Die Idee, anstatt der gekauften Knabberstangen Selbstgebackenes zu verfüttern,
ist nicht neu.
Schon in einer der ersten Ausgaben des WP-Magazins - und zwar bereits 1995!
- fand sich ein Rezept für Weihnachtsgebäck für Papageien.
Unser Rezept für die Grundmischung ist dem WP-Magazin Ausgabe 3/2001
entnommen.
Grundmischung
ein Ei
80 Gramm Mehl
1,5 - 2 EL Honig
Körnerfutter

Hier wurde die doppelte Portion gebacken, denn es warteten 70 hungrige
Schnäbel.
Was braucht Ihr sonst?
einen Mixer (Knetstäbe) - es geht auch ohne, mit Mixer ist es natürlich
bequemer
eine Rührschüssel
Backblech
Backpapier oder Alufolie
einen Ofen ;o)

Die Eier, das Mehl und den Honig miteinander verquirlen. Dann nach und nach
Körnerfutter unterheben, bis eine sehr zähe Masse entstanden ist.
Der Teig sollte recht feucht und klebrig sein, aber nicht mehr fließen.
Der Teig wird nur als "Klebstoff" benötigt; die meisten Vögel
bevorzugen die Saaten und verschmähen größere Teigbrocken.
Daher sollten die Körner nur von einer dünnen Schicht Teig umgeben
sein.
Je nach Form ca. 10-20 Minuten bei 180°C (150°C Umluft) backen, bis
es eine goldbraune Farbe angenommen hat. Fertig gebackener Teig ist relativ
hart und klebt nicht mehr. Erkalten lassen - und Euren Geiern guten Appetit!
Eurer Phantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Mit der Keks-Grundmischung könnt Ihr für Eure Lieblinge einiges an verschiedenen Variationen zaubern. Hier wollen wir Euch mal ein paar Anregungen geben.

vorn: Wellibrot, hinten Wellikekse
Ganz simpel. Einfach mit einem Esslöffel runde flache Portionen auf das Backblech klatschen und backen. Lässt sich gut mit einer Wäscheklammer im Käfig befestigen!
Den Teig in einer baguetteartigen Form auf das Blech legen, etwas mit den Händen nachformen und festdrücken. So kann man das Wellibrot nach dem Backen in Scheiben schneiden. Hier empfiehlt es sich, etwas weniger Körner zu verwenden, so dass man mehr Ei-Mehl-Honig-Gemisch hat.
Hierzu benötigt Ihr Holzstäbe und Pappröhren von Küchenrollen oder Frischhaltefolien. Der Teig wird einfach hineingefüllt, der Holzspieß hineingedrückt (zwei bis drei Zentimeter müssen natürlich noch hinausschauen, damit Ihr die Stange hinterher befestigen könnt), und nach dem Backen werden die Pappröhren entfernt.
Einfach in die Grundmischung etwas ungeschwefeltes Trockenobst geben (vorher klein schneiden). Es geht auch mit frischem Obst, z. B. geraspeltem Apfel. Hier aber bitte unbedingt die Haltbarkeit bedenken! Am besten nur so wenig davon backen, dass man es gleich verfüttern kann, wenn es kalt ist.
Eine kleine Weihnachtsüberraschung für Eure Wellis? Dann spendiert
ihnen doch einen eigenen Weihnachtsbaum! Einen oder mehrere schön verzweigte
Äste in einem großen Blumentopf befestigen (siehe auch Wellibäume)
und Euer Backwerk daran hängen (z. B. mit Paketband - bei Bast besteht
Strangulierunsgefahr!). Hier bietet sich an, kleinere Kekse, Kügelchen
o. ä. zu backen.
Wer es ganz besondes schön machen will, kann den Teig in metallene Ausstechförmchen
geben und backen.
Je kleiner das Gebackene, desto kürzer die Backzeit.

Welligebäck mit Frischobst muss sofort verfüttert werden, d. h.
am selben Tag bzw. im Kühlschrank aufbewahrt maximal zwei Tage.
Welligebäck mit Trockenobst hält sich etwas länger, aber auch
hier sollltest du nur sehr kleine Portionen backen und rasch verfüttern.
Normales Welligebäck ohne Früchte hält sich problemlos einen
Monat. Aufbewahrung bei Zimmertemperatur z.B. in einer Gebäckdose.
Selbstgebackene Wellikekse sind eine gesunde Leckerei, die nebenbei auch noch eine Menge Knabberspaß bieten. Sie sind natürlich viel gesünder als die gekauften Knabberstangen, da hier keine unnötigen Zusätze wie "Bäckereinebenerzeugnisse" drin sind. Trotzdem sollten sie nur etwa einmal pro Woche verfüttert werden, damit deine Wellis nicht zu dick werden.

SHe