Frischkost: Obst und Gemüse für Wellensittiche mit W

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 ist unverträglich Waldmeister (Galium odoratum)

Kategorie: Wildkräuter
Waldmeister - Galium odoratum

Waldmeister gehört zur Familie der Rötegewächse. Man kann ihn in Laubwäldern und an schattigen Plätzen im Garten finden. Die Pflanze kann 5 bis 50 cm groß werden. Er hat unverzweigte glatte Stängel. Die Blätter sehen ähnlich wie eine Lanzette aus und sind in Quirlen mit bis zu 5-6 Blättern angeordnet. Die kleinen weißen Blüten sind vierzählig und in Dolden angeordnet. Blütezeit ist von April bis Juni. Die Blüten haben den typischen Waldmeistergeruch, der noch intensiver wird, wenn sie nach dem Pflücken anwelken.

Der Waldmeister enthält Cumarin und Bitterstoffe. Bei Menschen empfiehlt man vor der Blüte zu ernten. Bei Wellis ist das aber unbedenklich, wenn der Waldmeister am Stück gegeben wird und die Wellis sich selbst aussuchen können was sie fressen. Es kann also alles an der Pflanze verfüttert werden. Man kann ihn auch länger hängen lassen, dass er trocknet. So verfällt das enthaltene Cumarin und manche Wellis mögen ihn dann lieber. Waldmeister wirkt entzündungshemmend, auch bei Schlaganfall-Patienten wirkt sich das blutverdünnend wirksame Cumarin positiv aus. Ebenso bei Leberbeschwerden und krampfartigen Beschwerden.


 ist unverträglich Wassermelone (Citrullus lanatus)

Kategorie: Obst
Wassermelone - Citrullus lanatus

Wassermelonen gehören zu den Gurkengewächsen; es gibt sie in unterschiedlichen Größen von einem bis zu 24 kg. Charakteristisch ist die grün gestreifte, sehr feste Schale und das meist rote, selten gelbe Fruchtfleisch mit kleinen schwarzen Kernen, die getrost mitgegessen werden können. Die Melone ist ein sehr wasserhaltiges Obst, das im Sommer eine exzellente Erfrischung für die Wellensittiche darstellt. Sie sollte trotzdem nicht direkt aus dem Kühlschrank serviert werden! Man kann entweder kleine Happen oder eine ganze Spalte anbieten und die Vögel selbst abbeißen lassen. Die Schale sollte vorher sicherheitshalber entfernt werden, da nicht ganz sicher ist, ob Wellensittiche sie bedenkenlos fressen dürfen. Auch die anderen Melonensorten sind für Wellensittiche geeignet. Die Wassermelone enthält vor allem Vitamin A und C sowie Eisen und Mangan.


 ist unverträglich Wegwarte (Cichorium intybus)

Kategorie: Wildkräuter
Wegwarte - Cichorium intybus

Die Wegwarte, auch Zichorie genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Sie findet sich ab Mitte Mai bis in den September und Oktober auf Weiden, Äckern, Wegrändern und Schutthalden mit steinigem, mageren Untergrund. Ihr Wachstum ist verzweigt und krautig. Bis zu einem Meter hoch mit rarer Belaubung zeigt die Wegwarte ihre charakteristisch hellblauen Blüten. Diese haben zungenförmige Blütenblätter.

Die gesamte Pflanze kann angeboten werden, wird aber in der Regel nicht gern gefressen. Beliebt sind bei Wellensittichen jedoch die halbreifen und vollreifen Samenstände der Wegwarte. Die enthaltenen Bitterstoffe sind förderlich für die Leber und obwohl die Pflanze selbst ungerechtfertigt wegen ihres bitteren Milchsaftes als umstrittene Futterpflanze gilt, sind Vögel die Hauptverantwortlichen für die Samenverbreitung. Besonders für Lebererkrankungen anfällige Wellensittiche profitieren deshalb vom Angebot dieser wertvollen Pflanze.


 ist unverträglich Weiche Trespe (Bromus hordeaceus)

Kategorie: Wildkräuter
Weiche Trespe - Bromus hordeaceus

Die Weiche Trespe, auch Flaum-Trespe genannt, ist eine weit verbreitete Grasart, die zur Familie der Süßgräser gehört. Gefunden werden kann sie vielerorts auf Wiesen, Feldern, Wegesrändern und Böschungen. Sie gehört zu den frühen Gräsern und kann somit schon Ende März bis in den Oktober hinein in den jeweiligen Reifezuständen gefunden und gesammelt werden. Das Gras selbst ist graugrün, teilweise mit feinen Härchen überzogen und zeigt eine weiche Blattstruktur. Die Trespe wächst rispig, teilt sich aber leicht auf und zeigt Ähren, die fast rautenförmig wirken, mit kleinen Grannen am Ende.

