Heut möchte ich kurz einen kleinen aber feinen Trick weiter geben, der dem ein oder anderen viel Arbeit ersparen kann und der dafür sorgen wird, dass ihr endlich die Spachtel im Werkzeugkoffer eures Mannes / Freudes / Vaters oder Nachbarns lassen könnt :-). Auch von eurem treuen Freund Schrubber und der Sprühflasche könnt ihr euch endlich verabschieden. Spätestens beim Stichwort Spachtel müsste eigentlich jeder wissen, um was es in diesem Blogartikel gehen wird.
Jeder kennt es. Unsere kleinen australischen Freunde, bekommen ihren täglichen Freiflug und hinterlassen fast überall dort wo sie sitzen diese kleinen, netten Geschenkchen für uns Federlose. Was in den Schnabel rein kommt, muss eben zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder irgendwie nach draußen befördert werden. Wenn auch in Form der alt bekannten, seltsamen, kleinen Kotbällchen. So lange man diese zeitnah entfernen kann, stellen diese auch gar keine all zu große Herausforderung dar. Doch sind sie erst getrocknet, stellen sie so manchen Federlosen vielleicht vor eine zeitintensive Beschäftigungstherapie. Vor allem an besonders stark frequentierten Sitzplätzen.

So ging es mir zumindest, als ich in relativ kurzer Zeit meinen Schwarm von 7 auf 13 Wellensittiche vergrößerte. Somit also fast doppelt so viele Federmänner durch mein Zimmer flatterten. Ich merkte innerhalb kurzer Zeit, dass ich mit meiner bisherigen Methode entweder eine intensive Freundschaft mit Spachtel und Schrubber eingehen müsste, oder ich mir etwas anderes einfallen lassen muss. Tatsache ist in meinem Schwarm, dass meine Vögel 24 h Freiflug genießen und sich äußerst selten in die Zimmervoliere verirren. Sie sitzen bzw. fliegen den gesamten Tag und besonders an ihren Lieblingsplätzen zeichnete sich bei 13 „Kotbällchenbombern“ natürlich schnell ein kleines Portrait auf dem Boden ab. Anfangs versuchte ich jeden Tag neu mit einer Blumen-Sprühflasche den gesamten Boden erst „einzuweichen“ um ihn dann zu wischen. Zwar habe ich einen wirklich strapazierfähigen und recht unempfindlichen Linoleum Bodenbelag im Zimmer, jedoch sah man ihm das tägliche Geschrubbe durchaus nach ein paar Wochen an. Zudem bin ich zwar sicher alles andere als ein Putzmuffel, aber jeden Tag zu putzen, dazu hatte ich nicht wirklich die Zeit. Es reicht ja schon, wenn bei 13 Geiern der Staubsauger mindestens ein Mal am Tag seinen Dienst gründlich verrichten muss. Also überlegte ich, welche Alternativen es geben könnte und begann damit, die Lieblingssitzstellen der Geier mit Zeitungspapier auszulegen.
Von dieser Sache kam ich jedoch schon am 3. Tag wieder ab. Denn erstens stehe ich nicht sonderlich auf wild im Zimmer umher liegende und umher fliegende Zeitungsseiten ( Frau will es eben halbwegs optisch gemütlich haben), noch war es sonderlich zweckmäßig. Bei jedem Mal wenn meine 13 Geier einen Tiefflug veranstalteten, flogen die Seiten durch die Gegend. Außerdem färbte die Druckerschwärze auf meinen hellen Boden ab, und das fand ich auch nicht sonderlich praktisch. Denn ob ich nun den Boden wischen muss wegen der einen, oder der anderen Form von Schmutz, war mir eigentlich schnuppe. Fakt war, ich wollte nicht mehr jeden Tag wischen müssen. Der zweite Versuch führte mich auf meinen Speicher. Dort erinnerte ich mich an eine Rolle alter Papiertischdecken in nettem Grün. Also wurde diese Rolle ihrem Zweck entfremdet und landete als „Kotbällchenfänger“ auf dem Boden. Auch dieses Material war relativ leicht, da es eben Papier war. Also ähnliche Problematik wie bei der Zeitung und somit auch nicht die optimale Lösung. Ich war kurz davor die Segel zu streichen und doch wieder nach alt bewährter Methode mit Spachtel, Sprühflasche und Schrubber dem Boden bzw. den Hinterlassenschaften meiner 13 Chaoten zu Leibe zu rücken.
Doch Moment.... Segel streichen ??? Das war die Lösung !!! Ich hatte am Tag vorher alte Bettwäsche aussortiert, die ich eigentlich in den Altkleidersack geben wollte. Doch schienen mir die beiden schönsten Bettbezüge doch gerade gut genug, um ein Exempel zu statuieren. Ich trennte die Bettbezüge in 8 große Teile auf und erhielt so große Laken. Eins davon legte ich auf dem Boden aus, und musste schnell feststellen, dass sie sich als optimaler Schutz für den Boden entpuppten. Je nach Verschmutzung kann ich nun die Laken gegenseitig austauschen um sie in die Wäsche geben. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich finde es für mich persönlich eine sehr gute Lösung. Ich wasche sie mit einem Kurzprogramm auf 90 Grad durch ( der Umwelt zu Liebe warte ich bis sich mehrere angesammelt haben, die ich in einer seperaten Wäschebox sammle), und erhalte so einen immer wieder verwendbaren „Kotbällchenfänger“- Meine Geier lieben diese Laken übrigens. Die bunten Muster darauf animieren sie öfter mal auch auf die Erde zu fliegen um darauf spazieren zu gehen oder die aufgedruckten Muster zu bepicken. Auch Falten im Stoff werden mittlerweile peinlichst genau von den Schnäbelchen korrigiert. Schließlich wohnen die Federchen ja in einem ordentlichen Haushalt ( zwinker). Wo kämen wir denn hin, wenn alles wie Kraut und Rüben verknickt herum liegt.
Alles in Allem kann ich nur Positives berichten. Denn diese Methode spart mir persönlich eine große Menge Zeit, Kraft, schont den Boden, die Umwelt ( da ich nicht ständig irgendwelche Papierunterlagen brauche ) und ist vor allem für meinen Fußgänger Walter schon oft ein weicher Untergrund gewesen, auf dem er auch schon mal ein Nickerchen am Mittag hielt.
So kann ich heute sagen, Spachtel, Schrubber und Sprühflasche adieu ! Die so gewonnene Zeit kann man viel besser nutzen, um ein wenig „Welliness“ zu betreiben. Doch was „Welliness“ ist, das verrate ich euch in einem anderen Artikel.
Vielleicht hab ich den ein oder anderen nun auf eine Idee gebracht. Nehmt den Abschied von eurem besten Freund Schrubber nicht so schwer... ihr habt ja noch euren Kumpel den Staubsauger (lach).
Alles Liebe für euch und eure kleinen Kotbällchenbomber.
Eure Ive