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Thema: Pitty hat einen Hüftschaden - Wie behindertengerecht einrichten?

  1. #1

    Chipy
    Ist Futterfest Benutzerbild von Chipy


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    11 Vögel


    Album von Chipy

    Standard Pitty hat einen Hüftschaden - Wie behindertengerecht einrichten?

    Guten Abend
    Leider habe ich nicht all zu gute Neuigkeiten.
    Ich war mit meinem kleinen Pitty heute beim vTA, da er seinen rechten Fuß seit einigen Tagen nicht mehr belastet hat und permanent auf einem Fuß stand.
    Beim vTA wurde dann ein Röntgenbild angefertigt, auf dem klar zu sehen war, das sein Gelenkkopf am Bein aus der Gelenkpfanne an der Hüfte gerutscht ist.
    Leider ist dies laut dem vTA nicht wirklich behandelbar, so das Pitty nun eine dauerhafte Behinderung haben wird. Sein Herz ist auch leicht vergrößert, was aber noch nicht in einem problematischem Ausmaße ist. Wiegen tut er derzeit nur 31g, was aber laut vTA bei ihm noch einigermaßen okay ist und für sein Gelenk wahrscheinlich sogar hilfreich.

    Schmerzen hat er anscheint kaum bis gar nicht, ich soll ihm aber vorsorglich zwei Wochenlang ein Schmerzmittel geben, was er mir mitgegeben hat (Wirkstoff Meloxicam)
    Laut vTA ist sein Zustand aber ansonsten gut, so dass er damit wahrscheinlich gut leben kann und es Gottseidank nicht nötig ist ihn zu erlösen.
    Er ist auch noch fleißig am singen, am essen & trinken, putzen, seine Partnerin am kraulen und am fliegen, also alles was ein normaler Wellensittich eben tut

    Die große Frage ist nun: Wie richte ich den Käfig möglichst behindertengerecht ein und gibt es noch etwas, was ich dringend beachten muss?
    Sitzbretter werden demnächst natürlich geholt, das ist mir in dem Fall auch klar.

    Gibt es hier noch jemanden, dessen Welli die gleiche Einschränkung hat, der mir vllt ein paar Tipps geben kann?


    Danke schon mal im vorraus.
    Grüße
    Chipy

  2. #2

    Silvia H
    Welli.net Auskenner


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    2 Wellensittiche


    Album von Silvia H

    Standard

    Hallo Chipy,

    schade, dass sich noch niemand gemeldet hat und es tut mir sehr leid, dass Dein kleiner Welli behindert ist. Bisher blieb ich davon verschont, einen behinderten Welli zu pflegen und bin leider auch nicht so bewandert in Hinsicht auf Käfigausstattung und behindertengerechtes "Wohnen". Aber ich versuche es mal,.
    Den Volierenboden auspolstern mit weichem Handtuch oder Ähnlichem, darüber Küchenpapier legen und auch um die Voliere polstern, Leitern und Seile, Sitzbrettchen, Hängebrücken und Klettermöglichkeiten anbieten, soviel wie möglich. Die Futter- und Wassernäpfchen gut erreichbar an mehreren Stellen verteilen, sowie auch etwas zum Knabbern.
    Wenn Du mal bei der Userin "Pips" im Thread schaust, sie hat viele behinderte Wellis, könntest Du viele Möglichkeiten finden. Oder schau mal bei den "Hürdenwellis" rein, die findest Du ganz leicht, wenn Du googlest.
    Ich hoffe, dass sich einer der User mal hier meldet, der Dir besser helfen kann, als ich.

    Ich wünsche dem kleinen Kerl alles Gute und dass er keine Schmerzen hat. Bitte halte uns auf dem Laufenden.

  3. #3

    Pips
    Welli.net Auskenner Benutzerbild von Pips


    Drei Aktivitätssterne

    26 Wellensittiche


    Album von Pips

    Standard

    Hi, sorry , war mehrere Tage nicht im Forum,
    bei solchen Gelenksachen ist immer das Klettern das Hauptproblem. Es beansprucht ein geschädigtes Gelenk am Meisten.Ich habe einen Behindertenbereich für solche Vögel, die dann freiwillig nur darin leben . Gitterstäbe sind für solche Wellis etwas weit ausweinander, was beim Klettern Mühe macht. So empfehle ich dir , eine Kletterhilfe aus einer Jalousie an einer Seite des Käfigs anzubringen, besonders da, wo er einen Ruheplatz für sich auserkoren hat. Dort sollten dann auch wasser und futter gut erreichbar sein, um jeden unnötigen Weg zu ersparen. Vielleicht ist auch eine Korkplatte besser, als ein Brett. Durch die Unebenheiten kann er sein Bein besser in einen schonende Position bringen und die Gefahr des Wundwerdens ist geringer. der Platz wird von allen als Spielplatz und Wühlbereich genutzt, sind also auch nicht einsam.

