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15 Medikamente vorhanden beim Buchstaben B

Amikacin (Biklin®)

Anwendung:
Biklin® kommt zum Einsatz als Inhalationsaerosol und gehört zur Gruppe der Antibiotika. Auch als Injektionslösung ist es zu erhalten und wird in den meisten Fällen i.m. (intra muskulär -> in den Muskel) injiziert. Als Injektion kommt es bei Vögeln nur selten zum Einsatz, da es schnell nephrotoxisch wirkt. Das heißt, es schädigt die Nieren. Nur bei Klebsiellen und multiresistenten Keimen wird es auf diese Weise verabreicht. Als Inhalation stellt es ein verträglicheres Medikament dar, dass auch bei Wellensittichen dann zum Einsatz kommen kann. Bilkin® ist verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Biklin® sind aufgrund des breit gefächerten Spektrums der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Die Kosten und Nutzenabwägung einer Therapie mit Biklin® muss immer dem behandelndem vkTa obliegen. Nur er kann entscheiden, ob eine Versorgung durch Biklin® wirklich indiziert ist.

b- Strophanthin®

Anwendung:
Siehe bei Strophanthin

Nebenwirkung:

Bariumsulfat (BaSO4)

Anwendung:
Bariumsulfat ist ein Röntgenkontrastmittel und auch unter dem Begriff Barium Salz bekannt. Als milchig aussehende Suspension wird es meist oral bzw. beim Vogel schnabulös verabreicht und durchwandert so den Verdauungstrakt. Durch die Kontrastfähigkeit mit hoher Röntgenstrahlabsorption kann der Verdauungsapparat so wunderbar bildlich dargestellt werden. Dies erleichtert bei vielen Erkrankungen die Diagnosestellung deutlich. Manchmal werden auch kleine Mengen an Methylcellulose oder Kohlendioxyd zum Bariumsulfat zugesetzt, damit ein optimales bildgebendes Verfahrensergebnis erzielt werden kann. Bariumsulfat gehört im engeren Sinne zur Gruppe der Gefahrenstoffe, da Bariumsulfationen schädlich für den Organismus sind. Da es jedoch im Körper schlecht löslich ist, kommt es bevorzugt als unschädliches Kontrastmittel zum Einsatz. Dennoch bleibt die Verabreichung immer unter ärztlicher Aufsicht.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Bariumsulfat beschränken sich weitgehend auf allergische Reaktionen, ansonsten ist es weitgehend gut verträglich. Die Kosten und Nutzenabwägung für eine Gabe obliegt jedoch immer nur dem behandelnden vkTa und erfolgt nur im Rahmen von gewissen, erforderlichen Untersuchungsmethoden. Der vkTa klärt vorher jedoch eingehend über die Indikation (Grund der Gabe) und deren Notwendigkeit auf.

Baycox®

Anwendung:
Siehe bei Toltrazuril

Nebenwirkung:

Baytril ®

Anwendung:
Siehe Enrofloxacin

Nebenwirkung:

Bepanthen®

Anwendung:
Siehe Dexpanthenol

Nebenwirkung:

Bifiteral Sirup®

Anwendung:
Siehe bei Lactulose

Nebenwirkung:

Biltricide®

Anwendung:
Siehe Praziquantel

Nebenwirkung:

Bird Bene Bac ®

Anwendung:
Bird Bene Bac ® wird zur Stabilisierung der Darmflora angewendet. Besonders bei Durchfallerkrankungen und nach Therapie mit Antibiotikum kann durch dieses Medikament positiv Einfluss auf die Darmflora genommen werden. Bird Bene Bac® ist ein Gel aus gefriergetrockneten Bakterienkulturen, welche sich stabiliserend auf eine gestörte Verdauung auswirken sollen. Da Bird Bene Bac® Zucker enthält, ist Vorsicht bei der Behandlung von an Megabakteriose erkrankten Vögeln angebracht. Bird Bene Bac® ist nicht verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen sind der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Die Nutzen-Risiko-Abwägung muss der behandelnde vkTa durchführen.

Birkenkohle

Anwendung:
Birkenkohle ist ähnlich wirksam wie Aktivkohle. Sie gehört ebenso zu den Adsorbezien. Birkenkohle kann Toxine (Gifte) an sich binden und mit dem Kot ausscheiden. Deshalb ist Birkenkohle neben Aktivkohle ein Medikamente zur Unterstützung der Ausleitungstherapien bei akuten und chronischen Vergiftungen. Birkenkohle hat zwar ein eingeschränkteres Wirkspektrum gegen Toxine wie Aktivkohle, deckt jedoch oftmals bei bekannter Toxinaufnahme den entsprechend erforderlichen Bereich ab. Als Kapsel, Komprette, Pulver oder Granulat kann es aufgelöst und dem Vogel mittels Kropfsonde verabreicht werden. Birkenkohle ist nicht rezeptpflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Birkenkohle sind kaum bedeutsam. Oft spielen eher begleitende Komplikationen durch entsprechende Vergiftungserscheinungen, wegen schwer ausleitbare Toxine, eine Rolle. Birkenkohle kann bei zu schneller Applikation (Gabe) zu Erbrechen führen. Ebenso bei zu hoher Dosierung zu Verstopfung. Birkenkohle muss zeitnah zum Toxin eingegeben werden, damit eine optimale Wirkung erzielt werden kann. Ineffektive Wirksamkeit entsteht häufig wegen zu stark verzögerter Therapie. Ob Birkenkohle im Einzelfall angewendet wird, entscheidet nach sorgfältiger Abwägung der Kosten und Nutzen der konsultierte vogelkundige Tierarzt. Nur er kennt das Spektrum zur Abdeckung der Gifte, bei denen Birkenkohle helfen kann. Die Information welches Gift vom Vogel gefressen wurde, ist daher oftmals essentiell wichtig um eine sichere Entscheidung zur Auswahl des passenden Medikamentes durch den vkTa zu erwarten.

