Futterschädlinge

Futterschädlinge sind lästig, eklig und können auch noch gefährlich werden. Besonders bei höheren Temperaturen ist die Gefahr von einem Befall groß, so dass Vorsicht geboten ist.

Arten von Futterschädlingen

Motten: Viele Menschen kennen und hassen sie. Wer sie einmal hat, bekommt sie nur schwer los und verzweifelt oftmals. Die hier am häufigsten vorkommenden Arten sind Getreide-, Mehl-, Dörrobst- oder Speichermotten. Diese Insekten lieben trockene Lebens- und Futtermittel wie Mehl, Salz, Zucker, Getreide, Gebäck, Reis, Müsli, Tee und vieles mehr- auch Vogelfutter kann dann betroffen sein.

Oftmals kauft man sie unbemerkt mit ein und hat dann den Ärger am Hals. Daher braucht sich keiner dafür schämen oder an seiner Hygiene zweifeln. Leider sind Motten in der Lage, sich durch Plastik- oder Papierverpackung zu bohren und im Inneren ihre Eier abzulegen. Auch Schraubverschlüsse bieten keine absolute Sicherheit. Besonders bei höheren Temperaturen setzt ein rasantes Bevölkerungswachstum ein. Die Eier und Jungtiere können in den winzigsten Ecken sitzen, sodass man ein Nest oftmals schwer findet.

Befallene Lebensmittel erkennt man neben den Motten und ihren Larven an sich auch an dem feinen seidenartigen Gespinst, das sie zurücklassen. Die Körnchen kleben dann oft zusammen und sind von feinen weißlichen Fäden überzogen. Bei solchen Hinweisen hat man gar keine andere Wahl, als sämtliche Lebens- und Futtermittel zu kontrollieren, alles Befallene wegzuwerfen und die betreffenden Räume gründlich zu reinigen.

Sämtliche Behälter sollten mit heißem Wasser ausgewaschen werden. Das Einfrieren von befallenem Vogelfutter stellt eine weitere Maßnahme dar: Nach zwei Tagen im Tiefkühler sterben die Motten und Nachkommen ab- jedoch ist das nicht gerade hygienisch, den Vögeln Futter mit toten Schädlingen anzubieten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Bekämpfung, wie die im Handel erhältlichen Mottenfallen oder den Einsatz von Schlupfwespen. Trotzdem sind diese nicht allein wirksam, wenn man noch irgendwo befallene Lebens- oder Futtermittel hat.

Fruchtfliegen: Fruchtfliegen werden im Sommer oft durch Obst angezogen und sind häufig Überträger vieler Keime (besonders Pilze). Ihre Eier legen die Fliegen an pflanzlichen Oberflächen ab. Die Entwicklung vom Ei zur Fliege ist sehr schnell und kann bei feuchtwarmen Temperaturen lediglich eine Woche dauern.

Milben: Vorrats- und Hausstaubmilben lieben es feuchtwarm. Unter diesen Bedingungen können sie sich sehr schnell vermehren und ausbreiten. Sie mögen keine Kälte, keine Hitze und keine trockene Umgebung. Daher ist hier die richtige Lagerung besonders wichtig.

Erkennbar ist Milbenbefall im Futter an einem grau oder rötlich gefärbten feinem Staub und/oder einem starkem süßlichen oder muffigen Geruch. Erkennbar sind Milben mit bloßem Auge nicht- trotzdem können sie und ihre Hinterlassenschaften zu gesundheitlichen Problemen bei Mensch und Tier führen. Zusätzlich können Milben im Futter Bedingungen für Pilze oder Bakterien schaffen- daher ist eine sofortige Entfernung des Futters und eine Änderung der Lagerung ein Muss.

Käfer: Käferschädlinge sind seltener als Milben oder Motten, kommen aber vor. Bekannt sind Getreidekäfer, Mehlkäfer (die Larve ist als Mehlwurm bekannt) und der besonders in tropischen und subtropischen Regionen gefürchtete Reiskäfer. Sie sind mit bloßem Auge erkennbar (3-18mm), teilweise flugfähig und können bis zu zwei Jahre alt werden. Ihre Larven sind weißlich oder später bräunlich und wurmähnlich. Sie fühlen sich ebenfalls in warmen und feuchten Umgebungen wohl.

Die richtige Lagerung

Um Schädlingen vorzubeugen oder einen Befall zu stoppen, ist die richtige Lagerung des Futters enorm wichtig. Es sollte immer kühl und trocken untergebracht werden, so dass es gar nicht erst zu einem Aufbau eines feuchtwarmen Milieus kommt.

Dosen

Bekommt man das Futter in Plastikverpackungen, sollten es gleich ausgepackt und umgelagert werden. Unter Plastikfolie kann sich Wärme stauen und Feuchtigkeit bilden. Viele Vogelhalter haben gute Erfahrungen mit größeren Glas- oder Plastikbehältern gemacht. Ganz luftdicht sollte es jedoch nicht sein, da das Futter eine gewisse Grundfeuchte besitzt. Papierverpackungen sind für den Luftaustausch gut geeignet und verhindern so Schimmelbildung, lassen jedoch Schädlinge ungehindert durch.

Das Einfrieren des Futters ist ebenfalls eine Möglichkeit, um Schädlinge fernzuhalten. Für Großeinkäufer bei wenigen Vögeln empfiehlt sich das - natürlich nur, wenn ein großer Tiefkühler vorhanden ist.

Die meisten Onlineshops von hochwertigem Futter und Zubehör, u.a. auch die von welli.net empfohlenen, achten sehr auf sehr gute hygienische Bedingungen. Ihr Futter ist daher selten von Schädlingen befallen. Meistens erfolgt ein Befall durch den Einkauf betroffener Lebensmittel oder falsche Lagerung. Sollte trotzdem einmal der Verdacht beim Händler liegen, bitte nicht scheuen, das Problem zu melden - die Hersteller nehmen das sehr ernst. So wird vielen anderen Vogelhaltern geholfen.

 

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Nune

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