Nach einer gefühlten Ewigkeit, drei Tierarztbesuchen und diversen Medikamenten gegen Trichomonaden und eine Infektion durfte die grüne Wellensittich-Dame dann endlich zu den "Großen" ins Wohnzimmer umziehen.
Doch anscheinend ging ich etwas zu blauäugig an die Sache und habe die Probleme, die sie in der Voliere aufgrund ihrer Behinderung haben würde, unterschätzt.
Es fing bei den Futternäpfen an und hörte beim Zurückklettern auf. Also blieb nur eins: ein Umbau der Inneneinrichtung.
Vor zwei der Futternäpfe kam eine Baumwollsitzstange, die mit ihrem Durchmesser Maia einen besseren Halt beim Fressen gibt, als der bloße Edelstahlrand. Ein Napf wurde in einem Brettchen so versenkt, dass der Rand mit diesem abschließt. Ihr Favorit ist aber wohl der extragroße Napf, in den sich die wirklich zierliche Henne bequem reinsetzen und um sich herum fressen kann.

Da Maia meist lieber am Volierengitter klettert anstatt die Wege flatternd zurück zu legen, mussten für sie an mehreren Stellen rechtwinklig zum Gitter angebrachten Stangen her, denn nur so schafft sie den Übergang mit Hilfe von ihrem guten Füßchen und dem Schnabel auf einen Ast.

Außerdem gab es natürlich noch die bei Fußbehinderungen altbewährten Nagerbrettchen extra für sie.
Allerdings werden gerade die kaum von ihr, sondern vornehmlich von den anderen Neun genutzt.

Alles in allem wirkt die Voliere jetzt zwar etwas "voll gestopft" im Vergleich zu vorher, aber Maia kommt nun gut zurecht und die Alteingesessenen finden die ganzen neuen Kletter- und vor allem Knabbermöglichkeiten offensichtlich ganz toll.
Außerdem können sie ja tagsüber eh nach draußen, sollte es ihnen zu eng werden.
Gerade vorhin kam übrigens eine Dame vom Tierheim zur Nachkontrolle und freute sich offensichtlich, in was für ein Zuhause Maia gekommen ist!