Heutzutage kann man in vielen Zoohandlungen sog. Standard-Wellensittiche kaufen. Die Tiere sind von vorn herein größer als ihre kleineren Artgenossen, die Hansibubis.
Man erkennt einen Standard meist sofort an seinen Kehltupfen, da er davon sehr viele hat und die Tupfen meist nicht mehr als solche erkannt werden können, sondern nur noch ein riesiger schwarzer Fleck am Hals des Sittichs prangt.
Ein weiteres Markenzeichen sind die dichten Federn am Kopf des Sittichs. Normalerweise sieht man bei einem Standard die Augen kaum, wenn man ihn von vorn betrachtet.
Diese Rasse wurde extra für Vogelschauen gezüchtet, die Tiere mit den meisten Federn und Kehltupfen bringen die besten Preise nach Hause. Das den Tieren das Fliegen durch ihre Statur immer schwerer fällt, scheint keinen zu interessieren. Außerdem leiden diese Sittiche manchmal an Augenentzündungen, da die zu langen Federn die Hornhaut stark reizen.
Die Tiere, die man im Zoohandel bekommt, sind meist Ausschussware, die auf einer Ausstellung keine Chance hätten und somit in den normalen Handel gelangen.
Bilder von dieser Rasse könnt ihr hier sehen:
2 Standardwellensittiche:

Standardsittich von vorne, Augen nicht zu erkennen:

Standard mit extrem vielen Kehltupfen:

Die Hansibubis hingegen, kommen von Aussehen her ihren australischen Verwandten am nächsten.
Die kleine Statur und das geringe Körpergewicht sind die Merkmale des Hansi-Bubis. Außerdem sind sie viel quirliger und aufgeweckter als die Standards.
Ihnen gelingt das Fliegen ganz leicht und sie können somit die waghalsigsten Flugübungen machen.
Es gibt auch sog. Halb-Standards, sie sind schlicht und einfach eine Mischung aus beiden Rassen.
Kleiner Hansibubi, Augen klar erkennbar:

Größenvergleich Standardsittich (links) und Hansi-Bubis (rechts):

Die Entscheidung, welche Rasse besser zu einem passt, liegt natürlich bei dem neuen Besitzer. Auch gemischte Gruppen aus Hansi-Bubis und Standards funktionieren problemlos.
Man muss sich nur mit dem jeweiligen Charakter der Tiere abfinden, dann kann eine Freundschaft fürs Leben beginnen.