Angeboten werden kann die gesamte Pflanze, wobei bei Wellensittichen besonders die Ährchen gern beknabbert und gefressen werden. Aber auch das zarte Gras wird benagt. Der Eiweißgehalt der Weichen Trespe ist erhöht. Dies kann die Brutlust fördern.


 ist unverträglich Weintraube (Vitis vinifera)

Kategorie: Obst
Weintraube - Vitis vinifera

Als Weintraube bezeichnet man die ganze Fruchttraube, an der viele kleine Weinbeeren dicht nebeneinander wachsen. Sowohl blaue als auch grüne Weinbeeren sind zum Verfüttern geeignet, zum Fressen halbiert man die Weinbeeren am besten längs, da sie sonst für die Wellensittiche schwer mit dem Schnabel zu fassen sind. Wegen ihres hohen Zuckergehaltes sollten die Trauben insbesondere bei zu Übergewicht neigenden Vögeln sparsam gereicht werden. Ganze Weinbeeren schwimmen und bieten, in der Badeschale ausgelegt, viel Planschspaß für die Sittiche! Weintrauben enthalten viel Vitamin C, Kalium, Magnesium und Calcium.


 ist unverträglich Weiße Taubnessel (Lamium album)

Kategorie: Wildkräuter
Weiße Taubnessel - Lamium album

Die weiße Taubnessel (Lamium album) gehört zur Familie der Lippenblütlern (Lamiaceae). Sie liebt einen stickstoffreichen, feuchten Boden und kommt an Wegrändern, Hecken, Wiesen, Gärten und Schuttplätzen vor. Es ist eine krautige Pflanze und sie wird zwischen 20 und 70 cm groß. Die Stängel dieser Taubnessel sind vierkantig, hohl und haben ovale behaarte Blätter, die am Rand eingekerbt sind. Die Blätter wachsen zwischen den Blüten und sind gegenständig am Stängel angeordnet. Die Blütenblätter sind fünfzählig und weiß. Die Pflanze sieht auf den ersten Blick der Brennnessel sehr ähnlich, die Blätter sind aber weicher und haben eine zartere Struktur auch besitzen diese keine Brennhaare. Die weiße Taubnessel blüht zwischen April und Oktober.

Den Wellis kann die ganze Pflanze (also Wurzeln, Blatt und Blüte) angeboten werden. Die Nessel enthält als leider vergessen Heilpflanze viele wichtige Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, Gerbstoffe, freie Aminosäuren, Flavonoide, Saponine und Schleimstoffe. Die Taubnessel wirkt dadurch entzündungshemmend auf Atemwege und Darm, aber auch schleimlösend bei Atemprobleme. Sie kann sich auch positiv auf Kropfreizungen unserer Wellensittiche auswirken, wird dann aber lieber überbrüht also als Tee angeboten. Auch oberflächliche Hautreizungen und entzündliche Hautprozesse finden durch die Taubnessel Linderung. Aufgrund der beinhalteten ätherischen Öle, sollte man die Pflanze aber nicht zu häufig verfüttern.


 ist unverträglich Weißer Steinklee (Melilotus albus)

Kategorie: Wildkräuter
Weißer Steinklee - Melilotus albus

Weißer Steinklee wird auch Bokharaklee oder Weißer Honigklee genannt und gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Er wächst an Wegrändern, auf Waldwiesen, Schutthalden, Grünstreifen und sonnigen Bahndämmen. Weißer Steinklee zeigt ein hohes, fast krautiges und stark verzweigtes Wachstum. Bis zu einem Meter hoch kann eine Weiße Steinkleepflanze werden. Die Blüten sind strahlend weiß und besitzen einen süßen Duft nach Honig. Die Blütezeit ist beginnend Ende Mai bis in den Spetember hinein. Die Blätter sind meist dreigliedrig und rund.

Angeboten werden kann die gesamte Pflanze und wird gern benagt. Besonders die Blüten werden wegen des Nektars gern angenommen. Noch lieber werden jedoch von Wellensittichen ab Mitte September die reifen Samenstände gefressen, die sich an den ehemaligen Blüten bilden. Weißer Steinklee wirkt sich immunstärkend und förderlich auf die Verdauung aus.


 ist unverträglich Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis)

Kategorie: Wildkräuter

Der Wiesen-Fuchsschwanz gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen und zur Familie der Süßgräser. Zu finden ist es mit deutlicher Verbreitung in ganz Europa auf Wiesen, Ackerrändern und Wegen mit Grünstreifen. Wiesen-Fuchsschwanz besitzt mehrere lange und etwa bleistiftdicke Scheinähren. Während der Blütezeit von Mai bis Juli hängen von diesen Ähren gelbe, violette oder auch bräunliche Pollenfäden herab.

