Wildkräuter - gesundes Grünfutter für Wellensittiche

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Beifuß (Artemisia vulgaris)

Beifuß gehört zu den Korbblütlern und kann an Wegrändern, auf Wiesen und Brachflächen gesammelt werden. Auch auf steinigen Flächen wächst er mit Vorliebe und bevorzugt sonnige Standorte. Beifuß besitzt einen sehr starken, rötlich braunen Stängel, der im Laufe des Wachstums, je nach Alter der Pflanze zum Teil leicht holzig wird und leichte Behaarung aufweist. Er wird etwa 60 cm groß. Ausgebildet werden gefiederte Blätter, die auf der Oberseite dunkleres Grün zeigen, auf der Blattunterseite jedoch hell, fast silbrig wirken. Die Blüte ist endständig und rispenartig und zeigt sich von hellgrünlich, gräulich, gelblich bis hin zu rosa Blütenkörperchen. Der Geruch ist sehr charakteristisch und angenehm, wenn auch durchdringend. Die Pflanze selbst beginnt je nach Region ab März oder April mit dem Wachstum. Blütezeit ist ab Juni, Juli bis in den Oktober. Die komplette Pflanze kann angeboten werden und besitzt wertvolle Inhaltsstoffe für den Wellensittich. Das Blattwerk wird gerne gefressen, die Stängel gerne benagt und die Blüten- und Samenstände werden sehr gerne angenommen. Beifuss wirkt antibakteriell, krampflösend im Verdauungstrakt und verdauungsfördernd.


Breitwegerich (Plantago major)

Breitwegerich - Plantago major

Breitwegerich gehört zu den Wegerichgewächsen. Zu finden ist diese weit verbreitete Pflanze mittlerweile überall. Egal ob auf Weiden, Äckern, Wiesen oder Wegen, auf Plätzen, die eigentlich versiegelt sind durch Pflasterung, wächst er sogar in den Fugen. Eine widerstandsfähige und robuste Pflanze mit wenig Anspruch aber hohem Wert. Breitwegerich wächst mit rosettenartig angeordneten Laubblättern. Diese sind löffelartig geformt und können so groß werden, dass sie eine Handinnenfläche ausfüllen. Die Blätter zeigen eine gestreifte Äderung. Pflückt man ein Blatt spürt man beim Abriss die "Fäden", die recht fest sind und sich oft fadenförmig aus dem Blattstiel ziehen. Die Pflanze selbst wird etwa 20 cm hoch. Der Breitwegerich blüht von Juni bis in den Oktober und zeigt ein ähriges Wachstum. Das heißt eine eher unscheinbare, lange Blüte, die sich vor allem durch Staubfäden kennzeichnet. Breitwegerich kann als gesamte Pflanze angeboten werden. Sie wird gerne gefressen. Das Blattwerk wird beknabbert und die Blüten oder Samenstände werden oft gut gefressen. Breitwegerich gilt als Pflanze mit wertvollen Inhaltsstoffen, auch und gerade für Vögel und wirkt unter anderem entzündungshemmend und wundheilungsfördernd.


Brennnessel (Urtica)

Brennnessel - Urtica

Die Brennnessel gehört zu den Brennnesselgewächsen. Man kann sie an Wegesrändern, auf Wiesen und in Gärten finden. Die Blütezeit ist zwischen Juni und Oktober. Die Blätter haben eine leicht ovale Form, die vorne spitz ist und sind an den Rändern gezackt. Die meisten Brennhaare sind auf der oberen Seite der Blätter. Die Blüten sind weißlich. Die Samenstände sehen aus wie kleine Rispen mit rundlichen Samen, die sich je nach Reife vom grünen ins bräunliche färben. Es können die halbreifen als auch reifen Samen verfüttert werden. Auch die Blätter und Stängel können angeboten werden. Vor dem Verfüttern der Blätter sollte man dafür sorgen, dass die Brennhaare ihr Wirkung verlieren, auch wenn sich ein gesunder, komplett befiederter Wellensittich nicht daran stört. Man kann dazu die Blätter mit heißem Wasser überbrühen, sie zwischen den Handflächen reiben damit die Brennhaare abbrechen oder man erntet bei oder direkt nach Regen. Dies bewirkt, dass die meisten Brennhaare abgebrochen sind. Wenn man die Brennnesseln trocknen lässt, verlieren die Brennhaare durch den Flüssigkeitsverlust ebenfalls ihre Wirksamkeit. Brennnessel ist besonders für Vögel mit Herzproblemen geeignet, denn es wirkt entwässernd und verringert somit die Herzlast. Ebenso kann es bei Infekten des Harntraktes angeboten werden, da es durch die entwässernde Wirkung Nieren und Harnwege durchspült.


Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Die Brunnenkresse gehört zur Familie der Kreuzblütler. Man findet sie an Gewässern. Die Pflanze hat eine geringe Wuchshöhe und hat kleine runde Blätter, die sehr verzweigt sind. Die Blütezeit ist zwischen Mai und Juli. Brunnenkresse bildet kleine, fast unscheinbare, weiße Blüten. Von der Brunnenkresse können die Stängel samt Blättern und Blüten verfüttert werden. Sie wird sehr gerne angenommen, da die Pflanze einen hohen Wasseranteil besitzt und deshalb knackig ist. Wellensittiche können mit dem Fressen von Brunnenkresse einen großen Teil ihres Wasserbedarfs decken. Brunnenkresse ist demnach eine wertvolle Pflanze für Wellensittiche und wirkt antibakteriell besonders bei Schleimhautinfektionen. Der Vitamin C Gehalt ist prägnant und macht die Pflanze dadurch auch immunologisch gesehen zu einem natürlichen Unterstützer gegen Infektionen.