Mit der Zeit befanden sie ihr Reich aber für tauglich genug, um nicht mehr extra Schutz in ihrer Voli suchen zu müssen, und blieben nachts immer häufiger einfach draußen. Die Voliere diente fortan nur noch als Futterplatz. Gereinigt werden musste sie natürlich trotzdem regelmäßig, doch dieser (Zeit)Aufwand wurde mir bald zu groß, dafür dass die Behausung an sich nicht mehr genutzt wurde.
Darum fiel der Entschluss, die Voliere ein letztes Mal zu reinigen, danach auseinander zu bauen und irgendwo zu verstauen, wo sie möglichst wenig im Weg rum steht.
Da mit der Voliere auch die bisherige Futterstelle verschwand, musste nun natürlich ein neue her. Die Lösung hier war eine Futterbar: Ein einfaches Regalbrett, in das Löcher von der Größe der Futternäpfe mittels einer Lochsäge gemacht wurden, so dass sich dort die altbewährten Edelstahlnäpfe einhängen lassen.
Es dauerte nicht lang und die Vögel hatten den neuen Fressplatz gefunden und angenommen.

Der Fußboden im Vogelzimmer ist mit pflegeleichtem PVC-Boden ausgelegt, der vorher auf dem Balkon ordentlich auslüften durfte.
Die Spiellandschaft, deren Grundgerüst einige dickere Baumwollseile bilden, kann immer wieder neu gestaltet bzw. umgebaut werden, so dass es den Wellis auch ja nicht langweilig wird.
Der einzige Nachteil: Da am Fenster leider kein Gitter angebracht werden darf, lässt sich das Zimmer nur indirekt lüften. Aber auch das funktioniert gut.

Alles in allem vermisst niemand die Voliere - die Wellis nicht und ich ebenso wenig. Für mich steht auch fest, dass sie nach einem Umzug in einem neuen Vogelzimmer nicht noch einmal aufgebaut wird, sondern gleich für Notzeiten in den Keller wandert.