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24 Medikamente vorhanden beim Buchstaben C

Cactus compositum (Cactus comp.)

Anwendung:
Bei Cactus comp. handelt es sich um ein homöopathisches Arzneimittel. Es handelt sich dabei um einen aus Kaktus stammenden Wirkstoff, der eingesetzt werden kann bei Beschwerden, die das Herz-Kreislaufsystem betreffen. Sowohl bei entzündlichen als auch infektionsbedingten Herzerkrankungen kann das Mittel genutzt werden und den Heilungsverlauf positiv beeinflussen. Besonders bei zentral bedingten Durchblutungsstörungen, das heißt Durchblutungsstörungen am Herzen selbst, die sich jedoch auf den gesamten Körper auswirken, findet Cactus comp. oder aber auch Cactus grandiflorus Einsatz. Lindern von Herzenge, Atemnot in Folge eines Einschnürungsgefühles oder von Herzschwäche kann durch Cactus comp. erzielt werden. Vorwiegend als Lösung in Ampullen ist Cactus erhältlich. Lässt sich s.c. (subcutan = unter die Haut) aber auch oral d.h. in den Schnabel des Vogels geben. S.c. Gaben bleiben dem vogelkundigen Tierarzt vorbehalten. Das Medikament ist nicht rezeptpflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Cactus comp. können sich in einer Art Erstverschlechterung der vorliegenden Symptome zeigen. Es gilt besonders darauf zu achten, dass evtl. auftretende Kreislaufstörungen rasch behandelt werden. In aller Regel kommt es bei angepasster Dosierung jedoch nicht zu solch massiven Erscheinungen und die Symptome flachen nach kurzer Verstärkung wieder ab. Die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen beim Vogel gehört in die Obhut eines vogelkundigen Tierarztes. Eigentherapien mit dem genanntem Mittel ohne ärztliche Verordnung können lebensbedrohlich für den Vogel sein.

Cactus grandiflorus

Anwendung:
Cactus grandiflorus ist ein homöopathisches Arzneimittel. Der Wirkstoff des Kaktus (Königin der Nacht) wird in diesem Mittel eingesetzt um Beschwerden, die das Herz-Kreislaufsystem betreffen, zu therapieren. Entzündliche sowie infektionsbedingte Herzerkrankungen, sowie peripher (an den Extremitäten/Beinen) auftretende Durchblutungsstörungen, die damit im Zusammenhang stehen können, werden durch Cactus grandiflorus positiv beeinflusst. Besonders jedoch bei zentral bedingten Durchblutungsstörungen, das heißt Durchblutungsstörungen am Herzen selbst, findet Cactus grandiflorus Einsatz. Im Einzelfall empfiehlt sich auch Cactus comp. zur Ergänzung. Linderung bei Herzenge, Atemnot und Einschnürungsgefühlen, sowie bei Herzschwäche kann durch Cactus comp. erzielt werden. Meist als Lösung in Ampullen ist Cactus grandiflours erhältlich. Es wird s.c. (subcutan = unter die Haut) aber auch oral d.h. in den Schnabel des Vogels gegeben. S.c. Gaben bleiben immer dem vogelkundigen Tierarzt vorbehalten. Das Medikament ist nicht rezeptpflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Cactus grandiflorus können sich in einer Art Erstverschlechterung der bereits vorliegenden Symptome zeigen. Besonders ist darauf zu achten, dass evtl. auftretende Kreislaufstörungen schnell behandelt werden. Bei angepasster Dosierung jedoch kommt es eher selten zu massiven Erscheinungen. Symptome einer Erstverschlechterung sind Zeichen der einsetzenden Wirkung und flachen nach kurzer Verstärkung wieder ab. Die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen beim Vogel gehört immer in die Obhut eines vogelkundigen Tierarztes. Therapien in Eigenregie mit dem genannten Mittel ohne ärztliche Verordnung können lebensbedrohlich für den Vogel sein.

Carnidazol (Spartrix ®)

Anwendung:
Spartrix® ist ein sehr wirksames Mittel zur Behandlung von Infektionen mit anaeroben Bakterien und Protozoen. Es wirkt gegen Trichomonanden und Giardien. Unter den Trichomanden-Mitteln ist es das am stärksten wirksamste. Aus diesem Grund kommt es unter Umständen erst dann zum Einsatz, wenn andere Therapieversuche mit weniger potenten Medikamenten nicht erfolgreich waren. Spartrix® ist nicht verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen sind der Gebrauchsinformation aufgrund des breit gefächerten Spektrums zu entnehmen. Die Nutzen-Risiko-Abwägung sollte in jedem Fall immer der behandelnde vkTa durchführen.

