Einzelsaaten

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Auf diesen Seiten haben wir Euch eine alphabetisch sortierte Übersicht über die erhältlichen Einzelsaaten, speziell im Hinblick auf die Ernährung von Wellensittichen, angefertigt.

Diese ist nach bestem Wissen und Gewissen erstellt worden, sollte aber lediglich als Informationsquelle und Orientierungshilfe verstanden werden und auf keinen Fall als unumstößliche Vorgabe.

So können beispielweise die Nährwerte der einzelnen Saaten je nach Anbaugebiet, Erntezeitpunkt und Lagerdauer von unseren Angaben abweichen. Oft gibt es auch Umstände (wie z.B. chronisch kranke Tiere), die es erforderlich machen von unseren Tipps abzuweichen und eine individuelle Fütterung anzubieten. Im Zweifel sollte also die jeweils optimale Grundmischung des Futters mit Ernährungsfachleuten für Sittiche oder dem vogelkundigem Tierarzt abgestimmt werden.

Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass es als Laie aus diversen Gründen sehr schwierig sein kann, die richtige Mischung selbst aus Einzelsaaten zusammenzustellen. Mittlerweile bekommt man in guten Online-Shops speziell abgestimmte und frische Futtermischungen, die qualitativ hochwertige Saaten enthalten und die ggf. auf Wunsch auch noch angepasst werden. Wir möchten auch ausdrücklich davon abraten, lose bzw. offen angebotene Einzelsaaten aus dem Handel zu verwenden. Häufig gibt es dabei hygienische Mängel, da z.B. jeder hineingreifen kann oder die Behälter ungeschützt Licht/ Temperatur usw. ausgesetzt sind. Weiterhin sind diese Saaten mitunter überlagert, da Restbestände einfach wieder von oben aufgefüllt werden.


Einzelsaat

Erklärung zu den Angaben für die Eignung der Saaten:

Grundmischung: steht hier ein JA, kann man diese Saat als festen Bestandteil der Grundmischung anbieten. Bei einem NEIN, ist die Saat eventuell dennoch als Zusatzfutter, Leckerchen, Quellfutter geeignet – dies entnehmt Ihr bitte der jeweiligen Beschreibung.

Diät: Viele Wellensittiche neigen zu Übergewicht. Daher sollte die Grundmischung generell leicht gehalten werden und eher kleine Saaten enthalten. Ist bei Diät ein JA angegeben, kann die Saat ein wichtiger Bestandteil der Futtermischung sein, um Übergewicht abzubauen. Ist ein NEIN vermerkt, ist die Saat bei akuten Gewichtsproblemen eher ungeeignet und sollte bei akuten Gewichtsproblemen ggf. nur reduziert angeboten werden.

Megas: Viele Wellensittiche haben mit Macrorhabdus Ornitogaster (Megabakterien) zu kämpfen, einer Hefepilzinfektion, die eine optimale Futterverwertung verhindert und in Schüben auftritt. Ist hier ein JA angegeben, ist die Saat auch während eines akuten Schubes als Futtermittel geeignet, weil sie z.B. durch die runde Form den gereizten Kropf schont oder auch eine appetitanregende Wirkung hat. Steht hingegen ein NEIN, dann sollte die Saat lieber während eines akuten Schubes nicht verfüttert werden. Ein NEIN bedeutet allerdings nicht, dass die Saat grundsätzlich bei Megas-Patienten ungeeignet ist. Die jeweilige Angabe bezieht sich ausdrücklich nur auf die Zeit eines akuten Krankheit-Schubes, nicht auf die „gesunden“ Phasen.

Gewichtszunahme: Ist hier ein JA angegeben, kann man die Saat an untergewichtige Wellis verfüttern, die aufgepäppelt werden sollen. Steht hier ein NEIN, ist die Saat ungeeignet, um Gewicht aufzubauen. Sie kann aber dennoch ein (wichtiger) Bestandteil der Futter-Grundmischung sein. Aufschluss bietet hier die jeweilige Beschreibung.

Anti-Brutigkeit: Da es immer wieder vorkommt, dass Welli-Hennen dauerhaft brutig sind, haben wir diese Angabe eingefügt, um ggf. den Hormonhaushalt mittelfristig (und zusammen mit anderen Maßnahmen) auf natürlichen Weg in den Griff zu bekommen. Steht hier ein JA, handelt es sich um eine Saat, die sehr leicht ist und wenig Fett- & Proteine enthält und deshalb in diesen Phasen zu größeren Anteilen verfüttert werden sollte. Steht hier ein NEIN, ist es eine Saat, die eher ungeeignet ist, um eine für die Brut ungünstige Phase zu simulieren. Sie sollte dann also ggf. nur reduziert angeboten werden.

Eine Orientierungshilfe, wie das Grundfutter für in der Wohnung gehaltene Wellensittiche ungefähr zusammengesetzt sein sollte, bietet folgende Auflistung:
Ca. 40 – 50 % verschiedene Hirsesorten
Ca. 20 - 30 % Kanariensaat (Glanz, Spitzsaat)
Ca. 15 – 20 % Gräser
Ca. 10 % Sonstiges (z.B. Dari, Milo, Foniopaddy, Amaranth, Broomcorn, Vogelmiere…)
Ca. 0 – 3 % ölhaltige Saaten
Ca. 0 – 3 % Hafer