So geschah es auch auf dem Sportplatz in Lützschena. Eines schönen Tages im heißen Juli saß ein kleiner gelber Wellie auf einem Baum. Er lebt dort schon seit Wochen mit einem Schwarm Spatzen. Ein Phänomen, was man nur manchmal beobachten kann, denn normalerweise werden auffallende oder schwache Tiere in der Natur getötet. Nicht so unser „Martin“. Er ist zu clever, er kann den Sommer noch wunderbar draußen sein. Er weiß, wie er sich draußen unter den Wildtieren verstellen kann. Er ahmt sie nach und er ist ein noch besserer Flieger als die Schwalben, die er grandios austrickst. Sein Tisch ist immer Sommer reich gedeckt. Klee, Grassamen, Früchte.
Nun begab es sich, dass das Küken einer Federlosen eines Tages über den Sportplatz nach Hause ging und sah den Zitronenvogel im Baum. Sie rief die große Federlose an und fragte, ob noch alle Vögel im Haus seien. Entsetzen machte sich breit, fieberhaft liefen die FeLos nach oben zu den 4 Flauschies um zu schauen, ob einer fehlt. 8 Knopfaugen schauten entgeistert. Die FeLo setzte sich sofort ins Auto und fuhr los. Sie sah „Martin“ und von da an fühlte sich die FeLo verantwortlich. Andere Helfer kamen und wollten auch den Kleinen bekommen. Freundliche Menschen, die stets zur Seite standen mit guten Ideen. Es kamen Anwohner, Bekannte und eine freundliche Familie mit süßem Baby.
Das Wetter spielte allerdings in diesen Wochen nicht so mit, es war immer zu heiß oder es gab Gewitter.

Eines Nachmittags – es war nicht so heiß – ging die FeLo nach oben, schnappte sich: mich, El Barto! Ihr kennt mich ja hoffentlich noch von anderen Geschichten. Die FeLo sagte mir, dass ich helfen sollte und tüchtig Krach machen sollte. Sie steckte mich in eine Minibox. Ohje, wenn es nicht für sie gewesen wäre, ich wäre ja eher still gewesen. Und dann sah ich warum sie ausgerechnet mich mitgenommen hatte. Da saß ein total cooler Typ auf einem Ast. Ein Bro eben. Er war soooooo neugierig auf mich. Er quatschte und balzte mit seinem Ast, der Spinner. Für sowas habe ich mein Emmchen. Ach ja, er wollte aber noch nicht mit. Wie ich die FeLo kenne wird sie aber nicht aufgeben. Niemals.
Die FeLo übt sich in Gelassenheit.
Wer sein Ziel kennt, findet den Weg (Laotse).
Fortsetzung folgt(hoffentlich).
Viel Glück und viel Erfolg beim einfangen. Möge die Ausdauer belohnt werden.