Aber dann war seine Zeit anscheinend doch gekommen!
Die erste, die es tatsächlich berührte, war Batida. Aber nur, weil die Dame faul wie sie ist auf den Ast darunter klettern statt fliegen wollte und dabei nicht sehr elegant über das Spielzeug walzte ;) Das Rad rutsche von seiner Stange und Batida trat eilig den Rückzug an.

Doch besagt nicht das gute alte Geschlechterklischee, dass sich eh mehr die Y-Chromosombesitzer für Fahrzeuge aller Art (also wohl auch in der Nautik) begeistern? Und Tatsache, wer mein Steuerrad würdigt, sind die Jungs! Curacao habe ich heute ganz herzallerliebst dem Spielgerät ein Liebeslied anstimmen sehen. Mein Charmeur war auch der Einzige, der dem Rad mal Beachtung schenkte, nämlich indem er es mit dem Fuß umkrallte und daran zerrte, während er sein ganzes Balzrepertoire auffuhr...
Überhaupt wurde heute das Spielzeug meiner Wellensittiche mit Zuneigungsbekundungen überschüttet. Kahlúa schmiss sich zwar auch an das Steuerrad ran, doch dann stand ihm der Sinn nach einer Flugrunde und anschließend wurde ein Gitterbällchen bebalzt (ich bin ja schon ganz dankbar, dass die meisten menschlichen Männer nicht auf die Idee kommen, Liebeshymnen für das Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel anzustimmen, wenn ihre Freundin/Frau gerade anderweitig beschäftigt ist...)
Nun, lange Rede, kurzer Sinn: Es ist nicht so, als würde dieses futuristische Spielzeug nicht beachtet. Aber auf die Idee, das Steuerrad auf die Stangen zu fädeln, ist mir noch kein Wellensittich gekommen. Auf so einen Quatsch kommen wohl nur Menschen. Denn peinliche Tatsache ist: Die einzige, die das Steuerrad bei jeder Käfigreinigung aufgefädelt hat, ist die Federlose. Wahrscheinlich bin ich einfach nicht kreativ genug für Vogelspielzeug :)