Bittersalz

Anwendung:
Siehe bei Magnesiumsulfat-Heptahydrat

Nebenwirkung:

Bolfo®

Anwendung:
Siehe Propoxur

Nebenwirkung:

Bromhexin (Bromhexin Inhalat®, Bromhexin Sirup®)

Anwendung:
Bromhexin ist ein Expectorans, das heißt ein Wirkstoff, der eine Dreifachwirkung besitzt. Es gilt als Mukolytika - reduziert die Zähheit von Schleim und wirkt verflüssigend. Zudem zeigt es eine sekretolytische - schleimlösende Wirkung. Und zuletzt eine sekretmotorische Wirkung - fördert den Schleimfluss. Kurzum, es wird als Schleimlöser allgemeinsprachlich bezeichnet. Das Mittel kommt beim Wellensittich mit stark, durch Sekret verlegten Respirationstrakt (Atmungssystem) zur Anwendung und hilft durch seinen Wirkmechanismus die Atmung nach langfristiger Behandlung wieder hindernisfrei sicherzustellen. Als Inhalat wird es vernebelt und gelangt so direkt in die Atemwege des Vogels. Die Darreichungsform von Bromhexin Sirup wird beim Vogel selten angewendet, da es bei Dyspnoe (stark eingeschränkter und erschwerter Atmung) nur zusätzlich belastend für den Vogel wäre. Als Sirup ist das Mittel rezeptfrei. Als Inhalat wird eine rezeptpflichtige Verordnung angestrebt.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Bromhexin sind aufgrund des breit gefächerten Wirkspektrums der Packungsbeilage zu entnehmen. Das Medikament kann jedoch zur Tachycardie (beschleunigte Herzfrequenz) beim Vogel führen, welches es zu beachten gilt. Die Therapie mit Bromhexin wird in entsprechender Darreichungsform vom behandelnden vkTa bestimmt und nur nach eingehender Prüfung der Kosten- und Nutzenfaktoren verordnet. Eine Eigentherapie ohne ärztliche Verordnung mit diesem Wirkstoff ist zur Sicherung der Vogelgesundheit zu unterlassen.

Butafosfan Vit B12 (Catosal®)

Anwendung:
Butafosfan ist ein Wirkstoff, der zusammen mit Cyanocobalamin (Vit B12) als Tonikum zur Stärkung eingesetzt wird. Es hilft bei Überanstrengungszuständen und extremster Erschöpfung und hat zugleich eine Appetit anregende Wirkung. Besonders bei Wellensittichen, die nach operativen Eingriffen oder gar schweren Erkrankungen nicht fressen möchten, kann dieses Mittel als Appetitstimulans wirken. Es kann sowohl sub cutan (s.c. = unter die Haut), intra muskulär (i.m.= in den Muskel) als auch oral verabreicht werden. Steht als rezeptpflichtige Injektionslösung bereit.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Butafosfan sind der Packungsbeilage zu entnehmen. In der Regel aber nicht eindeutig von den Komplikationen zu Grunde liegender Grunderkrankungen abzugrenzen. Ob eine Unterstützung durch Butafosfan sinnvoll erscheint, ist durch den behandelnden vkTa zu bestimmen. Dieser nimmt vor Therapiebeginn eine genaue Prüfung der Kosten und Nutzen vor. Therapie in Eigenregie ist nicht zu empfehlen.

Butorphanol (Morphasol®, Stadol®, Alvegesic®, Dolorex®)

Anwendung:
Butorphanol ist ein stark wirksames Medikament aus der Arzneimittelgruppe der Opioide.Es wirkt stark analgetisch (schmerzlindernd) und kommt bei stärksten Schmerzen nach Operationen oder massiven Traumata zur Anwendung. Selten allerdings im ambulaten, sondern im Bereich der tierärztlich, stationären Versorgung. Das Medikament unterliegt der Betäubungsmittelpflicht und somit dem Betäubungsmittelgesetz und gilt kurz als BTM. Das Mittel ist als Tablette und Injektionslösung in Ampullen erhältlich. Wird jedoch bevorzugt beim Wellensittich mittels Injektion verabreicht. Das Medikament ist rezeptpflichtig und unterliegt besonderer Verordnungspflicht durch das Betäubungsmittelgesetz.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen sind breit gefächert und schlagen sich bei falscher Dosierung in Bewusstseinseintrübung und Atemdepression nieder. Weitere Nebenwirkungen sind der Packungsbeilage zu entnehmen. Eine Therapie mit Butorphanol ist nur nach sorgfältigster Abwägung aller Kosten- und Nutzenfaktoren durch den zuständigen vkTa möglich und erfolgt ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht bzw. Anordnung.



Hinweis:
Bitte die Gabe und Dosierung von Medikamenten immer mit einem vogelkundigen Tierarzt absprechen.