Carprofen (Rimadyl ®)

Anwendung:
Carprofen ist ein Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAIDs (Non Steroidal Anti-Inflammatory Drugs).Somit der nichtsteroidalen Antirheumatika. In Deutschland ist es ausschliesslich als Veterinaer-Arzneimittel zugelassen; in der Humanmedizin gibt es keine Zulassung! Carprofen wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Carprofen ist verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen sind Gebrauchsinformation aufgrund des breit gefächerten Spektrums zu entnehmen. Die Nutzen-Risiko-Abwägung muss dem behandelnden vkTa überlassen werden !

Catosal®

Anwendung:
Siehe bei Butafosfan Vit B12

Nebenwirkung:

Ceftazidim

Anwendung:
Siehe Fortum®

Nebenwirkung:

Ceftazidim (Fortum®)

Anwendung:
Fortum® ist ein Breitband-Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine. Es ist wirksam gegenüber einer Reihe gramnegativer Bakterien, welche unter anderem Atemwegsinfekte und Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können. Fortum® ist verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Fortum® sind aufgrund des breit gefächerten Spektrums der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Die Nutzen-Risiko-Abwägung muss bei anstehender Therapie immer dem behandelnden vkTa überlassen werden.

Celecoxib (Celebrex®)

Anwendung:
Celecoxib ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der COX-2-Hemmer. Der Wirkstoff hat die Eigenschaft besonders analgetisch (schmerzlindernd), aber auch antiphlogistisch (entzündungshemmend), sowie antipyretisch (fiebersenkend) zu wirken. Celecoxib kommt beim Wellensittich als Mittel der Wahl bei der Erkrankung PDD - Proventricular Dilatation Disease (Erkrankung des Nervensystems mit Drüsenmagenerweiterung) zum Einsatz und hilft dort erfolgreich zur Linderung. Auch bei rheumatischen Erkrankungen und degenerativen Prozessen kann es genutzt werden, um dem Vogel zu gesteigerter Lebensqualität zu verhelfen. Das Medikament Celebrex®, ist in Kapselform erhältlich. Das in der Kapsel verborgene Granulat wird dosiert und dem Vogel aufgelöst verabreicht. Celecoxib ist rezeptpflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Celecoxib sind aufgrund des breit gefächerten Spektrums der Packungsbeilage zu entnehmen. Es steigert jedoch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Apolplex (Schlaganfall) und wurde in der Praxis deshalb durch neuere, besser verträglichere, nicht steroidale Antiphlogistika abgelöst. Im Einzelfall bleibt es jedoch wegen seiner besonderen Komplexwirkung dennoch bevorzugt. Die Gabe von Celecoxib erfolgt nur nach sorgfältigstem Abwägen der Kosten und Nutzen und die Verordnung der Therapie und Dosierung obliegt immer einem vogelkundigen Tierarzt.

Cerebrum Compositum ®

Anwendung:
Cerebrum Compositum ® wird bei neurologischen Ausfallerscheinungen, die mit einer Fehlfunktion im Gehirn zusammenhängen, gegeben. Dies kann z.B. nach Kollissionsunfällen, Schlagänfällen oder bei Hirntumoren oder Schädel-Hirn-Traumata vorkommen. Sofern es sich bei der Darreichungsform wie in den meisten Fällen um eine Lösung (in Ampullen) handelt, werden diese aufgebrochen und mit einer Spritze, die mit einer Kanüle versehen ist, wird etwas Lösung herausgezogen. Die Kanüle anschließend entfernen und das Arzneimittel gemäß der Dosierungsangabe in den Schnabel des Vogels geben. Es gibt weitere Darreichungsformen des Medikaments (Globuli, Tabletten, Tropfen. Am häufigsten Ampullen mit Lösung). Cerebrum compositum ® ist nicht verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen sind der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Wie bei allen homöopathischen Medikamenten kann es kurzzeitig zu einer sogenannten "Erstverschlechterung" (kurzzeitig verstärkte Symptomatik) kommen, die jedoch den Wirkungsbeginn der einsetzenden Therapie anzeigt. Die Nutzen-Risiko-Abwägung muss der behandelnde vk Tierarzt durchführen.