    Hummelchen war meine stärkste Behinderte, Arthrose in Beinen und Hüftgelenke. Nur durch den Aufenthalt im Bereich brauchte sie keine Schnerzmittel mehr. Vorher musste sie viel Klettern. Sie liebte das unterschiedliche Einstreu und ihr Häuschen. Sie saß gerne auf dem Korkast, da hatte sie guten Halt und legte sich in die Kräuterstellen, zb Kamille. Der gesamte Bereich war sehr weich, besonders durch Leinenstreu an ihren Lieblingsplätzen.






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  4. #4

    Pips
    Welli.net Auskenner Benutzerbild von Pips


    Drei Aktivitätssterne

    26 Wellensittiche


    Album von Pips

    Standard

    Hab vergessen, die Jalousie als Aufstiegshilfe zu zeigen. Die Wellis können sich gut mit Schnabel und Krallen halten. Durch den nahen Abstand der Hölzchen bestimmen sie die Schrittgröße selbst. Die Jalousie it gut zuzuschnedien. die senkrechte Anbringung ist zu empfehlen, da sonst die Verunreinigung zu groß ist. Bei schwachen alten Vögeln ist aber eine flachere Anbrinung nötig.






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  5. #5

    Martin W
    Ist Futterfest


    Ein Aktivitätssterne

    6 Wellensittiche


    Standard

    Hallo Chipy,

    das gleiche hat sich mein Kiwi Anfang Februar zugezogen, der Gelenkkopf ist nicht mehr in der Gelenkpfanne. Kiwi war da 1,5 Jahre alt.
    Unterschiedliche Sitzbretter aus Holz oder Kork hat er zum Schlafen nicht angenommen, obwohl er sich tagsüber ganz gerne auf Kork hinlegt. Nachdem er 2 Tage sehr schlecht geschlafen hat und ziehmlich k.o. war, habe ich ihm in einer Reihe ca. 15 jeweils 10 cm lange Äste in unterschiedlichem Abstand von 2-4 cm und in unterschiedlicher Dicke im Schlafbereich montiert. Das hat er zum Glück angenommen. Anfangs hat er sich bei den enger zusammen stehenden Ästen auf einen dickeren, etwas über 2 cm breiten, Ast gesetzt bzw. in der Nacht auf den Ast gelegt. Wichtig für ihn war, dass er nicht das Gleichgewicht halten musste, da gleich davor und dahinter andere Äste waren und er sich schon mal mit der Schwanzfeder abstützen konnte. Der Kot musste jeweils am nächsten Tag teilweise von den Ästen entfernt werden.
    Ihm ging es dann relativ schnell besser, da er wieder gut schlafen konnte. Die Äste hat er hin und wieder gewechselt. Inzwischen sitzt er zum Schlafen entweder auf einem normalen Ast, oder hin und wieder auf dem dicken Ast hinter dem inzwischen im Abstand von 5 cm ein anderer Ast ist, auf dem er dann den Ansatz von seiner Schwanzfeder abstützt. Dass er die Möglichkeit hat, kann ganz nützlich werden, wenn er einmal Senior-Wellensittich ist.

    Nach 8 Wochen hat man von seiner Verletzung kaum mehr etwas gemerkt, da das fehlende Gelenk mit Sehnen und Muskeln ausgeglichen wird. Inzwischen ist er wieder fast wie früher. Er entlasten den Fuss tagsüber hin und wieder, fliegt und landet vorsichtig und ist sehr vorsichtig gegenüber den anderen Wellis, insbesondere dem Verursacher der Verletzung durch "über den Haufen Fliegen". Diesen habe ich die 8 Wochen bis Kiwi den Fuss wieder gut gebrauchen konnte, in einen seperaten Käfig gesteckt, damit nicht nochmal etwas passiert und anschliessend auch aufgepasst, dass sie sich vertragen.

    Wichtig ist in Zukunft auch, dass er kein Übergewicht bekommt. Insgesamt geht es ihm jetzt wieder gut.

    Viele Grüsse
    Martin

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