Wildkräuter - gesundes Grünfutter für Wellensittiche

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Wegwarte (Cichorium intybus)

Wegwarte - Cichorium intybus

Die Wegwarte, auch Zichorie genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie findet sich ab Mitte Mai bis in den September und Oktober auf Weiden, Äckern, Wegrändern und Schutthalden mit steinigem, mageren Untergrund. Ihr Wachstum ist verzweigt und krautig. Bis zu einem Meter hoch mit rarer Belaubung zeigt die Wegwarte ihre charakteristisch hellblauen Blüten. Diese haben zungenförmige Blütenblätter. Die gesamte Pflanze kann angeboten werden, wird aber in der Regel nicht gern gefressen. Beliebt sind bei Wellensittichen jedoch die halbreifen und vollreifen Samenstände der Wegwarte. Die enthaltenen Bitterstoffe sind förderlich für die Leber und obwohl die Pflanze selbst ungerechtfertigt wegen ihres bitteren Milchsaftes als umstrittene Futterpflanze gilt, sind Vögel die Hauptverantwortlichen für die Samenverbreitung. Besonders für Lebererkrankungen anfällige Wellensittiche profitieren deshalb vom Angebot dieser wertvollen Pflanze.


Weiche Trespe (Bromus hordeaceus)

Weiche Trespe - Bromus hordeaceus

Die Weiche Trespe, auch Flaum-Trespe genannt, ist eine weit verbreitete Grasart, die zur Familie der Süßgräser gehört. Gefunden werden kann sie vielerorts auf Wiesen, Feldern, Wegesrändern und Böschungen. Sie gehört zu den frühen Gräsern und kann somit schon Ende März bis in den Oktober hinein in den jeweiligen Reifezuständen gefunden und gesammelt werden. Das Gras selbst ist graugrün, teilweise mit feinen Härchen überzogen und zeigt eine weiche Blattstruktur. Die Trespe wächst rispig, teilt sich aber leicht auf und zeigt Ähren, die fast rautenförmig wirken, mit kleinen Grannen am Ende. Angeboten werden kann die gesamte Pflanze, wobei bei Wellensittichen besonders die Ährchen gern beknabbert und gefressen werden. Aber auch das zarte Gras wird benagt. Der Eiweißgehalt der Weichen Trespe ist erhöht. Dies kann die Brutlust fördern.


Weißer Steinklee (Melilotus albus)

Weißer Steinklee - Melilotus albus

Weißer Steinklee wird auch Bokharaklee oder Weißer Honigklee genannt und gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Er wächst an Wegrändern, auf Waldwiesen, Schutthalden, Grünstreifen und sonnigen Bahndämmen. Weißer Steinklee zeigt ein hohes, fast krautiges und stark verzweigtes Wachstum. Bis zu einem Meter hoch kann eine Weiße Steinkleepflanze werden. Die Blüten sind strahlend weiß und besitzen einen süßen Duft nach Honig. Die Blütezeit ist beginnend Ende Mai bis in den Spetember hinein. Die Blätter sind meist dreigliedrig und rund. Angeboten werden kann die gesamte Pflanze und wird gern benagt. Besonders die Blüten werden wegen des Nektars gern angenommen. Noch lieber werden jedoch von Wellensittichen ab Mitte September die reifen Samenstände gefressen, die sich an den ehemaligen Blüten bilden. Weißer Steinklee wirkt sich immunstärkend und förderlich auf die Verdauung aus.


Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis)

Der Wiesen-Fuchsschwanz gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und zur Familie der Süßgräser. Zu finden ist es mit deutlicher Verbreitung in ganz Europa auf Wiesen, Ackerrändern und Wegen mit Grünstreifen. Wiesen-Fuchsschwanz besitzt mehrere lange und etwa bleistiftdicke Scheinähren. Während der Blütezeit von Mai bis Juli hängen von diesen Ähren gelbe, violette oder auch bräunliche Pollenfäden herab. Wiesen-Fuchsschwanz kann als gesamte Pflanze angeboten werden und kann sowohl blühend, halbreif oder mit voll ausgereiften Samen verfüttert werden. Er besitzt einen hohen Futterwert und ist bei Wellensittichen gern angenommen, wenn ihn die Vögel kennen gelernt haben. Die enthaltenen Pflanzenstoffe wirken sich positiv auf die Gesundheit und Abwehr der Wellensittiche aus.


Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)

Wiesen-Lieschgras - Phleum pratense

Knaulgras gehört zu den Rispengräsern und der Familie der Süßgräser. Man kann es auf Wiesen, Weg- und Waldrändern finden. Die Rispen sehen dreieckig aus und sind grün und leicht violett und sammelbar von April bis weit in den September. Die gesamte Pflanze ist fressbar und vielen Wellensittichhaltern ist Knaulgras als Einzelsaat bekannt. Frisch angeboten ist es aber ebenso wertvoll und zudem in unterschiedlichen Reifegraden zu finden. Knaulgras ist reich an Eiweiß, was beachtet werden kann bei Wellensittichen die eiweißarme Ernährung benötigen. Auch die Brutlust kann beeinflusst werden.


Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)

Wiesen-Rispengras - Poa pratensis

Das Wiesen-Rispengras gehört zur Familie der Süßgräser und ist am meisten verbreitet in unseren Breitengraden. Zu finden ist es auf Wiesen, Wegrändern, Waldrändern und Grünstreifen von Anfang Mai bis September. Die Wiesen-Rispengräser werden recht hoch, bis zu 60 cm im Wachstum. Die Rispen sitzen auf kräftigen Stängeln und zeigen mehrere kleine, graugrüne oder auch violett scheinende Ährchen, welche je nach Reifegrad locker angeordnet sind. Das Blattwerk ist kräftig, glatt und unbehaart. Wiesen-Rispengras kann als komplette Pflanze angeboten werden und ist bei Wellensittichen sehr beliebt. Wiesen-Rispengras ist reich an Eiweiß und enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf das Verdauungsmillieu auswirken können. Eiweißreiche Kost kann Brutlust bei Hennen anregen und ist für Wellensittichen mit Nierenerkrankungen ggf. nur eingeschränkt zu empfehlen.


Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)

Wolliges Honiggras - Holcus lanatus

Das Wollige Honiggras gehört zur Familie der Süßgräser und ist eine anspruchslose Pflanze, die man vermehrt auf feuchteren Wiesen und Weiden finden kann. Blütezeit ist von Mai bis August. Wie der Name der Pflanze schon verrät, hat es fein behaarte Stengel und weiche, zarte fast samtige Blätter. Die Ähren sind weißlich bis rosa-violett. Die Rispen sind im halbreifen Zustand noch gebündelt etwa 10 cm lang, im reifen Zustand spreizen sie sich auf und fächern sich sehr fein. Die einzelnen Samenkörnchen sind kleinkörnig. Wolliges Honiggras kann als gesamte Pflanze angeboten werden und wird enorm gerne von Ziervögeln aller Art angenommen. Halbreif oder vollreif werden besonders die Rispen gefressen. Deren Eiweißgehalt stärkt den Vogel und versorgt ihn auf natürliche Weise mit einer Vielzahl an immunologisch wirksamen Pflanzenstoffen und Vitaminen. Eiweißreiche Kost kann Brutlust bei Hennen anregen und ist für Wellensittiche mit Nierenerkrankungen ggf. nur eingeschränkt zu empfehlen.