Cesol® + Cysticide®

Anwendung:
Siehe Praziquantel

Nebenwirkung:

Chevicol ®

Anwendung:
Siehe Dimetridazol

Nebenwirkung:

Chloramphenicol (Posifenicol C1%®, Thiocanfol C1%®, Paraxin®, Aepticol®)

Anwendung:
Chloramphenicol ist ein Wirkstoff, der als Liquorgängiger Stoff zu den Breitbandantibiotika gehört. Da als Nebenwirkung eine starke Blutbildveränderung auftreten kann, wird es nur nach sorgfältiger Abwägung, heute meist nur noch als Reserveantibiotikum benutzt. Reserve-Antibiotikum, das heißt es wird nur bei besonders schweren Krankheitsfällen eingesetzt. In aller Regel erst dann, wenn eine vorherige Antibiotika-Gabe nicht den gewünschten Erfolg hatte. Besonders bei ZNS-Störungen (infektiöse Erkrankungen des Zentralen Nervensystems) kommt es zum Einsatz. Auch Krankheiten sind Blutvergiftung (Sepsis), schwere Atemwegsinfekte, massive Magen-Darm-Infektionen oder auch Gehirnhautentzündung (Meningitis) eine Indikation für Anwendung. Der Wirkstoff hat eine sehr kurze Halbwertszeit, was eine engmaschige und kontrollierte Verabreichung erforderlich macht, um den gewünschten Therapieeffekt zu erzielen. Meist ist es als pulverisierte Form oder Injektionslösung zu Verabreichen und unter den Namen Paraxin® und Aepticol® bekannt. Für Entzündungen der Hornhaut im Auge werden als Augensalbe mit Chloramphenicol die Präparate Posifenicol C1%® und Augentropfen unter dem Namen Thiocanfol® verordnet. Chloramphenicol ist verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen bei dem Wirkstoff Chloramphenicol sind breit gefächert und sind deshalb der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Da jedoch dieses Medikament meist nur im absoluten Ernstfall als Reservemedikament eingesetzt wird, kommt es nicht leichtfertig zur Anwendung. Die Kosten und Nutzenabwägung für eine Therapie mit Chloramphenicol muss vor und während der Therapie immer dem behandelnden vkTa obliegen.

Chlorteracyclin (Chlortetracyclin HCI®)

Anwendung:
Auch als Chlortetrazyklin bekannt, gehört zu den Antibiotika der Tetracyclin Gruppe und wirkt besonders gegen Staphylokokken und Streptokokken, sowie Chlamydien. Es wird in der Veterinärmedizin besonders bei Erregerbefall im Magen-Darm-Trakt eingesetzt, nach Erstellung eines Antibiogrammes und vorliegenden Resistenzen auf andere Antibiotika. Somit gilt es im wesentlichen als Reserveantibiotikum, kommt aber bei Psittakose zur Anwendung, da es sich als Therapie bewährt hat. Systemisch verabreicht oder aber auch bei durch Chlamydien verursachten Augeninfektionen als Salbe, kann es appliziert werden. Chlortetrazcyclin ist verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen können bei Chlortetracyclin breit gefächert sein und sind daher der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Die Abwägung von Kosten und Nutzen obliegt vor und während einer Therapie immer nur dem behandelnden vkTa. Er allein entscheidet bei vorliegenden Erkrankungen über die vorliegende Indikation (den Verabreichungsgrund). Eine eigenmächtige Gabe ohne ärztliche Verordnung sollte niemals erfolgen.

Cicatrex®

Anwendung:
Siehe Neomycin

Nebenwirkung:

Cimetidin (Altramet® )

Anwendung:
Cimetidin ist ein H2-Rezeptor-Antagonist. Das heißt ein Wirkstoff, der sowohl die Magensäure, als auch die Pepsinausschüttung in Magen und Kropf. Deshalb kommt es bei Wellensittichen bei sogenannten säureassoziierten (säurebedingten) Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. Unter anderem bei der Behandlung des sogenannten Sauren Kropfs und Schleimhautulzerationen (Läsionen der Schleimhaut im Verdauungstrakt). Es ist als Tablette erhältlich und kann aufgelöst in Wasser als Art Suspension verabreicht werden. Es ist aufgrund des hohen Potentials zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten rezeptpflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen bei Cimetidin sind der Packungsbeilage zu entnehmen. Es kann zu Durchfall führen, die sich jedoch bei reduzierter Dosierung meist komplikationslos zurückbilden. Die Therapie mit Cimetidin obliegt nach sorgfältiger Abwägung aller Kosten und Nutzen dem vogelkundigen Tierarzt. Eine Eigentherapie mit Cimetidin ist nicht empfehlenswert.

