder aufsammeln oder rausoperieren muss. Vielleicht kannst du den beiden Bruchpiloten dann, wenn du da bist, die Möglichkeit geben, dass sie unter Aufsicht krabbeln und klettern können. Ansonsten ist das vermutlich die beste Lösung. Oder könntest du vielleicht noch einen komplett getrennten Käfig aufstellen in einer anderen Ecke des Zimmers, wo die beiden dann in Ruhe - ohne das Geschwirr der anderen - krabbeln könnten? Ist schwierig, aber ich finde es toll, dass du ihn auf keinen Fall abgeben möchtest, gehört ja zur Familie, und ihm wieder eine Frau dazugesellen willst. Ein flugunfähiger Bub ginge auch, die Jungs verstehen sich ja meist prima miteinander. Probiere es einfach mal aus, du wirst ja dann sehen, man merkt ihnen ja doch schnell an, ob sie glücklich oder unzufrieden sind und dann kann man ja immer noch eine andere Lösung suchen. Oder fällt einem hier noch die PERFEKTE Lösung ein?

  3. #3

    Silvia H
    Welli.net Auskenner


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    2 Wellensittiche


    Album von Silvia H

    Standard

    Hallo Apinya,

    ich sehe es so wie Uschi. Ein separates Heim für Deinen Bruchpiloten und seinen/seine neue Partnerin. Das müsste ausreichend groß und behindertengerecht eingerichtet sein. Das neue Heim nicht unbedingt neben dem, der flugfähigen Wellis stellen, wenn möglich, etwas weiter entfernt.
    Ich glaube, eine perfekte Lösung gibt es nicht, eben nur ein Kompromiss. Vielleicht melden sich auch noch andere User, die ähnliche Welli Konstellationen haben.

    Ich wünsche Dir alles Gute und halte uns bitte auf dem Laufenden.

    Viele Grüße
    Silvia

  4. #4

    Apinya
    Ist in der Jugendmauser


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    5 Wellensittiche


    Album von Apinya

    Standard

    Hallo,

    vielen Dank für die schnellen Antworten und die genannte Idee. Als Quarantäne-Käfig habe ich immer die Vogelvoliere Diana benutzt, somit hätte ich diese hier bereitstehen. Allerdings finde ich das diese den 2 Vögeln ohne richtigen "Ausgang" nicht gerecht werden würde. Gibt es hier eine vielleicht besser geeignete Voliere für eine behindertengerechte Einrichtung? Sollte ich die extra Voliere eher bodennah aufbauen oder die Höhe beibehalten? Besteht die Möglichkeit einen Teil des Raumes evtl. mit einer Art "Auffangnetz" um/unter die behindertengerechte Voliere zu spannen und so einen ungefährlicheren "Freiflug" zu gewähren oder spinne ich mir da gerade wirres Zeug zusammen? Da der kleine ja leider nicht nur runterplumpst sondern auch dazu neigt auf den Kopf etc. zu fallen, habe ich unter anderem vor einem Genickbruch angst. Gibt es einen Grund dafür die beiden Gruppen nicht mehr direkt nebeneinander zu halten? Ich dachte erst das er so vielleicht noch ein bisschen mehr Kontakt zu seinen alten Freunden haben könnte. Der Kleine war schon immer der Sozialste in der Gruppe, hatte auch unseren Neuzugang damals sofort abgeholt und integriert.

    LG Jenni

  5. #5

    Mirinda-Tante
    Ist in der Jugendmauser Benutzerbild von Mirinda-Tante


    Zwei Aktivitätssterne

    4 Wellensittiche


    Standard

    Hallo Apinya,
    Ich würde den Behindertenkäfig nicht zu hoch, aber auch nicht zu weit unten aufstellen. Vögel wollen weiter oben sein. Das mit dem Auffangnetz klingt gut, Netz ist nicht so gut, da kann er sich drin verfangen, aber vielleicht kann man irgendwie ein Tuch/mehrere Tücher so spannen, dass sie darin landen. Ist halt eine rechte Bastelei, aber was tut man nicht alles. Oder eben den Boden rund um den Käfig dick mit Schaumgummi oder Bläslefolie auslegen. Der einzige Grund für die räumliche Trennung ist, dass er, wenn er eingesperrt ist ODER krabbeln darf, nicht hektisch reagiert, wenn die anderen wild losfliegen, und auch fliegen will bzw. dass er nicht frustriert ist, wenn er sieht, wie die anderen raus dürfen und er nicht. Kontakt hätten sie ja weiterhin, sie wären ja im selben Zimmer und deine Flieger könnten ihn ja besuchen. Und er würde sie hören und sehen.
    Ich hätte auch schreckliche Angst vor einem tödlichen Unfall, kann dich gut verstehen.
    Aber vielleicht fällt ja noch jemandem was geniales ein, wäre toll!

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