Wiesen-Fuchsschwanz kann als gesamte Pflanze angeboten werden und kann sowohl blühend, halbreif oder mit voll ausgereiften Samen verfüttert werden. Er besitzt einen hohen Futterwert und ist bei Wellensittichen gern angenommen, wenn ihn die Vögel kennen gelernt haben. Die enthaltenen Pflanzenstoffe wirken sich positiv auf die Gesundheit und Abwehr der Wellensittiche aus.


 ist unverträglich Wiesen-Lieschgras (Phleum pratense)

Kategorie: Wildkräuter
Wiesen-Lieschgras - Phleum pratense

Das Wiesen-Lieschgras, auch Timotheegras genannt, gehört zur Familie der Süßgräser und findet sich auf Wiesen, Wegrändern und Grünstreifen von Äckern von März bis zum September. Wiesen-Lieschgras ist leicht an seiner bis zu 30 cm langen Scheinähre zu erkennen. Das Gras selbst wächst sehr hoch, bis zu einem Meter und bildet ganz lockere Horste und die Blattspreiten sind grün-bläulich gefärbt. Die eigentlichen Ährchen hingegen werden nur wenige Millimeter lang und sind ähnlich gefärbt, nur weiß überhaucht.

Wiesen-Lieschgras ist als komplette Pflanze fressbar und besonders die knotigen Stängel werden mitsamt der Scheinähre, gerne benagt. Der Pflanzensaft schmeckt süßlich, weshalb Wellensittiche es besonders gern annehmen. Der Eiweißgehalt ist recht hoch. Besonders wenn die Brutlust nicht gefördert werden soll, ist dies zu beachten.


 ist unverträglich Wiesen-Rispengras (Poa pratensis)

Kategorie: Wildkräuter
Wiesen-Rispengras - Poa pratensis

Das Wiesen-Rispengras gehört zur Familie der Süßgräser und ist am meisten verbreitet in unseren Breitengraden. Zu finden ist es auf Wiesen, Wegrändern, Waldrändern und Grünstreifen von Anfang Mai bis September. Die Wiesen-Rispengräser werden recht hoch, bis zu 60 cm im Wachstum. Die Rispen sitzen auf kräftigen Stängeln und zeigen mehrere kleine, graugrüne oder auch violett scheinende Ährchen, welche je nach Reifegrad locker angeordnet sind. Das Blattwerk ist kräftig, glatt und unbehaart.

Wiesen-Rispengras kann als komplette Pflanze angeboten werden und ist bei Wellensittichen sehr beliebt. Wiesen-Rispengras ist reich an Eiweiß und enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf das Verdauungsmillieu auswirken können. Eiweißreiche Kost kann Brutlust bei Hennen anregen und ist für Wellensittichen mit Nierenerkrankungen ggf. nur eingeschränkt zu empfehlen.


 ist unverträglich Wiesensalbei (Salvia pratensis)

Kategorie: Wildkräuter

Der Wiesensalbei gehört zur Familie der Lippenblütler. Die einheimische Wildpflanze ist an nährstoffreichen sonnigen Standorten, wie Wiesen und Wegränder zu finden. Die blau-violetten kleinen Blüten sind zweilippig und wachsen in zwei Reihen am Stängel verteilt, der vierkantig ist. Die Blätter sind oval herzförmig und an den Rändern gezahnt, sie sind größer und weicher als beim kultivierten Gartensalbei. Der Salbei blüht von Ende Mai bis August, eine zweite Blüte im Herbst ist nach Rückschnitt möglich. Die Wildpflanze ist sehr beliebt bei Hummeln.

Man kann die komplette Pflanze inklusive Blüten den Wellis anbieten. Der Wiesensalbei enthält ätherische Öle und Gerb- und Bitterstoffe, aber weniger als beim Echten Salbei. Die Pflanze ist nicht ganz so beliebt bei Wellis, durch die enthaltenen Stoffe, aber auch weil die Blätter nicht so saftig sind. Wenn man die Wirkung der Inhaltsstoffe trotzdem nutzen möchte, kann man als Alternative einen Tee daraus kochen. Wiesensalbei wirkt antibakteriell und entzündungshemmend und ist gut bei Verdauungsproblemen.


 ist unverträglich Wolliges Honiggras (Holcus lanatus)

Kategorie: Wildkräuter
Wolliges Honiggras - Holcus lanatus

Das Wollige Honiggras gehört zur Familie der Süßgräser und ist eine anspruchslose Pflanze, die man vermehrt auf feuchteren Wiesen und Weiden finden kann. Blütezeit ist von Mai bis August. Wie der Name der Pflanze schon verrät, hat es fein behaarte Stengel und weiche, zarte fast samtige Blätter. Die Ähren sind weißlich bis rosa-violett. Die Rispen sind im halbreifen Zustand noch gebündelt etwa 10 cm lang, im reifen Zustand spreizen sie sich auf und fächern sich sehr fein. Die einzelnen Samenkörnchen sind kleinkörnig.

Wolliges Honiggras kann als gesamte Pflanze angeboten werden und wird enorm gerne von Ziervögeln aller Art angenommen. Halbreif oder vollreif werden besonders die Rispen gefressen. Deren Eiweißgehalt stärkt den Vogel und versorgt ihn auf natürliche Weise mit einer Vielzahl an immunologisch wirksamen Pflanzenstoffen und Vitaminen. Eiweißreiche Kost kann Brutlust bei Hennen anregen und ist für Wellensittiche mit Nierenerkrankungen ggf. nur eingeschränkt zu empfehlen.