Cisaprid (Prepulsid® )

Anwendung:
Cisaprid ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Prokinetika. Das heißt es verbessert mit seinen prokinetischen Eigenschaften die Motilität (Motorik /Bewegung zum Fördern des Speisebreis) des Verdauungstraktes, besonders des Darmes. Deshalb kommt das Medikament bei Wellensittichen mit Darmatonie (Darmlähmung) oder Verdauungsstörungen aufgrund verringerter Darmperistaltik (Darmträgheit) zum Einsatz. Auch bei Gastroparese (Lähmung des Magenbereiches mit angegliedertem Darmansatz) findet es Anwendung, ebenso bei Refluxerkrankungen. Zudem ist es bei durch PDD verursachte Verdauungsbeschwerden ein bewährtes Mittel. Cisaprid ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Meist als Tablette oder Suspension wird es oral verabreicht. Das Mittel ist rezeptpflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Cisaprid führten dazu, dass es im Bereich der Humanmedizin in Deutschland und der Schweiz vom Markt genommen wurde. Importe zur Behandlung aus Frankreich sind theoretisch über den vkTa möglich. Denn es findet im veterinärmedizinischen Bereich weiterhin Einsatz. Es kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen verursachen, weshalb eine sehr genaue Dosierung erfolgen muss. Cisaprid wird nur nach Verordnung durch einen vkTa zur Behandlung eingesetzt. Eine genaue Abwägung der Kosten und Nutzen obliegt ihm. Eigentherapien können lebensbedrohlich für den Vogel werden.

Clauden-Watte®

Anwendung:
Clauden-Watte® wird zur sofortigen Stillung akut blutender Wunden (kleinere Platz- und Risswunden) genutzt. Die Watte wird mehrere Minuten auf das blutende Körperteil gepresst. Der in Clauden-Watte® enthaltene Wirkstoff (deproteinisiertes Blut-Dialysat vom Kalb) fördert die Blutgerinnung und somit die Bildung eines der Wunde verschließenden Pfropfes. Clauden-Watte® gehört in jede Notfallapotheke und ist frei verkäuflich in der Apotheke zu erwerben.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen sind der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Größere Wunden müssen tierärztlich versorgt werden. Bereits ein Blutverlust von 0,5 ml kann für einen Wellensittich lebensbedrohlich werden. Deshalb bei ausbleibendem Wundverschluss einen vkTa aufsuchen.

Clazuril (Appertex®)

Anwendung:
Clazuril ist ein Antiparasitikum (wirkt gegen Parasiten bzw. einzellig, parasitäre Erreger), welches besonders bei dem Befall mit Kokzidien eingesetzt wird. Es kann schnabulös als aufbereitete Lösung gegeben werden. Als Grunddarreichungsform sind Tabletten verfügbar. Da Vögel diese jedoch nicht aufnehmen können, wird eine Lösung daraus zubereitet. Diese Behandlung mit Clazuril beinhaltet meist Therapiephasen. Das heißt eine Gabe, die durch Pausen unterbrochen, wieder weitergeführt werden muss. Wie diese konkret aussehen müssen, um eine erfolgreiche Behandlung zu erreichen, entscheidet der behandelnde vkTa. Clazuril ist nicht rezeptpflichtig.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Clazuril können aufgrund des Wirkungsspektrums breit gefächert sein und sind der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Eine eigenmächtige Behandlung mit Clazuril ist nicht zu empfehlen. Die Diagnostik, Indikation (Grund der Verabreichung), Menge und Dosis sind unter Anbetracht möglicher Grunderkrankungen und sich daraus ergebender Kontraindikationen (Grund, der die Behandlung mit Clazuril ausschließt) immer Sache des behandelnden vkTa. Dieser sollte bei Krankheitsanzeichen zur Rate gezogen werden, um gesundheitliche Folgen für den Vogel zu vermeiden.

