Federlinge

Federlinge, auch Mallophagen genannt, gehören zu den sogenannten Ektoparasiten, also zur Gruppe der Parasiten, die auf, aber nicht im Vogelkörper leben. Sie erreichen eine Größe von bis zu drei Millimetern und leben im Gefieder von Vögeln. Es gibt viele unterschiedliche Arten von Federlingen, die jedoch alle die selben Eigenschaften haben und vom Aussehen her ähnlich sind. In den meisten Fällen (von einigen Ausnahmen abgesehen), weisen sie eine dunkle Farbe auf, sind flach, lang und haben sechs Beine. Eine weitere herausstechende Eigenschaft ist die starke Scheu vor Licht.

Federlinge leben von Hautschuppen sowie Partikeln der Federn und pflanzen sich im Gefieder fort. Ihre Eier legen sie an den Federästen ab. Im Zeitraum von ein bis zwei Wochen schlüpfen die Larven, eine neue Generation Federlinge wächst innerhalb von ungefähr fünf Wochen heran. Sie kommen bei Wellensittichen recht selten vor, können aber vor allem bei Außenhaltung von befallenen Wildvögeln übertragen werden.

Symptome und Hinweise auf einen Befall

Da die Federlinge sehr lichtscheu sind und sich vom äußeren Gefieder fern halten, sieht man sie nur, wenn man das Großgefieder genau untersucht, da die Parasiten schnell vor dem Licht flüchten. Ein Befall lässt sich leicht durch dunkel gefärbte Ansammlungen von Eiern entlang des Federkiels erkennen. Ein weiterer Indikator für einen Befall sind Schäden an den Federn, die von leichten Beschädigungen an den Spitzen bis hin zu Löchern und Lücken in den Federn reichen. Die Federn können insgesamt fransig aussehen.

dunkle Federenden

Da die Federlinge zum Teil Juckreiz hervorrufen, können auch häufiges Kratzen, Unruhe und Schlaflosigkeit Symptome eines Befalls sein.

Behandlung

Die Behandlung gegen Federlinge sollte durch einen vogelkundigen Tierarzt erfolgen, der erst den Befall bestätigt und dann mit einem Antiparasitikum behandelt. In den meisten Fällen werden die Federn besprüht oder bestäubt, um die Federlinge abzutöten. Wichtig ist hierbei, Augen und Schleimhäute auzusparen. Da die Eier so nicht zwingend direkt abgetötet werden, ist eine zweite Behandlung nach einer bestimmten Zeit meist notwendig. Dies ist mit dem jeweiligen vogelkundigen Tierarzt abzustimmen.

 

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twixx_87

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