Wer sich über gesunde Leckerbissen und vitaminreiche Nahrungsergänzung mit anderen Wellihaltern austauscht, wird früher oder später über einen ungewöhnlichen Namen stolpern - den "Golliwoog".
Diese ursprünglich aus Lateinamerika stammende Futterpflanze (wissenschaftlich
bekannt als "Callisia repens") wurde in einer Gärtnerei eher
zufällig als Haustiernahrung entdeckt. Eine Untersuchung eines Instituts
für Tierernährung bestätigte, dass die Pflanze für Ziervögel,
Katzen, Meerschweinchen, Kaninchen, Schildkröten und viele andere Kleintiere
nicht nur ungefährlich, sondern auch gesund ist.
Golliwoog (übrigens ein Kunstname ohne tiefere Bedeutung) enthält
überdurchschnittlich viel Wasser und ist reich an Mineralien und Vitamin
A.

Bild: LHa
Die meisten Wellensittiche futtern die Triebe sehr gerne und zerrupfen sorgfältig
die Blätter - daher ist es auch nicht ratsam, den Vögeln über
einen längeren Zeitraum die ganze Pflanze zur Verfügung zu stellen,
wenn man Wert auf ein langes Pflanzenleben legt. ;)
Ratsamer ist es, für die gierigen Schnäbel einzelne Triebe abzuschneiden
und z. B. ans Gitter zu klemmen bzw. den Golliwoog rechtzeitig wieder
zu entfernen.
Golliwoog ist mittlerweile in vielen Zoohandlungen erhältlich. Außerdem
kann man ihn bei einigen Internetanbietern bestellen.
Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass die Pflanzen auch als Tierfutter
gekennzeichnet sind, denn Callisia repens wird auch als Zierpflanze verkauft
und ist dann häufig mit Pflanzenschutzmitteln behandelt!
Optimal steht der Golliwoog hell, aber nicht in praller Sonne, bei Zimmertemperatur (ca. 20°C) und hoher Luftfeuchtigkeit - übrigens auch eine hübsche Zierde für die Fensterbank! Wegen der geringeren Sonneneinstrahlung sieht die Pflanze im Winter etwas anders aus als im Sommer, auf den Nährstoffgehalt hat das aber keinen Einfluss.
Mehr über den Golliwoog unter www.golliwoog.de
LHa