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Wenn der Wellensittich gefangen werden muss

Häufig kommt es vor, dass man Wellensittiche einfangen muss. Ob wegen einem dringenden Tierarztbesuch oder täglicher Medikamentengabe, manchmal geht es nicht anders.

Aber es ist nicht immer leicht, bei uns ist es jedenfalls so, dass alle gleich Reißaus nehmen, wenn sie nur eine Transportbox sehen. Da hilft auch Hirse, für die sie normalerweise auf die Hand kommen nicht mehr.
Auch für Medikamentengaben kommen die wenigsten Vögel auf die Hand und lassen alles brav über sich ergehen. In den meisten Fällen wollen sie einfach nur weg, und das mit allen Methoden (ich habe anfangs manche kleine Narben davongetragen).

Aber was sein muss, muss sein und im dringenden Falle (Notfall, Vogel muss zum Tierarzt) kann man darauf, ob der Vogel seine Zahmheit verlieren oder in eine Stresssituation kommen könnte, wirklich pfeifen.
Viele Halter scheuen diese Aktionen oftmals, was jedoch in besagten Momenten unklug ist und oftmals die Sache schlimmer macht. Mit ein bisschen Übung ist die Sache jedoch nicht so schlimm, wie es klingt.

Die verschiedenen Einfangmethoden

Für das Einfangen gibt es verschiedene Methoden, für die sich ein Vogelhalter entscheiden kann. Egal ob mit Tuch, mit Kescher oder mit der Hand, jeder muss das für sich entscheiden und damit sicher umgehen können. Wer zum ersten Mal keschert, sollte ein paar Trockenübungen machen, um das richtige Gefühl und die Handhabung zu bekommen. Je sicherer und überzeugter der Griff zum Vogel ist, desto weniger Stress bedeutet es für beide Seiten. Daher sollten Halter wirklich erst tief durchatmen und dann möglichst entspannt an die Sache herangehen, Unsicherheiten oder Hektik übertragen sich auch auf die Tiere.

Es bietet sich an, vorher den Raum etwas abzudunkeln und die Vögel kurz zur Ruhe kommen zu lassen. Vögel in der Voliere fangen ist meist leichter als auf den Freiflugplätzen, aber das kann man sich leider nicht immer aussuchen.

Auf keinen Fall darf man einen Vogel jagen, das stresst wirklich und führt auch zu einem sinkenden Vertrauensverhältnis.

Das bei einem häufigen Einfangen das Vertrauensverhältnis aber grundsätzlich zerstört wird, stimmt nicht. Es kommt auf Vogel und Halter an. Wir mussten schon häufiger täglich Medikamente geben und keiner unserer betroffenen Vögel ignoriert uns seitdem. Im Gegenteil, trotzdem kommen alle für Hirse und Futter auf die Hand oder springen uns auf die Köpfe und haben ein gutes Verhältnis zu uns aufgebaut.
Man sollte sich also bewusst sein, das im Krankheitsfall Medikamente wichtig sind und man diese einem Vogel nicht verweigern darf.

Weitere Tipps und Tricks zum Einfangen findet ihr in diesem Artikel

Trotzdem ist zu hoffen, dass man nicht allzu oft in solche Situationen kommt. Krankheiten sind nie schön, aber manchmal einfach da.

Viel Glück allen Wellensittichbesitzern

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