Sonstige Nahrungsmittel

fuer Wellensittiche bekoemmliche Lebensmittel

Wer seinen Wellensittichen neben der Grundfuttermischung Frischkost in Form von Obst und Gemüse anbietet und den Speiseplan durch Mineral- bzw. Kalkstein und gelegentlich Kolbenhirse als Leckerei ergänzt, bietet ihnen eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Wer seinen Vögeln noch mehr Abwechslung in den Speiseplan bringen möchte, kann zusätzlich ab und an – und bitte wirklich nur ab und an - folgende Lebensmittel anbieten:

Kartoffeln

Gekochte, ungesalzene, geschälte Kartoffeln können – selbstverständlich erst, wenn sie ausgekühlt sind – angeboten werden. Achtung, rohe Kartoffeln dürfen nicht verfüttert werden und auch grüne Stellen müssen vorher entfernt werden, da sie giftig sind!

Nudeln

Auch Nudeln werden von manchen Vögeln – gekocht und ungesalzen – gern gefressen. Rohe Nudeln dürften wohl eher schwierig zu fressen sein, werden aber gerne als Spielzeug verwendet und herumgeschleppt oder geschoben. Dazu eignen sich am besten Farfalle, Penne oder Fusilli, Spagetti können leicht splittern oder pieksen und sehr kleine Nudeln (Suppennudeln) eventuell versehentlich verschluckt werden.

Reis

Gekochter, ungesalzener Reis ist für Vögel eine gute und bekömmliche Eiweißquelle. Damit die Körner nicht zusammen kleben (das schmeckt vielen Wellensittichen nicht), kann man den Reis nach dem Kochen mit klarem Wasser abspülen.

Während der Jungenaufzucht sollte man keinen Reis anbieten, da die Altvögel ihn sonst bevorzugt zur Fütterung der Küken verwenden – was zu Nährstoffmangel bei den Jungvögeln führen kann.

Reiswaffeln

Waffeln aus zusammengepresstem, aufgepufftem Reis werden von vielen Wellis leidenschaftlich gern zerschreddert. Gefressen wird die Waffel dabei eher weniger, aber das Zerkleinern bereitet vielen Tieren Freude. Diesen Spaß kann man seinen Vögeln gönnen, sofern es sich um ungesalzene Waffeln handelt. Auf keinen Fall dürfen Überzüge aus Schokolade oder Joghurt etc. enthalten sein!

Ein Öko Test im Jahr 2012 über Reiswaffeln hat ergeben, dass Reiswaffeln mit den krebserregenden Stoffen Acrylamid und Arsen belastet sind, deswegen raten wir dringend davon ab Reiswaffeln an eure Wellis zu verfüttern bzw. schreddern zu lassen.

Weiterführend kann man sich auch unseren Blogartikel durchlesen.

Eigelb

Gekochtes Eigelb kann in kleinen Mengen angeboten werden; es enthält sehr viele Proteine. Mit der Gabel zerdrückt mischt man es am besten unter Keimfutter, dabei sollte man nur frisch gekochtes Ei anbieten, da Wellensittiche angetrocknetes Eigelb meist verschmähen.

Insbesondere im Sommer ist hierbei auf größte Hygiene zu achten: Das Ei sollte vollständig gegart sein und nach kurzer Zeit wieder entfernt werden, um eine Infektion mit Salmonellen auszuschließen.

Eigelb kann den Bruttrieb steigern, weshalb es Hennen, die in – eher unerwünschter – Brutstimmung sind oder zu Legenot neigen, nicht gegeben werden sollte.

Patienten, die an Nierenleiden oder Gicht erkrankt sind, können durch Eigelb belastet werden; bei solchen Vögeln sollte auf die Gabe ebenfalls verzichtet werden.

Eiweiß ist etwas proteinärmer und kann (gekocht und ungesalzen) ebenfalls verfüttert werden.

Milchprodukte

Die meisten Milchprodukte sind zu fettreich, um für Vögel gesund zu sein. Außerdem kann die enthaltene Laktose (Milchzucker) von den Tieren nicht aufgespaltet werden und so zu Durchfall führen. Geeignet ist, in kleinen Mengen angeboten, Magerquark (Topfen). Das gleiche gilt für Hüttenkäse (auch „Körniger Frischkäse“ oder „Cottage Cheese“ genannt).

Fleisch

In der Natur sind Wellensittiche keine reinen Vegetarier, sondern verspeisen gelegentlich auch Insekten und Würmer. Es ist jedoch nicht notwendig, Fleisch zu verfüttern! Tatsächlich sollte es höchstens einmal im Monat und in geringen Mengen gegeben werden. Geeignet ist gekochtes, ungesalzenes Hühnerfleisch; Schweinefleisch ist nicht geeignet.

Insektenfutter (Heimchen oder Mehlwürmer) können ebenfalls gereicht werden, werden aber nicht von allen Wellensittichen gern gefressen und auch manchem Halter mag dies gewöhnungsbedürftig scheinen.

Bei aller tierischen Kost ist der hohe Proteingehalt zu beachten; diese Lebensmittel sollten nur sehr sparsam gegeben werden. Bei brutlustigen Hennen und bei Gichtpatienten ist von der Gabe abzraten.

Traubenzucker

Bei untergewichtigen oder – beispielsweise durch Krankheit oder starke Mauser – geschwächten Tieren kann Traubenzucker zusätzliche Energie spenden. Am besten löst man diesen im Trinkwasser auf; ein knapper halber Teelöffel pro Wasserspender bzw. Trinknapf reicht dabei völlig aus. Es ist extrem wichtig, das Wasser dann mindestens täglich zu wechseln und das Trinkgefäß sehr gründlich mit heißem Wasser zu reinigen, damit sich keine Keime bilden können.

Sittiche, die an Megabakterien leiden (auch als GLS; „going light syndrom“ bekannt), dürfen keinen Traubenzucker aufnehmen, da der Zucker die Krankheit verschlimmert.

 

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Blueberry

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