Clindamycin (Antirobe®, Sobelin®)

Anwendung:
Der Wirkstoff Clindamycin gehört zu der Gruppe der Lincosamide und wirkt antibiotisch. Oft wird er bei entzündlichen Prozessen im knöchernen Bereich eingesetzt, da der Wirkstoff knochen- und gelenkgängig ist. Das heißt er wirkt sehr gut dort. Auch bei Entzündungen des Bauchraumes oder infizierten Wundhöhlen, kann es angewendet werden. Clindamycin wird meist als Injektion verabreicht, kann aber in manchen Fällen auch oral verabreicht werden. Als Pulver welches zu einer Lösung aufbereitet und schnabulös gegeben wird. Clindamycin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen von Clindamycin sind aufgrund des breit gefächerten Wirkungsspektrums der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Über Kosten und Nutzen vor und während einer Therapie mit Clindamycin, entscheidet immer der behandelnde vkTa. Er entscheidet, ob ggf. Kontraindikationen (Gründe die eine Therapie mit Clindamycin ausschließen) vorliegen.

Clont®

Anwendung:
Siehe Metronidazol

Nebenwirkung:

Coenzym

Anwendung:
Coenzym auch als Q10 bekannt, ist ein Mittel, das sich vorwiegend als Anti-Aging Stoff in der Humanmedizin einen Namen gemacht hat. Doch es kann auch als Antioxydans und Enzym-Helfer vielfach eingesetzt werden. Da es in den Zellstoffwechsel ( es beeinflusst die Bildung von ATP) in nahezu jeder Körperzelle eingreifen kann, beschleunigt es unter anderem den Fettstoffwechsel. Bei Tieren, die unter Leberproblemen leiden kann dies sehr hilfreich sein. Außerdem stärkt es Nervenzellen, sowie die Herzmuskelzellen und trägt zu einer optimalen Organfunktion bei. Auch bei Hauterkrankungen wurde unter Therapie mit Coenzym ein positiver Verlauf erkennbar. Hierzu empfiehlt sich der Einsatz Coenzymhaltiger Salben ohne Duftstoffe zur äußeren Anwendung. Coenzym kann zur oralen Aufnahme bei Wellensittichen als Pulver (aus Kapseln) am besten angewendet werden. Es ist nicht verschreibungspflichtig.

Nebenwirkung:
Für Coenzym sind bislang keine Nebenwirkungen bekannt. Weitere Informationen sind der Packungsbeilage zu entnehmen. Ob eine Behandlung mit Coenzym bei Wellensittichen im individuellen Fall indiziert ist und welche Dosierung eingehalten werden soll, muss nach eingehender Abwägung der Kosten-Nutzen Faktoren durch den behandelnden vkTa entschieden werden.

Colistin (Polymyxin E®, Colistinsulfat 1 Mio I.E./g®)

Anwendung:
Colistin gehört zur Gruppe der Polymyxine und ist ein Antibiotikum. Systemisch wird es kaum angewendet, da es eine hohe Toxizität (Giftigkeit) besitzt. Da es jedoch schlecht über den Darm resorbiert wird, ist eine orale Gabe besonders sinnvoll, weil es für dortigen Erregerbefall sehr gut angewendet werden kann. Besonders bei gramnegativen Keimen wie E. coli, Salmonellen, Pasteurellen, Shigellen und Pseudomonas die für Infektionen des Verdauungstraktes bekannt sind, kommt es effektiv zum Einsatz. Es wird für Vögel meist als Pulver, welches zu einer Lösung aufbereitet wird, verordnet. Schnabulös eingegeben kann es so wirken. Auch zur Inhalationstherapie bei Befall der Luftsäcke oder Lunge mit Pseudomonaden hat es sich bewährt. Eine Inhalationslösung oder ein Aerosol ist dafür verfügbar. Colistin ist ein verschreibungspflichtiges Medikament.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen bei Colisitin sind aufgrund des breit gefächerten Wirkungsspektrums der Gebrauchsinformation zu entnehmen. Eine Gabe gilt es genau zu überdenken, der behandelnde vkTa übernimmt aber diese Kosten- und Nutzenabwägung und kann ggf. entscheiden, ob Kontraindikationen (Gründe die eine Gabe von Colistin ausschließen) vorliegen.

Concurath ®

Anwendung:
Siehe Levamisol

Nebenwirkung:

Cotrim®, Cotrimazol®

Anwendung:
Siehe Sulfadoxin-Trimethoprim

Nebenwirkung:



Hinweis:
Bitte die Gabe und Dosierung von Medikamenten immer mit einem vogelkundigen Tierarzt absprechen.