Dermatitis

Entzündet sich die Haut des Wellensittichs, so spricht man von Dermatitis. Mit Dermis ist die Lederhaut gemeint, das ist eine Hautschicht von Wirbeltieren, die alle Wirbeltiere aufweisen.

Symptome / Diagnose

Die Vögel haben, wie wir Menschen auch, eine sehr empfindliche Haut. Sie ist ein Schutzmantel bestehend aus körpereigenen Stoffen, welcher vor Angriffen verschiedener Krankheitserreger schützt. Sobald dieser Schutzmantel, der teilweise auch aus körpereigener Säure besteht, geschwächt ist, können sich sehr leicht Bakterien und Pilze ansammeln.
Anzeichen für Dermatitis sind Rötungen der Haut. Dabei muss die Haut nicht immer geschwollen sein. Da die Haut der Vögel fast überall mit Federn bedeckt ist und diese einem damit die Sicht auf die Haut nicht immer ermöglichen, stellt man die Entzündung manchmal erst sehr spät fest.
Häufig haben die Vögel trockene und juckende Haut. Durch häufiges kratzen kommt es zu kleinen Wunden, die sich richtig entzünden und eitrig werden können. Manchmal nässen diese Wunden auch. Der Vogel hat Schmerzen.

Häufig reißen sich die Vögel rund um die Wunden die Federn aus. Erst dann kommt die Dermatitis zum Vorschein.

Durch diesen ständigen Juckreiz sind die Vögel eher unruhig, kratzen und putzen sich sehr häufig. Nachts schlafen sie unruhig. Ihr Allgemeinzustand lässt mit der Zeit auch nach und sie sehen kränklich aus.

Bei Verdacht auf Dermatitis sollte schleunigst ein vogelkundiger Tierarzt aufgesucht werden. Da der Vogel Schmerzen hat, sollte man ihm so schnell es geht Linderung verschaffen.

Der Tierarzt wird den Vogel genau untersuchen und gegebenenfalls durch Hilfe einer Lupe die Art der Entzündungen feststellen. Oftmals wird eine Probe genommen und in einem Labor untersucht, damit der Krankheitserreger gefunden wird.

Behandlung

Der Tierarzt wird, nachdem er den Vogel eingehend untersucht hat, abgestorbenes Gewebe entfernen, damit sich die Entzündungen nicht noch verschlimmern. Wie die weitere Behandlung erfolgt, ist unterschiedlich und richtet sich nach dem Zustand der Haut. Da diese sehr empfindlich ist, muss jeder Tierarzt individuell entscheiden, um dem Vogel so schnell es geht eine Linderung zu verschaffen. Es werden vermutlich Salben oder Lösungen angewendet, hin und wieder werden auch Medikamente oral verabreicht. Der vogelkundige Tierarzt wird dabei darauf achten, dass das Gefieder nicht verklebt.
Niemals sollte man selbst herum experimentieren, da es mehr Schaden anrichten würde, als das es hilft!

Ursachen

Die Hautentzündungen sind für den Vogel sehr lästig, daher sollte man mit dem vogelkundigen Tierarzt nach deren Ursachen forschen. Meist sitzt das Problem weit tiefer, als nur auf der Haut.

Auslöser dieser Dermatitits könnten zum Beispiel sein:

- Immunsystem:
Ist Immunsystem des Vogels geschwächt, zum Beispiel durch die Mauser oder einer anderen Krankheit, so haben viele Krankheitserregener die Chance den Vogel zu befallen.

- falsche Ernährung:
Wenn der Vogel falsch ernährt wurde, so kann ein Nährstoffmangel auftreten. Vögel deren Herkunft man nicht kennt, da sie zum Beispiel aus dem Tierheim stammen, wurden oft nicht optimal ernährt. Wenn der Vogel lange Zeit nicht die lebenswichtigen Nährstoffe zu sich nimmt, dann wirkt sich das auch auf die Haut und das Gefieder aus.

- Selbstverstümmelung / Rupfen:
Dermatitis tritt sehr häufig bei Rupfern auf. Sie rupfen sich die Federn aus und beißen sich meist auch in die Haut.

- Verletzungen:
Oft verheilen Wunden sehr schlecht. Diese können sich sehr leicht entzünden.

- Lebererkrankungen:
Bei Erkrankungen der Leber kommt es auch des öfteren zu Entzündungen der Haut. Hauptsächlich bei Lebertumoren oder einer Fettleber.

- Hormonelle Störungen:
Bei einigen hormonellen Störungen kommt es zu trockener Haut. Diese trockene Haut spannt und der Vogel kratzt sich öfters, dadurch kommt es schnell zu Entzündungen.

Es gibt noch zahlreiche weitere Auslöser, die zu einer Entzündung führen können. Das waren nur die häufigsten.

 

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blue_angel

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